Mi

03

Apr

2024

Wanderung Alf --> Driesch-Hütte -> Kanonenbahn -> Marienburg -> Prinzenkopfturm

Zum Abschied eines langen Mosel-Wochenendes planten wir eine kleine Tour bis Mittags, um dann nach Hause zu fahren. So verließen wir früh die Ferienwohnung und verabschiedeten uns von tollen Gastgebern. Nur 3 Kilometer entfernt in Alf parkten wir den Wagen, holten uns für die bevorstehende Rückfahrt beim Bäcker noch ein paar Teilchen und machten uns auf den Weg von Alf in Richtung Driesch-Hütte. Leichter Nieselregen begleitete uns wieder. Leicht ansteigend erreichten wir schnell die Driesch-Hütte. Ein schöner Ausblick auf die andere Seite der Mosel hier dann Pünderich. Unterhalb sahen wir die Kanonenbahn. Und.....das der vermutliche Wanderweg direkt an der Mosel durch das Hochwasser überschwemmt war. Wir gehen steil abwärts eintlang eines Weinbaugebietes und durch einen kleinen Tunnel unter der "Kanonenbahn" her und gelangen auf den asphaltierten Wanderweg. Beeindruckend hier das 1880 gebaute Eisenbahn-Viadukt das mit seinen 92 Segmentbögen und 786 m, das Längste in Deutschland ist. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges sprengten deutsche Truppen auf dem Rückzug vier Bögen des Viaduktes. Die Reparaturarbeiten wurden nach Kriegsende mit Hilfe dienstverpflichteter Arbeitskräfte begonnen.

 

Wir gehen einige Meter und sehen wie der Wanderweg vollständig vom Hochwasser überflutet ist. Trotzdem versuchen wir eng an der Mauer des Weinberges entlang vorbei zu kommen. Es klappt, die Füße sind kaum nass geworden. Über den normalen Weg hätte es nicht geklappt, so überspült war er. Es geht an wunderschönen Weinbergen ansteigend wieder hoch, bevor wir links einkehren und auf die Marienburg sehen. Einmal angekommen, sind wir doch ein wenig enttäuscht. Was wir erblicken sind ein paar verschlossene Häuschen, welche nichtmals ein Fotomotiv wert sind, nur der Ausblick ist wunderschön von hier. Deshalb gehts sofort weiter in Richtung Prinzenkopfturm. Von weitem sieht man ihn, je näher man heran kommt, umso mehr verschwindet er im Wald. Angekommen begeben wir uns trotz stürmischen Windes auf den Stahlkoloss. Er misst zwar nur 27,3 m, liegt aber auf einem Berg und so ist der Ausblick gigantisch.

 

Es heißt, 1818 habe der Kronprinz Friedrich-Wilhelm diese Aussicht genossen. Deshalb wurde der besondere Moselberg, der bislang Pferdskopf hieß, nach dem späteren König benannt. Allerdings war der Prinzenkopf damals noch ein Platz ohne Bäume. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden Fichten in die Erde gesetzt, die aber mit der Zeit prompt die schöne Aussicht versperrten. Deshalb lockt hier seit 1894 ein Turm, der den Blick über die Wipfel ermöglicht. Genau besehen sogar vier Türme. Denn der erste, ein Holzturm, hielt dem Mosel-Wetter keine fünf Jahre lang stand. Der zweite Turm, diesmal aus Bruchstein, fiel 1945 der amerikanischen Artillerie zum Opfer. Und Turm Nummer 3, wieder aus Holz, war wegen Instabilität ab 2005 nicht mehr begehbar.

 

Wir gehen nun wieder steil abwärts, zunächst wieder auf einem matschigen und schlammigen Untergrund und benutzen dabei unsere schon liebgewonnenen Stöcker. An der Driesch-Hütte angekommen, geht es sofort weiter hinab zum Auto. Der Regen wird heftig und als wir im Auto unsere Kuchenteilchen und den Kaffee genießen, schüttet es aus Eimern. Trotzdem gehts zum Urlaubsabschluss nochmal nach Bullay. Dort kaufen wir noch 3 Flaschen Bullayer Frauenbrautrock.

 

 

 

Di

02

Apr

2024

Sankt Aldegund --> Raulwing --> Sollig / Alf

Wieder mal ein Regentag! Gestartet wieder vor unserer Ferienwohnung ging es erst durchs Dorf über die Christopherusstraße auf den Schotterweg "Auf der Teusch". Knackig ansteigend aber trotzdem gut zu gehen. Auch wenn einige Abschnitte durch den vielen Regen der letzten Tage/Wochen ganz schön ausgewaschen waren. Oben angekommen sind wir wieder am "Kehr-Heiligenhäuschen". Diesmal biegen wir jedoch links ab und halten uns an die Wanderschilder zum "Raulwing-Platz". Das funktioniert alles zu Beginn ganz gut, aber als wir über einen schmalen Pfad der nur aus Matsch gehen wollten, standen wir vor einem Problem. Der Pfad wurde überflutet von einen kleinen Bach. Hier war es nicht getan mit einem großen Schritt, man musste gezwungermaßen mindestens einen Schritt in diesem fließigen Wasser machen. Immer wieder versuchte ich es, versank aber jedes Mal in dem tiefen Matsch. Links ging es steil bergab. Wir hatten nun nach knapp 2 km schon rund 150 Höhenmeter bewältigt. Und hier sah es wirklich so aus, als ob wir tatsächlich Kehrtwende machen mussten. Viel zu gefährlich! Doch das hieße, komplett zurück bis Sankt Aldegund. Also versuchten wir über einen zuvor passierten Privatweg an ein paar Schrebergartenhäuser vorbei. Dieser Weg war o.k., auch wenn sehr matschig.

Auf "Gut Glück" gingen wir den Weg entlang, obwohl dieser uns vom "Raulwing" weiter weg brachte. Egal, dachten wir dann wandern wir einfach drauf los und schauen wir wo wir auskommen. Doch irgendwann auf diesen breiten Waldweg kam ein Wanderschild "Raulwing", zwar von der genannten Entfernung mehr als Doppelte, als auf dem ursprünglichen Weg, trotzdem war ein neues Ziel sofort ausgemacht. Wir hielten uns nun an diesem Schild und kamen an eine große Lichtung, wo über 1 km lang nur Photovoltaik-Anlagen standen. Unvorstellbar und nicht nachvollziehbar. Eine riesige Wiese war nahezu vollständig ausgebaut mit Solarplatten. Ein Stückchen Natur kaputt gemacht, sicherlich auch für die Tierwelt. Irgendwann ging es wieder in den Wald und wir kamen zufälligerweise an die "Hexe im Wald" vorbei, wo jemand eine Puppe an einem Baum befestigt hat. Bis zum Raulwing war es nun nicht mehr weit. Ein paar hundert davor noch ein wunderschöner Punkt, wo unterhalb zum Raulwing zwei Bäche ineinander flossen. Das mussten wir uns noch ansehen und gingen ein Stückchen Abwärts, auch wenn wir wieder zurück mussten um am Raulwing unsere Mittagspause zu machen.

