Gladbecker Sparkassenlauf

 

Nicht schnell, aber trotzdem gut... 

 

In die „alte Heimat“ ging es am ersten Sonntag im Monat August! Der Gladbecker Sparkassenlauf ist sicherlich nicht so einfach zu laufen wie ein normaler Straßenlauf. Die Strecke hat zwar keine Anstiege, aber man läuft nunmal mehr auf Waldboden mit ein paar kleinen Rampen. So war es bisher immer, dass man ein wenig auf die normalen Zeiten darauf rechnen konnte. Nichtdestotrotz wollten wir mal wieder eine richtige Tempoeinheit abliefern. Da war es uns auch egal, dass es gegen Mittag richtig warm wurde. Start 13:15 Uhr, eigentlich eine dumme Zeit – meist krieg ich dann schon wieder Hunger nach dem Frühstück. 
Seit dem Urlaub habe ich nun über 5 kg abgenommen, so war das Ziel mindestens eine gute 44er Zeit zu laufen. Alles andere soll in den nächsten Monaten kommen. 
Das ganze Laufjahr war bisher ein Fiasko. Und nach so vielen läuferischen Enttäuschungen hatte sehr viel den Spaß am Laufen verloren. Erst nach dem Urlaub, auch wenn da die Einheiten mächtig schwer waren, fing ich wieder daran gefallen zu finden.
Nicht auf „Teufel komm raus“ nach irgendwelchen Zeiten hecheln, nein, einfach wieder Spaß am Training und Wettkämpfen zu finden. Und das ist bei mir nicht unbedingt immer im gleichen Tempo durch die Gegend zu laufen, sondern auch einige Anreize zu finden in Form von schwierigen schnellen Einheiten. Ich mag es nunmal mich nach dem Training daran zu erfreuen, wenn die Einheit geklappt hat. Oft graut es ein davor, aber danach ist man stolz es doch geschafft zu haben. 

Nach dem Start auf der Tartanbahn im Stadion ging es raus in Richtung Brillenteiche. Das Tempo flott aber nicht anstrengend und so ging es eigentlich recht gleichmäßig leicht ansteigend nach „Van der Falk“ hoch. Das Feld hatte sich nun leicht auseinander gezogen und ein Überholen oder Überholt-Werden war eher eine Ausnahme. Sehr schön, dass es neben der Versorgungsstation im Stadion auch noch eine unterwegs hat. Hat den Vorteil beim 10er 3 mal Station machen zu können. Aber halt machte ich lediglich einmal um mir einen Becher Wasser über den Kopf zu kippen. Es war richtig warm geworden und so genoss man es, dass man auch viel durch den Wald lief. 

Trotzdem zerrten einen ganz schön die sonnigen Abschnitte. Auch die Rampe aus den Wald kommend und anschließend Richtung Stadion. Nicht unbedingt angenehm! So war ich dann bei km 5 exakt bei 22:00 Min.! Wirklich nicht der Brüller dachte ich mir, dass doppelte rechnen und ein wenig Zeitverlust auf der zweiten Hälfte einplanen, dass könnte knapp werden.
So ging es nun wieder aus dem Stadion raus und so langsam merkte ich auch, dass es immer schwieriger wurde. Kein Einbruch, aber eben auch nicht mehr leicht. Ein paar Läufer überholte ich sogar noch und war am Höhepunkt bei „Van der Falk“ noch optimistisch gut durchzulaufen. Doch kurz danach bekam ich heftige Seitenstiche. Eine Seltenheit bei mir! Jedenfalls fiel es nun noch schwieriger. Ich versuchte gleichmäßiger zu atmen, nahm auch ein wenig Tempo raus und dachte mir: Bloß nicht so kurz vor Deinem Ziel stehenbleiben. Ich kämpfte – das ist das was mir in dem letzten halben Jahr fehlte: Kämpferwillen! Trotz Seitenstiche wollte ich diese Zeit! Ich will es!
Einbiegen ins Stadion und ich blickte auf die Uhr – es kann knapp werden und so beschleunigte ich sogar noch auf ein Tempo von 4:16 Min./km. Eine 44:46 Min. ist es geworden.
Von einer „guten 44er“ also ganz schön weit entfernt. Aber als ich erfuhr das ich in meiner Altersklasse 2. von 19 Finishern wurde, war die Enttäuschung verschwunden. Scheinbar ging es heute vielen so, dass man mit Wetter und Strecke haderte.
Nun geht es am kommenden Samstag nach Dülmen und da wird das Ziel lauten: Gladbeck-Zeit zu verbessern. Da ist noch was drin !!
Freudige Überraschung auch bei meinem Schatz – auch sie wurde 2. in ihrer Altersklasse trotz einer nicht so tollen Zeit.

 

 

 

267. Wettkampf Datum Distanz Zeit Gesamtplatz AK-Platz Schuh
Gladbeck 06.08.2017 10 km 44:46 Min.  35. von 221
 2. von 19
Saucony Kinvara