Trail durch die Hohe Mark - Galgenberg - Granat und zurück

Teil 2 mit Traillaufen durch die Hohe Mark. Da wir nunmla nicht nur Laufen als Hobby haben und wir das Wochenende mit Saunatag und Tanzen am Sonntag ausgefüllt hatten, ging es bereits am frühen Freitagnachmittag zu unseren längeren Lauf in die Hohe Mark.

Dieses Mal starteten wir am Napoleonsweg, außerhalb Lembecks, auf die Höhe der Lippramsdorfer Straße. Erstes Etappenziel war dabei der Galgenberg am Feuerwachturm. Über den Forstweg ging es auf Waldboden zunächst langsam ansteigend bis zur Abbiegung "In der Brake". Hier ging es nun bis km 2,8 auf Asphalt schon mit einen langen Anstieg, der aber gut zubewältigen war, zum  Feuerwachturm am Galgenberg. 

 

Der Galgenberg hat seinen Namen aus dem 17. Jahrhundert. Hier wurden damals nicht nur die Hingerichteten verschart sondern auch die Leprakranken aus dem Dorstener Siechenhaus. Am Galgenberg hat man zugleich eine Höhe von 124 m erreicht. Natürlich darf ein Abstecher auf dem Feuerwachturm nicht fehlen und so marschieren 192 Stufen hoch auf den 39 m hohen Turm. Bis 36 m ist der Turm für die Öffentlichkeit begehbar. An klaren Tagen hat man eine Aussicht über Baumwipfel hinweg bis zum Gasometer in Oberhausen. Bei trockenen Wetter ist die Gefahr von Waldbränden sehr hoch, deshalb gibt es in der Umgebung 5 dieser Feuerwachtürme. Von April bis September sind diese Türme von Wächtern auch ständig besetzt.

 

Bei Anstieg über diese feuerverzinkten Stahltreppen mucken ungewöhnlich meine Oberschenkel. Auch wenn die Sicht heute nicht so gut ist, genießen wir den Ausblick über die Hohe Mark, erblicken schräg oben den Fernmeldeturm Nähe Haltern-Holtwick, wo wir letzte Woche waren.

 

Die Richtung für den weiteren Lauf ist gefunden. Nach nichtmals 100 m machen wir spontan rechts einen Abstecher über einen tollen Single-Trail durch die Büsche. Dieser ist mit rund 500 m gar nicht mal so kurz. Immer schmale Wege, Auf und Ab über kleine Rampe. Konzentriertes Laufen ist angesagt, da immer wieder Wurzeln aus dem Boden ragen. Ideales Trail-Training. Anschließend geht erneut sofort über einen schmalen Trailweg und wir sind am zweifeln ob dieser Weg auf einen Feld führt und dort zu Ende ist. Aber scheinbar haben einige Mountainbiker diesen Weg genutzt und es zu einem Laufweg gemacht. Ein kurzer Abstecher auf dem breiten Napoleonsweg, der bis kurz vor dem Kettler Hof führt nutzen wir um uns zu erholen. Denn nun geht immer leicht ansteigend bis zum Naturwildpark Granat. In diesem Park laufen auf einen 600.000 m2 großen Arenal fast alle Tiere frei herum. Der Anstieg bis hier war schon anstrengend und wir waren erst bei km 7. Wir biegen nun auf einen sehr ramponierten Weg rechts ab, da wir in die Nähe des Fernmeldeturms kommen wollen. Und hier geht es sofort weiter ansteigend. Auch wenn nicht mein Tempo, so strengt mich dieser Anstieg auch ganz schön. Wir sind auf der Höhe des Fernmeldeturms, der in etwa nur 600 m Luftlinie entfernt ist. Das Wetter wird langsam uselig und da wir die Strecke noch nicht kennen, machen wir uns langsam auf den Rückweg um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Eine kleine Umrundung, erneut auch mit einem Single-Trail eingeschlossen, finden wir auch den Weg in Richtung Granat, wo wir hergekommen sind. Spontan gehts nochmals steil bergauf über einen Single-Trail der aber nach rund 600 m in eine Matschgrube endet. In dem gesamten Gebiet wurde mit schweren Gerüst Bäume gefällt und durch die Fahrzeuge sieht es auf den Wegen eher aus, wie nach einen Bombenschlag.

Jetzt ist eine kurze Pause angesagt, Verpflegung aus dem Rucksack geholt, da einem aber beim Sitzen schnell kalt wird, starten wir den Rückweg.

 

Auch wenn alles nun aus einem anderen Blickwinkel anders aussieht, so lässt uns unser Gefühl nicht im Stich und wir landen wieder auf dem Napoleonsweg - was wir aber zunächst nicht wissen :-)

Erst ein Radfahrschild weist uns darauf hin, dass wir richtig laufen. Nun dürfen wir endlich mal auch eine ganze Zeit Abwärts laufen und erhöhen sogar gut das Tempo. Zwischendurch wird bauen wir nochmal einen Trailabschnitt ein, denn wir wissen, bis zu unserem Auto ist es nun nicht mehr weit. Da wir gerade mal bei 17 Kilometern sind, laufen wir spontan noch 2 kleine Runden über den Forstweg und den "unteren Napoleonsweg" mit ein.

Super geklappt, auch wenn wir sehr k.o. sind. Und Angelika hatte nach erheblichen Problemen am Wochenanfang erstaunlicherweise diesen Lauf gut weggesteckt. Als Belohnung gab es dann am Auto eine "Pulle" Erdinger Alkoholfreies. Das Wochenende konnte beginnen ......

 

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