 

Ein bisschen Likör und ein paar andere Leckereien gab es im Unterstell am Raulwing. Nun waren 5 km hinter uns, ca. die Hälfte von der geplanten Strecke. Unterhalb vom Raulwing führte ein schmaler Pfad in Richtung Sankt Aldegund. Wir hielten uns zunächst daran, wollten aber eigentlich nach Alf und von dort mit den Bus zurück. Es ging abwärts auf asphaltierten Wegen, wollten aber nicht komplett wieder in Sankt Aldegund ankommen, sondern irgendwann noch im Berg in Richtung Alf kommen. Also machten wir einen Schlenker über einen Wiesenweg, der eigentlich nur noch aus Matsche bestand. Viel Wasser kam aus den Abhängen und überspülte alles noch. Katastrophenweg, aber umkehren ? Erstmal abwarten was kommt.....Meter über Meter gingen wir weiter und der Weg wurde statt besser immer schlechter. Es kam zwar zwischendurch mal ein Schild "Sollig", das war der Berg oberhalb von Alf, aber mit Wanderweg hatte das alles nichts mehr zu tun. Der Weg war ob eine Bombe eingeschlagen hätte über unebenen Schotter und umgekippten Bäumen. Jetzt war der Punkt wo es zu spät war umzukehren und mir wurde immer unwohler, wie der Weg wohl noch werden würde. Schilder kamen kaum noch, und wo wir waren wussten wir mittlerweile gar nicht mehr, zudem wurde es immer gefährlicher. Umgestürzte Bäume, die man überklettern musste - ein Weg der gar kein Weg mehr war und das seit Menschengedenken. Innerlich wollten wir uns beide nicht noch nervöser machen, aber jeder dachte sich sein Teil und hatte teilweise schon Angst. Es dauerte sehr lange bis wir tatsächlich über ein Wiesenstück auf einen "normalen" Wanderweg kamen und waren glücklich, dass wir diesen "Mist" hinter uns hatten. Den Weg hatte man wirklich bereut eingeschlagen zu haben, das war ein Fehler. Aber egal ! Ein Erlebnis, worauf man gut und gerne verzichtet hätte. Es stand zwar nun auch ein richtiges Wanderschild "Sollig", aber wir machten uns lieber auf dem Weg in Richtung Alf. Von Kilometern und Untergrund hatten wir für heute genug. Der Weg ging steilbergab geschlängelt über ein Ausblickhäuschen bis wir auf einen asphaltierten Weg kamen. Von hier aus sahen wir die Burg Arras und für einen kurzen Moment hatten wir Doofen wahrhaftig gedacht: Sollen wir die noch mitnehmen ? Waren uns aber gleichzeitig einig mit "Nein", es reicht.

Unten in Alf angekommen ging es in ein Cafe und aßen den uns wohlverdienten Kuchen. Nach dieser Pause gingen wir dann an der Mosel entlang zurück nach Sankt Aldegung. Es war heute wirklich eine Erlebnis-Tour, wunderschön, aber manches hätte man wirklich nicht gebraucht.

Mo

01

Apr

2024

Kurz-Wanderung Traben-Trabach Franzosensteig

Das Wetter spielt heute nicht mit uns mit. Es schüttet eigentlich den ganzen Morgen und so entscheiden wir uns einfach in den Bus zu setzen und Richtung Traben-Trabach zu fahren. Entweder es hört auf oder wir fahren einfach wieder zurück. Das kostenlose Bus-Ticket ist dafür ideal spontan irgendwelche Touren zu planen. Wir waren vor vielen Jahren schon mal in Traben-Trabach als wir zum Hunsrück-Marathon waren. Aber damals waren wir nur auf`s Laufen fokusiert und dachten nicht daran irgendwelche Berg hoch zu "kraxeln". Der Ort gefiel uns auch allgemein nicht so gut.

 

Aus dem Bus ausgestiegen hatten wir nur noch leichten Nieselregen, also gings los ? Wohin ? Wir schauen nach oben und sahen eine Burg....Dahin gehts.....Spontaner gehts nicht. Die Schilder wurden schnell gefunden und so ging es erstmal den kurzen aber schwierigen Weg hoch zur Grewenburg. Schnaufen war wieder angesagt, aber wir wurden wieder mal belohnt trotz schlechten Wetter. Oben angekommen hatte man nicht nur einen schönen Ausblick auf die Mose, auch die Grewenburg-Ruine von 1350 war sehenswert und diese - kostenlos im Gegensatz zur Burgruine Metternich. Die ganze Vorgeschichte der Burg und wechselnde Belagerungen erspare ich Euch einfach mal. Aber interessant zu erwähnen ist, das im Polnischen Erbfolgekrieg die Burg 1734 zum vierten und letzten Mal belagert wurde. Noch am 6. April erschien österreichische Verstärkung unter Hauptmann Wurmbrand-Stuppach auf dem Schloss. Am 16. April besetzte der General und spätere Kriegsminister Belle-Isle die Stadt, aber erst am 22. April erschien die Artillerie. Zunächst versuchten die Belagerer mit Hilfe einer Mine sich den Weg zu bahnen, was aber misslang. Daher wurde das Schloss ab dem 25. April unter Beschuss genommen, zugleich näherte man sich der Festung durch Gräben. In der Nacht vom 27. auf dem 28. erfolgte ein vergeblicher Sturm, auch am 30. April wurde ein Sturm abgewiesen, aber am 1. Mai eroberten die Franzosen ein Vorwerk. Im Schloss waren bis auf drei Kanonen alle zerstört und keine Schießscharten mehr brauchbar. Der Oberstleutnant Hohenfels bot am 2. Mai die Kapitulation an. Die Mannschaft durfte am 4. Mai mit klingendem Spiel durch die Bresche nach Koblenz abmarschieren, der Kurfürst von Trier schlug den Hauptmann Wurmbrand-Stuppach zur Beförderung zum Oberstleutnant vor. Die Burg war aber nur noch eine Ruine. Das die Kurzfassung!

 

Geschichtsfreunde können alles auf angebrachte Tafeln nachlesen. Ich kürze hier einfach mal ab, auch wenn es sehr interessant ist. Wir erblicken hinter der Burgruine einen Aufstieg mit einem "Achtung-Schild - nur für geübte Wanderer! Na was heißt das für uns Zwei ? Da müssen wir natürlich hoch - keine Frage...Ausprobieren kann man immer, ansonsten bricht man ab und geht wieder hinunter. Es geht zunächst über eine Metall-Wendeltreppe steil berghoch, alles nass durch den Regen, aber gut zu bewältigen. Was nachher kommt, ist schon ein wenig schwieriger. Auf schmalen Schotterweg wellig entlang an einen Drahtseil gehts hoch. Schwindelfreiheit ist ein Muss. Wir sind durch die letzten Tage ein wenig abgehärtet, müssen auf trotzdem vorsichtig auf den nassen Steinen und halten uns an den Drahtseil fest. Oben angekommen, wieder mal ein toller Ausblick über das Moselgebiet und man kann von weiten Pünderich erahnen. Dieser Aufstieg setzte dem ganzen noch die Krone auf - wir haben es nicht bereut. Auch beim Abstieg - vor allen Dingen wenn es geregnet hat - ist äußerste Vorsicht geboten. Bevor es wieder abwärts ging, erblickten wir noch einige Kellerschächte der alten Burg, wo wir natürlich reinkrauchen musste, die Neugierde siegte.

Der regnerische Tag hatte doch noch ein Erlebnis gebracht. Wir gingen nun den Waldweg zurück, er war zwar länger und wir dachten dieser wäre einfacher, war er aber nicht. Es ging geschlängelt steil bergab, aber der Weg war mit losen Schieferplatten übersäät, die sehr rutschig waren. Also....Stöcker auspacken und vorsichtig bergab. Unten angekommen gingen wir noch durch die beiden Orte Traben und Trabach, aber für uns Verwöhnten war da nicht viel interessantes zu sehen. Nach einem Stück Fleischkäse an einem Imbiss spazierten wir in Richtung Bahnhof und entschlossen uns wieder nach Sankt Aldegund zurück zu fahren. Eine kleine Tour von nur rund 5 km, aber die Höhenmeter allein waren schon heftig.

 

So

31

Mär

2024

Wanderung von Sankt Aldegund nach Neef und Kloster Stüben

Am Oster-Sonntag startete unsere Tour direkt von unserer Haustür unserer Ferienwohnung. Schon nach 300 m sollte es direkt steil bergauf gehen über einen Schotterweg. Rechts ein Abzweig, wo ein Schild stand "Gesperrt wegen Steinschlag".

Wir wollten gerade los über den Schotterweg als uns ein Einheimischer entgegen kam und sagte: Der rechte Weg ist viel schöner und spektakulärer und anspruchsvoller. Wir erwähnten, dass er doch gesperrt sein, worauf meinte: Das ist nicht mehr so schlimm, das Schild habe ich aufstellen lassen.

Also ließen wir uns überreden den "spektakulären"Weg zu wählen. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach ein paar hundert Meter sahen wir den Absturz von Geröll auf dem Weg liegen. Auch wenn es rechts sehr steil abwärts ging, so war es doch einfach über die Steine zu klettern. Ein wenig weiter ging es dann einen Pfad auf Waldboden direkt geschlängelt steil hoch. Seitlich floß ein kleiner Bach entlang. Ein wunderschöner Streckenabschnitt, der sich wirklich lohnt. Oben an der Kapelle angekommen mussten wir erstmal eine kleine Pause einlegen. Das war schon anstrengend! Ein schöner Blick auf die Mosel und Sankt Aldegund entschädigte aber auf jeden Fall. Es geht nun noch etwas aufwärts, aber nicht mehr so steil wie zuvor. Wir erreichen einen breiten Weg der uns abwärts aus dem Wald bringen soll. Es ist sehr matschig. Die Wanderschuhe müssen heute wieder einmal richtig leiden. Laut Routenplan geht es jetzt zum Ort Neef auf der anderen Seite der Mosel. Als wir den Wald verlassen haben wir einen schönen Ausblick auf die vielen blühenen Bäume des Weinbergs-Pfirsich und anderen Obstsorten. Allein dieser Anblick ist eine richtiges Highlight. An der Straße angekommen gehts nun über die Moselbrücke. Wir erblicken ein Schild eines Hofladens und decken uns mit der leckeren Weinbergs-Pfirsich-Marmelade und kleinen Fläschen Likör (als Proviant auf dieser Tour :-)) ein. Wir gehen entlang der links liegenden Mosel flach auf einen Schotterweg in Richung Moselkurve, wo auf der gegenüberliegenden Seite das Örtchen Bremm liegt.Vor uns zu sehen der imposante Calmont. Für uns zu wandern, trotz einer schwierigen Touren, noch lange kein Thema. Wir halten uns an den Schild Richtung Kloster Stüben. In einigen Berichten wird davon gesprochen, dass man nicht nach Griechenland reisen muss - diese Ruine ist ebenso imposant, wie dortige Ausgrabungsstätten. Und es wird nicht zu wenig versprochen: Es ist zwar eine Ruine, aber mit viel Fantasie, kann man sich vorstellen wie das Kloster zur damaligen Zeit im 12. Jahrhundert aussah. Die Gründung des Stifts geht auf die Augustinerchorherren von Springiersbach zurück.1137 hatte sich hier ein großer Frauenkonvent niedergelassen. Der Trierer Erzbischof Albero beschänkte diesen in seiner Gründungsbestätigung von 1137 auf 100 Frauen. Der Ritter Heinrich von Ulmen übergab anschließend seiner Schwester  Irmgard als Vorsteherin des Stifts 1208 die Staurothek mit Kreuzpartikeln und weiteren Reliquien, die er vom Kreuzzug (1202-1204) aus Konstantinopel mitgebracht hatte. Nachher wechselte der Besitzer zig Mal. Der jetzige Gelände des damaligen Klosters wird heute zum Weinbau genutzt. 

 

Wir suchen nun den weiteren Weg unserer Route und dieser führt uns direkt durch diesem Weinberg aufwärts. Wir folgen der Beschilderung "Petersberg". Bevor wir diesen erreichen heißt es erstmal Rast machen, ein wenig futtern mit dem wunderschönen Ausblick auf die Mosel. Die Sonne hat es heute mit uns gut gemeint. Einfach genießen heißt es, auch die gekauften kleinen Likörfläschchen müssen nun dran glauben. Abseits vom Alltagsstress kommt man hier richtig runter. Wir haben noch einige Kilometer vor uns und nun gehts weiter zum Petersberg.

Etwa 400 v. Chr. hatten die Kelten auf dem Hochkessel einen Ringwall als Befestigung angelegt. Auf dem Petersberg war ihre Kultstätte, wo die Toten begraben und die Götter verehrt wurden. Die römische Besiedlung des Petersberges begann, als Kaiser Konstantin I dort um das Jahr 300 n. Chr. eine römische Wachpostenstation (Festung) hat errichten lassen. Viel übrig geblieben ist von diesem Ringwall nicht viel.

Wir suchen nun das "Eulenköpfchen"! Der Name "Eulenköpfchen" kommt von aquita=Adler, was soviel wie "römische Legionsadler" bedeutet haben muss. Denn an diesem heutigen Aussichtspunkt befand sich von 270-405 n. Chr. eine römische Bergbefestigung und eine Signalstation. Am frühen Nachmittag haben hier weitere Wanderer dieses als Ziel entdeckt und genießen den sagenhaften Ausblick auf Neef und Sankt Aldegund. Ein bisschen Input und schon geht es weiter über den kleinen Friedhof mit seiner Kapelle.

Von weitem sehen wir ein Gipfelkreuz, welches etwas oberhalb unserer Wanderroute liegt. Scheinbar nicht weit entfernt und wir sind uns schnell einig, dass wir dieses auch noch "mitnehmen". Es geht nochmal steil bergauf und der Ausblick toppt nochmal alles vorhergesehene. Wir erblicken rechts und links die Mosel. Links mit Bremm und Rechts Ediger-Eller, in der Mitte der Calmont. Es lohnt sich hier hoch! Wer hier auf Tour ist, muss unbedingt hier hoch.

Für uns wird es nun Zeit, wir haben in einem Restaurant in Sankt Aldegung ein Tisch fürs Osteressen heute Abend reserviert. Es ist noch viel Zeit, aber auch nicht so viel um weiter zu bummeln. Denn es liegen noch einige Kilometer vor uns.

Jetzt geht es oberhalb von Neef über den Frauenberg abwärts zurück in das kleine Dorf. Die Highlights haben wir hinter uns und so wandern wir über die Brücke zurück entlang des Moselradweges nach Sankt Aldegund.

Eine wunderschöne Tour mit 14,5 km geht zu Ende und wir schwelgen jetzt schon in schönen Erinnerungen.

 

Sa

30

Mär

2024

Wanderung von Beilstein nach Bruttig-Fankel

Heute ging es nach Beilstein.Da die Verkehrsverbindung zu diesem kleinen Örtchen uns doch ein wenig zu unsicher war, fuhren wir mit dem Auto. Ein kleiner Abstecher in das kleine Dörfchen Senheim. Einmal gesehen und man hat es mehr oder weniger auch wieder vergessen. Man sieht viele verlassene Häuser oder welche, die zum Verkauf stehen. Man würde sagen eine "sterbende" Ortschaft, auch wenn der Blick von den Weinbergen sehr schön war. Nach einer kurzen Runde ging es somit weiter nach Beilstein. Meine Arbeitskollegin Heike nannte uns dies als Empfehlung und sie sollte Recht behalten. Wir hatten noch Glück einen kostenfreien Parkplatz zu erwischen, denn wir wollten eine längere Wanderung absolvieren und nicht unter Hetze stehen, wenn irgendeine Parkgebühr ablaufen sollte.

 

Man nennt Beilstein auch das "Dornröschen" der Mosel. Mit gerade mal 149 Einwohnern kann man sich vorstellen, das es nicht gerade viele Häuser sind, die man sich anschauen kann. Aber gerade diese paar Häuser haben einen richtigen Charme. Viele Gaststätten, die zum einkehren einladen, Weinkeller, Dekolädchen säumen die Gassen. Doch auch ein Abstecher hoch zur Klosterkirche lohnt sich.

Beilstein war früher ein Schauplatz für viele Heimatfilme, ob mit Curd Jürgens oder Heinz Rühmann. Letztgenannter ging im Film die Klostertreppen herunter und genau das, taten wir natürlich auch - nur umgekehrt zunächst :-)

 

Ein Blick in die Klosterkirche lohnt sich wirklich! Wer hier schon Rast machen will, kann im Restaurant sicher gut speisen. Für uns ging es wieder zurück in den Ort um jede kleinste Gasse zu erkunden. Anschließend folgten wir den Weg hinauf zur Burgrunine Metternich. Von außen sehr nett auszusehen. Von Innen haben wir darauf verzichtet. 3 Euro pro Person Eintritt für ein paar Mauern, dass fanden wir doch zu heftig. Bei vielen größeren Burgen sieht man erheblich mehr und zahlt keinen Eintritt bzw. ist es dort, wenn es so ist, eher gerechtfertigt.

 

Ein wenig höher marschiert um von der Burgruine noch ein paar Bilder zu schießen und nun ging es auf die eigentlich Wanderroute. Über die "Alte Wehrstraße" wanderten langsam ansteigend über einen Waldweg. Laut unserer geplanten Route bogen wir den zweiten Weg links ab und schlängelten uns leicht ansteigend hoch. Zwischendurch immer ein schöner Ausblick auf Beilstein.

 

Gleichzeitig führt der Weg auch das eine oder andere Mal weg vom romantischen Örtchen. Die Beschilderung ist nicht immer die Beste. So muss man auch aufpassen das man mit viel Fantasie den Weg weitergeht! Obwohl man manchmal meint, es geht außenrum um den Berg, geht er doch ein wenig anders. Unseren Plan nach ging es dann kurioserweise über einen Wiesenweg. Ist das überhaupt richtig ? Laut Plan Ja! Irgendwann bevor es einen schmalen matschigen Pfad in den Wald geht, erscheint tatsächlich ein Schild Richtung Bruttig-Fankel.

 

Durch die vielen Regenfälle in den vergangenen Tagen ist dieser Pfad sehr matschig. Äußerste Vorsicht geboten und hier sind einige Stellen da muss man auch Stöcke benutzen. Bei steilen Passagen würde man ohne Stöcke völlig wegrutschen. Links vom Pfad geht es steil bergab. Im Sommer ist es sicherlich ein wenig einfacher hier entlang zu gehen. Aber zu dieser Jahreszeit kann man nur im langsamen Schritt hier durchwandern. Trotzdem ist der Weg ein richtiges Highlight dieser Wanderung. Andere Wanderer kommen uns nicht entgegen. Entweder ist es für sie nicht das ideale Wanderwetter oder sie wählen die einfache Route. Wobei - wie sich nachher rausstellt, die andere Route, den wir auf dem Rückweg wählen ist ein keinster Weise einfacher. Nach zirka 600 m ist dieser Abschnitt zu Ende. Es kommt einen viel länger vor, aber da hier viel Konzentration geboten ist, dauert es nunmal bis man diesen Wald wieder verlässt.

Man hat nun einen wunderschönen Ausblick auf die Mosel, die vielen Weinberge und die kleinen Orte Bruttig und Fanke, die man aus der Ferne sehen kann. Jetzt ist erstmal Pause angesagt. Wir sind froh, daß es zumindest trocken ist und machen es uns auf einer Bank mit einem tollen Ausblick gemütlich. Die gepackte Lunchbox stärkt uns für die weitere Tour. Wir haben zwar nichtmals die Hälfte der geplanten Route erreicht, aber das Frühstück ist schon lange her. Zudem muss man das bisher gesehene ein wenig in sich einwirken lassen.Hetze und Stress gibts beim Wandern nicht. Die Gemütlichkeit und der Genuss stehen im Vordergrund. Nach dieser Pause gehts weiter und ein paar Galloway-Rinder auf einer Weide begrüßen uns sozusagen. Sehr zutraulich lässt sich der eine oder andere streicheln, gucken uns aber "dumm" an, als ob sie meinen würden: Naja Gleichgesinnte seid ihr sicherlich nicht.

 

Oberhalb der Weinberge geht es zunächst vorbei an Fankel, überqueren ein Straße, bevor es über einen idyllischen asphaltierten Weg runter nach Bruttig geht. Der Ort ist ganz nett und es gibt ein paar Fotomotive, aber ansonsten ähnelt er den vielen anderen Orten in dieser Gegend. Man ist ein wenig verwöhnt worden, deshalb haut er uns nicht vom Hocker. Durch die schmalen Gassen, teilweise mit Kopfsteinpflaster (über die Hauptstraße), marschieren wir nach Fankel. Hier sieht es völlig anders aus: Viele Fachwerkhäuser aus frühreren Zeiten laden für ein Fotoshooting ein. An jedem Haus ein Schild mit ausführlicher Beschreibung. Man kann es sich ein wenig vorstellen kann, wie das Leben hier vor langer Zeit hier war. Den Luxus den wir heutzutage haben, die viele Freizeit dazu, dass kannten die Menschen damals nicht. Manchmal wünscht man sich für einen Moment in einer "Zeitmaschine" zu reisen, um zu sehen, wie das Leben damals war.

Alles hat seine Vor- und Nachteile: Das Leben war sicherlich viel härter als heutzutage, die gesundheitliche Versorgung viel schlechter, die Verbindung von Punkt A nach B zu kommen, viel schwieriger - aber man kann sich auch vorstellen, das die meisten Menschen damals zufriedener waren als heutzutage.

 

Wir verlassen Fankel und es geht auf den Rückweg, diesmal unterhalb des Waldes mit mehr Blick auf die Mosel. Bei km 10,5 kommen wir an eine Metalltür und es wird darauf hingewiesen, dass man auf diesen Weg vorsichtig sein muss. Naja, denken wir - schwieriger als durch den Wald von morgens kann es nicht sein. Nach ein paar Metern werden wir des besseren belehrt. Der Weg ist sehr schmal, geht rechts zur Mosel steil bergab und zudem gibst hier sofort einen Erdrutsch, der mit Flatterband abgegrenzt ist. Die Stöcker sind nun wieder oft unsere Hilfe.

 

Trotzdem ist auch dieser Weg ein Highlight und ein "absoluter Muss"! Wenn das Wetter mitspielen würde, hätte man hier viele "Postkarten-Motive" zum fotografieren. Wir sind richtig "geflasht"! 

Noch kurz vor Beilstein sind wir oben in den Weinbergen, bevor es dann steil bergab geht. Wir sind auf 12,4 km gekommen! Eine tolle Wanderroute, die man jedem nur empfehlen kann. Wer diese mal ähnlich abwandern will, sei gesagt: Habt ein wenig Fantasie - viele Wege führen nach Bruttig-Fankel :-) Die Beschilderung ist nicht immer die Beste. Habt ein wenig Mut auf manchen Pfaden, aber für die meisten Wanderer zu schaffen. An gewissen Stellen ist ein ein wenig Schwindelfreiheit wichtig, Ihr werdet es jedoch nicht bereuen. Schaut Euch gerne die Bilder an! Denkt aber daran, Bilder zeigen es oft nicht so wie es wirklich ist. Ein steiler An- oder Abstieg, der vielleicht sehr rutschig ist, ist manchmal auf Bildern wie ein gerader Weg zu sehen.

 

Fr

29

Mär

2024

Wanderung Zell-Merl --> Lönshöhe --> Collis-Turm

Die erste Wanderung an unseren verlängerten Oster-Wochenende an der Mosel stand an. Wörtlich genommen, fiel sie ins Wasser. Regen über Regen am Morgen, schönes Wanderwetter sieht anders aus. Wir stiegen im Bus in Richtung Zell-Merl zunächst bei leichtem Nieselregen. Ein paar hundert Meter durch den kleinen Vorort Merl, danach ging es in die Weinberge. Immer leicht ansteigend hatte man schon einen schönen Ausblick auf Zell. Wir hielten uns an die Beschilderung "C" bzw. Collis-Turm. Dies sollte mehr oder weniger auch das Endziel dieser Wanderung sein. Dafür das dies hier ein absolutes Wandergebiet war, war die Beschilderung trotzdem sehr dürftig.
Das Wetter wusste es nicht was es wollte. Sah es zunächst aus, als ob es besser änderte es sich von Minute zu Minute. An einer Kapelle links am Wegesrand wechselten wir Regenhose und Regenjacke. Anzunehmen das Wetter wäre nun besser war fatal. Wir wanderten weiter, waren ein wenig irritiert über die Beschilderung und staunten, dass wir uns immer mehr von Zell entfernten. Irgendwann kamen an einem Punkt mit 3 Abzweigen: Kein Schild, kein Hinweis wie der Weg in Richtung Collis-Turm oder besagter Lönshöhe ist. Wir gingen zunächst ein paar gerade aus um zu sehen wie die Wegführung ist, kehrten aber sofort um, denn sie führte uns noch weiter entfernt. Leicht mittig schien auch nicht richtig zu sein. Also entschieden wir uns schräg rechts abwärts zu gehen. Irgendwo müssten wir ja laut Plan eine Straße überqueren und auf den beiden erstgenannten war dies nicht zu erwarten. Nach ein paar hundert kamen wir wirklich an besagter Straße, war wie weit waren wir vom Hauptziel entfernt.

Es fing so langsam an zu schütten. Normaler Regen war das nicht mehr. So heftig, dass wir am Straßenrand ohne Regenschutz, wieder unsere Regenhose aus den Rucksack kramen mussten und diese im Starkregen wieder überzogen. Mittlerweile war alles pitschenass, trotzdem dachten wir nicht an Abbruch, sondern eher an eine Regenpause.

In einer offenliegenden Lagerhalle wollten wir uns kurzzeitg unterstellen und einfach Mittagspause machen. Der Regen hörte nicht auf und die Pause wurde immer länger. Mittlerweile waren 50 Minuten Dauerregen hinter uns, irgendwann mussten wir uns entscheiden, weiter oder noch warten. Es war nun zwar nur noch leicht am regnen, aber angenehm war das alles nicht mehr. Wir gingen die Straße ein paar hundert Meter herunter und plötzlich erblickten wir ein erstes Wanderschild mit Hinweis auf die Lönshöhe und den Collis-Turm. Wir waren wahrhaftig zu weit gegangen auf der anderen Waldseite. Da wir alles zuvor genau kontrollierten, war entweder ein Schild entfernt oder gedreht worden.

Jetzt kam der Trotz auf und wir ließen uns diese Wanderung nicht vermiesen. Der Regen fing wieder mehr an, aber wir waren fest entschlossen, diese Wanderung ziehen wir durch. Durch den tiefen Matsch ging es hoch, teilweise richtig steil bis wir die Lönshöhe erreichten. Yippie !! Etappenziel erreicht. Lönshöhe ist eigentlich ein schöner Aussichtspunkt, aber bei diesem Usel-Wetter, war nicht wirklich etwas von einem schönen Ausblick zu sehen.

 

Nächstes Ziel war nun der Collis-Turm. Aus dem Internet hatten wir zwar ein paar Infos darüber, konnten uns davon aber nichts direktes vorstellen außer einem Aussichtsturm. Von der Straße bis zur Lönshöhe hatten wir einige Höhenmeter erreicht. Nunmehr ging es zwar immer noch leicht aufwärts, aber nicht mehr so steil wie zuvor.

Bei ca. km 8,2 erreichten wir den Collis-Turm und waren richtig geflasht. Das war wirklich ein kleiner Wander-Event-Point. Die Einkehrstation war zwar zu dieser Jahreszeit geschlossen, aber trotzdem hatte dieser Turm etwas besonderes. Nicht nur das dieser Turm, 1906 aus rotem Backstein gebaut, klasse aussah. 8 m hoch und trägt auf dem Dach eine Wetterfahne. Hier war die Aussicht auf Zell und Umgebung trotz trüben Wetters einmalig. Im Turm lagen riesige Mikado-Stäbe, die Angelika einluden ein kleines Spielchen zu wagen :-) .

 

An einem kleinen Torbogen war in der Mitte eine Glocke angebracht. Sicherlich als Zeichen, dass man den Anstieg hier hin geschafft hat. Nun gab es die Möglichkeit entweder über den längeren Waldweg hinunter nach Zell zu wandern oder den Steilpfad. Auf einen Schild wird darauf hingewiesen, das hier Vorsicht geboten ist und dies mehr für geübte Wanderer ist. Man konnte sich nichts drunter vorstellen, aber das Schild bestätigte es, was auf uns zu kam. Nasse Steine, steil und dann noch bergab, musste man höllisch aufpassen. Wir benutzten wieder unsere Stöcker um ein wenig Sicherheit zu haben. Das gelang auch von Meter zu Meter. Unterschätzen sollte man diesen Pfad auf keinen Fall. Schon recht nicht bei Regenwetter. Für ganz geübte gibt es auch die Kletterpassage, was sicherlich auch aufwärts sicherlich einfacher ist, als abwärts. An Klettern haben wir jedoch nicht gedacht. Zum einen waren wir zu bepackt, zum anderen hatten wir zuviel Respekt vor dieser Passage. Man muss jedoch nicht klettern, man kann diese Teilstücke auch umgehen.

Wir nunmehr auf einen breiteren Waldweg an, doch schon stand uns der nächste Steilpfad vor Augen. Nochmal wollten wir das eigentlich nicht, doch ein kurzer Blick in der Umgebung deutete sonst einen größeren Umweg. Also aufgepasst und los. Auch hier ist wieder Vorsicht geboten. Mit Laufschuhe oder Sneakers sollten man den Steilpfad nicht anwählen, Wanderschuhe sind echt empfehlenswert. Entweder war es nun ein wenig Routine auf Grund des vorherigen Teilstück oder dieser Abschnitt war leicht einfacher. Wir kamen besser und flotter durch. Das war schon heftig und ein wenig stolz durften wir auf uns schon sein. Für ganz geübte Wanderer oder Kletterer ist es sicherlich nichts besonderes, aber für uns war das schon ein Highlight. "Ja, ich würde diesen Weg nochmal wählen" - aber dann bei besseren Wetter. Unten angekommen fragten uns bei paar Jugendliche, ob der Weg schwierig ist. Wir deuteten auf ihre Klamotten (Sneakers und helle normale Hose) und zeigten auf unsere mit Matsch versauten Klamotten und Wanderschuhe.

Für uns ging es nun weiter abwärts auf asphaltierten Wegen in Richtung Zell. Der Regen wurde wieder mehr. In den urigen Gassen suchten wir Unterschlupf um uns irgendwo mit ein Stück Kuchen und Kaffee zu belohnen. Doch so eingesaut wie wir waren, wollten wir nicht unbedingt einkehren. Aber auch die Cafes waren schon an diesen frühen Nachmittag überfüllt. Am Ende der Hauptgasse entdeckten wir ein Eiscafe. Also hieß es erstmal wieder Kleidung wechseln, das wäre doch ein wenig peinlich so dort rein zu gehen.

Der Kuchen schmeckte, die Waffel auch, der Kaffee war klasse - der Preis dafür aber grenzwertig. Dafür hätten wir gestern im Cochem in einer nobleren Konditorei ein großartiges Stück Torte auch bekommen. Aber sei`s drum!

Nun war der Plan eigentlich in Richtung Bullay an der Mosel entlang weiter zu wandern. Aber der Regen wurde so heftig, das wir regelrecht in den nächsten Bus "sprangen", der gerade in diesen Moment in Merl an der Haltestelle stand.

In Bullay angekommen änderte sich am Regenwetter nicht viel und wir entschieden uns in einen Döner-Restaurant was zu bestellen. Einfach klasse - sehr lecker und zudem gab es dort einen sehr leckeren Wein (Bullayer Brautrock). So lecker, dass wir uns ein paar Tage später ein paar Flaschen von diesem Wein aus der gegenüber liegenden Weinkellerei besorgten.

Wir haben an diesem Tag dem Wetter getrotzt und hatten eine tolle Wanderungen mit einigen Erlebnissen.

Do

18

Mai

2023

Grenzpfade im Moor...oder "Im Land der E-Biker"

Eine spontane Wanderung führt uns wieder mal an die holländische Grenze. Aus dem Buch "Wanderungen für die Seele", haben wir uns eine rund 10 km-Route ausgesucht, die auf Grund meiner Gürtelrosen-Erkrankung in der letzten Woche nicht zu anstrengend ist, aber wie das Buch schon sagt "...für die Seele". Wir fahren mit dem Auto zunächst in Richtung Ahaus / Alstätte über die B 70 vorbei an Vreden. Den Weg kennen wir bereits von unserer Wanderung im "Haaksberger Veen". Start und Ziel ist der Wanderparkplatz an der Haarmühle. Als wir angekommen sind wir echt überrascht. Es ist morgens und die Parkplätze sind schon gut gefüllt. Auch der Bereich um den Biergarten ist umsäht mit E-Bikern. Diese werden uns noch irgendwann auf diese Tour, insbesondere gegen Ende, noch nerven. Hier an der Haarmühle ist es einfach traumhaft schön.Da kann man die Leute verstehen, dass sie hier gerne "einkehren". Eine tolle Atmosphäre. Die Mühle, welche in Betrieb ist, kann man von Innen besichtigen. Ein Stand mit selbstgebackene Brote sowie selbstgemachte Marmeladen laden einen ein. Wir holen uns auch sofort ein Brot und verstauen es im Auto. Wir machen einen kleinen Rundgang um die Haarmühle und entdecken eine kleine Pferde-Weide. Neugierig kommt der Hengst zu uns angelaufen und ist neugierig......Neugierig nicht auf uns, sondern auf das lecker duftende Brot. Nix da ! Ist alles unser :-) Am Ende der Pferdekoppel entdecken wir ein Storchennest, woe die kleinen Jungen gerade gefüttert werden. Einfach schön! Hier kann man schon eine gewisse Zeit verweilen, aber so langsam wollen wir los. Wir folgen zunächst die "blaue Wegmarkierung", überqueren die Ahauser Aa und kommen nach 400 m zu einer T-Kreuzung. Links sieht man den andeutungsweise nachgebauten Galgen am Galgenbülten. Im Mittelalter wurden genau an dieser Stelle Straffällige gehängt. Die Lage zur nahegelegenden Grenze hatte seinen Grund, denn die erhängten Sträflinge sollten für Durchreisende als Abschreckung gelten. Die blaue Markierung führt eigentlich entgegengesetzt der Buchbeschreibung, wo von einem Wirtschaftsweg auf der rechten Seite von gesprochen wird. Zumal der linke Weg ein Schotterweg ist und kein Wirtschaftsweg. Also folgen wir dem "Buch", was letztlich auch richtig ist. Auf den asphaltierten Wegen ist es angenehm zu wandern, zumal zunächst auch keiner diese Strecke wandert oder mit seinem "E-Moped" abfährt. Es ist ein schöner Abschnitt, aber nicht so toll wie der Anfang. Erst ab dem kommenden Aussichtspunkt wird es nahezu bis zum Ende einfach traumhaft schön. Auf dem Weg dorthin viele blühende Büsche, wo das eine oder andere Foto geschossen wird. An der Aussichtsplattform haben einen schönen Ausblick über das Witte Venn. An einem kleinen Tümpel sieht man die verschiedensten Vögel von der Schnepfe, den Austernfischer, den Fischreiher bis hin zu Kiebietze. Ein tolles Schauspiel sie zu beobachten. In Ferne sehen wir die Hochland-Rinder, die gemütlich auf der Weide liegen und sich nicht stressen lassen. Mittlerweile kreuzen uns immer E-Biker, teilweise klingelnd in einen Wahnsinns-Tempo. Ist das Strecke machen ? Sightseeing an diesem schönen Fleck kann es auf jeden Fall nicht sein. Teilweise rücksichtslos in Dreier- oder Viererreihen und es werden immer mehr. Als wir nun auf einen kleinen Pfad sind, nun auf holländischer Seite, wird es recht eng und man muss auf die E-Mopeds aufpassen.

 

Das erste beschriebene Wildgatter kommt. Wir öffnen es und stellen fest - Wir öffnen es eigentlich für die ganze Masse E-Biker, die gerade vor und hinter uns ankommen. Dankend nehmen sie die "Türhalter" entgegen. Nichtsdestotrotz ist es auch ein schöner Abschnitt. Die Strecke ist nun mit der am Anfang erwähnten blauen Markierung versehen. Wir biegen nach dem erwähnten Wildgatter am nächsten Abzweig rechts ab und genießen die schöne weite Heidelandschaft. Am nächsten Wildgatter geht ebenfalls "die Post" ab. Die E-Biker sind nun scheinbar alle auf ihre Rallye unterwegs. Selbst als wir nun links abbiegen auf einen "schmalen" Pfad in Richtung dichten Rhododendrongebüsche, der für Radfahrer eigentlich verboten ist, kennt die eine oder andere Gruppe nichts dagegen und fährt dort durch - sogar mit Anhänger. Sorry, dafür habe ich kein Verständnis. Auch wenn es ärgerlich ist, lassen wir uns nicht die Stimmung vermiesen und genießen den Rhododendronwald, der an manchen Stellen schon am blühen ist. Wahnsinn - das muss man erlebt haben. Ein echtes Highlight ! Man kann es erahnen, wie es aussieht, wenn alles hier blüht. Der Textilfabrikant van Heek hatte sie als Besitzer der Flächen Ende des 19. Jahrhunderts für seine gartenarchtitektonischen Ideen pflanzen lassen. Geschlängelt geht es diesen schmalen Pfad weiter - atemberaubend. Wir kommen auf einem breiten Weg an und kreuzen die "ärmelosen Westen tragenden E-Biker" von rechts und links. Manche müssen wir regelrecht ausweichen. Wir kommen wieder an einem Rinter-Gatter an. Von Rindern ist hier aber leider nichts zu sehen, die haben scheinbar keine Lust auf die Gesellschaft dieser vielen Leute. Wir biegen rechts ab, gehen links einen kleinen Pfad entlang, damit wir nicht überfahren werden und machen eine Rast an eine Seenlandschaft. Übrig gebliebene Waffeln sind unsere Verpflegung als wir auf einem Holzstamm sitzen und dabei den Kaffee aus unserer Thermosflasche trinken. Richtig idyllisch hier das Frosch-Gequake zuzulauschen. Wir verlassen nun das letzte Rindergatter und der blau markierte Weg führt uns in einem Bogen zum "Het Markslag", ein typischer Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert, der ebenfalls von dem Textilfabrikanten van Heek gekauft wurde. Das "Bakhuis" und die "Heerenkammer" wurden nach historischen Vorgaben restauriert. Man soll hier auch für Natururlaube übernachten können, im Eingang sehen wir zwei gemütliche Liegen. Aber Ausruhen gibt es nicht für uns. Es sind noch einige Meter zu absolvieren. Die Markierung führt uns wieder über einen schmalen Pfad in einem Wald, leicht rauf und runter. Man meint, es wäre hier richtig profiliert, wenn man nach rechts schaut.....ist es wohl auch. Der weg führt uns zu einer Lichtung mit Heidebewuchs. Gelber Ginster ist auf der rechten Seite am blühen ohne Ende. Zu einer anderen Jahreszeit ist sicherlich die blühende Heide ein Highligt. Wir überqueren die Ahauser Aaa und überschreiten die Landesgrenze in Richtung Haarmühle. Es ist brechend voll hier! Da es fürs Abendessen noch zu früh, für Kuchen zu spät ist, verweilen wir noch einige Minuten am Gewässer der Haarmühle bevor es für uns nach Hause geht.

Eine tolle Wanderung, die mit ein paar weniger "E-Bike-Helmis" noch schöner gewesen wäre. Aber das lag sicher an dem Feiertag, wo alle "einkehren" wollten...

Mo

10

Apr

2023

Entlang am Püngelsbach

Am letzten Tag des Monschau- Oster-Wochenende geht es noch einmal, nachdem wir die Ferienwohnung geräumt haben, in Richtung Einruhr. Wanderweg Nr. 75 lautet die Route über rund 15 km, südlich in Richtung Hammer. Es geht zunächst zügig knackig bergauf und schon hier erreichen einige Höhenmeter. Zunächst nehmen wir an, als wir von oben in das Tal blicken unterhalb wäre der Püngelsbach, aber wie wir im Laufe der Route feststellen, ist dies die Rur. Auf dem Püngelsbach werden wir erst auf den Rückweg stoßen. Oben angekommen hat man am Eifelblick einen traumhaft schönen Ausblick auf Einruhr.Die Rurbrücke, die man im Vordergrund erkennen kann, wurde im 19. Jahrhundert erbaut und war die erste
Steinbrücke, die über die Rur führte. Es geht auf gut befestigten Waldwegen weiter in den Wald, manchmal ein wenig matschig, aber gut zu gehen. Die Ausschilderung ist klasse! Durch den Wald ist es nett, aber nicht so seheneswert wie der Anfang war. Wir kommen auf einen asphaltierten Weg und verlassen zunächst den Wald, bevor es geschlängelt wieder durch einen Pfad steil bergab geht. Langsam hört man das geplätscher des Püngelsbach. Die Ausschilderung warnt hier zügig durch zu gehen, da die Bäume durch Borkenkäferbefall und Stürme sehr angeschlagen und somit gefährlich sind. Unten am Püngelsbach angekommen beginnt wieder ein schönerer Abschnitt dieser Wanderung. Von verschiedenen Stellen sieht man die verschiedensten Bachzuläufe zum Püngelsbach. Nach zirka einem Kilometer überquert man an einer Holzbrücke den Bach und wandert aufwärts über einem Pfad, umgebenen von umgefallenen Bäumen. Es geht nun immer mal bergab und bergauf, immer mit Sichweite auf Erkensruhr. Irgendwann erreichen wir die Waldkapelle. Seit den 1980er Jahren kommen die
Menschen in die Waldkapelle oberhalb, um zur heiligen Maria zu beten. Das Marienbild befindet sich in einem Baumstamm. Wunderschön um einige Momente zu verweilen oder auch mal eine Kerzen zu zünden. Zahlreiche Danktafeln aus Holz, Rosenkränze und brennende Kerzen im Inneren der Kapelle zeugen von der religiösen Einkehr. Seitlich von der Kapelle ist wieder ein kleiner Bachlauf. Es geht nun auf die letzten Kilometer Richtung Einruhr. Zunächst aus dem Wald heraus, entlang einer Wiese, direkt wieder aufwärts. Die Strecke ist abwechslungsreich und auf jeden Fall empfehlenswert. Eine gewisse Kondition sollte vorhanden sein, nicht nur wegen den 15,3 km sondern auch wegen den kleinen Auf- und Abwärtspassagen. Aber eigentlich für jeden zu bewältigen. Wir nähern uns Einruhr, kommen aber diesmal oberhalb der Bundesstraße, welche in Richtung Euskirchen führt. Wir sind nun ein wenig k.o.! Laufen und zudem 4 Wanderrungen über ein verlängertes Wochenende haben ein Müde gemacht. Es geht nun wieder in Richtung "nach Hause". Ein wunderschönes Oster-Wochenende, worüber wir sicherlich noch lange sprechen werden. Genießt nun die schönen Bilder und vielleicht macht es Euch Lust, diese Wanderung auch selbst einmal zu absolvieren.

So

09

Apr

2023

Rund um Imgenbroich

Für Ostersonntag hatten wir ein Tisch in der Gaststätte "Zum Haller" in Monschau reserviert. Also war für diesen Tag keine große Tour geplant. Die kleinste Tour war letztlich die Schönste im verlängerten Oster-Wochenende.
Nicht weit von unserer Ferienwohnung entfernt liegt Imgenbroich. Lediglich 4 km entfernt von Müzenich ging unsere Tour "Rund um Imgenbroich" am späten Morgen los. Wir starteten am Kirchplatz im Zentrum von Imgenbroich und folgten dem Wanderung "42". Man muss sagen: Dieser war sehr gut ausgezeichnet. Es ging zunächst die Hauptstraße herunter bevor man links in eine Siedlung mit vielen Fachwerkhäusern bog. Nach ein paar hundert Metern ist man schon aus dem Ort und erblickt eine sehr schöne Hecken- und Weidelandschaft. Heute spielte das Wetter mit, auch wenn es sehr frisch war. Es ging leicht ansteigend in einem Wald, unten hörte man einen Bachlauf: Eine wirklich schöne Atmosphäre. Nun stießen wir auf dem "Eifelblick", ein schöner Ort für eine Zwischenstation bevor es weiter auf gut befestigten Wegen durch den Wald in Richtung Menzerath geht. Unten sieht man nun steil abwärts die Rur fließen, würde man sich an den Fluss halten, würde man in Monschau rauskommen. Hier kommen wir nun an einem Punkt im Wald, wo wir uns mit der Beschilderung nicht ganz sicher sind, aber es passt doch. Es geht auf einen schmalen, zunächst unbeschilderten, Pfad steil nach oben. Wir nähern uns Menzerath, an den Seiten des Weges sind die typischen Hecken für diese Region. Teilweise mit kuriosen Abholzungen von Bäumen, wo man die Fantasie spielen lässt, was es darstellen könnte. In Menzerath angekommen schauen wir uns laut Wanderkarte einen alten Friedhof an. Er ist nicht gross, aber sehr interessant auf Grund seiner alten Grabsteinplatten. Zwischen 1678 bis 1862 wurden dort neben Geistlichen der evangelischen Kirchengemeinde zahlreiche Angehörige der Monschauer und Imgenbroicher Tuchmacherfamilien beigesetzt. Es geht weiter, doch leider fehlt hier eine Beschilderung. Wir gehen weiter gerade aus und stellen fest, es kommt keine weiteren Hinweisschilder. Wir müssen in die falsche Richtung sein. Wir gehen zurück, schauen uns die letzte an und blicken auf die Karte. Laut Karte hätten wir rechts ab gemusst ohne das dort überhaupt ein Schild ist. Erst nach ca. 200 m unten erscheint der Wegweiser "42". Da fehlte was und wir konnten froh sein, dass wir die Karte dabei hatten. Wir überqueren 2 Hauptstraßen und gehen entlang der Jugendherberge Hargard. Nicht viel weiter kommen wir zur Höckerlinie", des insgesamt 630 Kilometer langen „Westwalles“, zu dem auch der Bunker gehörte. Der Wanderweg führt ca. 500 Meter über den Rand des Fundaments. Im Lauf der Zeit sind innerhalb der betonumfassten Flächen kleine Biotope entstanden. Es gibt nur wenige Stellen in der Umgebung Imgenbroichs, die einen so großartigen Blick gen Westen bieten. Hier machen wir unsere letzte Rast und genießen diesen tollen Ausblick in Richtung Steling oberhalb von Mützenich und sogar den Berg auf Höhe Kalterherberg kann man erblicken. Ein richtiges Highlight auf dieser Tour. Nach unserer Pause umrunden wir diesen Wegesabschnitt und gehen wieder durch das Dorfzentrum von Imgenbroich. Da wir noch ein wenig Zeit haben, hängen wir noch einen ersten Abschnitt des Wanderweges "32" als Pendelkurs mit dran. Und das lohnt sich wirklich: Oberhalb der Kirche, wo wir parken, biegen wir sofort rechts ab (kommend von Monschau) und gehen die Heckenlandschaft entlang absteigend, bevor wir auf einen schmalen, teils matschigen Trail gelangen. Ein kleiner Wasserlauf führt zu einem Bach. Hier wurde der Wald kräftig gerodet und man konnte erahnen, dass es gar nicht so langer Zeit hier noch faszinierender aussah. Wir gelangen zum Belgenbach, verweilen hier an einer Brücke und einer kleinen Wanderhütte. Diese Route, auch wenn sie teilweise auf die nun bereits bekannte Strecke "42" führt, ist sicherlich eine Wanderung wert.Wir machen Kehrtwende und beenden unsere Tour direkt an der Kirche in Imgenbroich. Eine tolle empfehlenswerte Wanderung.

Sa

08

Apr

2023

Wanderung Einruhr in Richtung Rurseezentrum und Uftalsperre

Am Samstag vor Ostern ging es nach Einruhr. Ein kleiner Ort an der Rurtalsperre, Obesee. Das Wetter war an diesem Tag, zumindest auf der 1. Streckenhälfte ganz annehmbar. Den Wagen parkten wir oberhalb von Einruhr auf einen Wagenparkplatz und gingen von dort auf dem Weg entlang des Obersses. Wunderschön ganz nah am Wasser. Im Internet war die Strecke ausgezeichnet mit super markiert. Gut man konnte sich meist nicht verlaufen, aber von guter Markierung war nichts zu sehen. Die ersten Kilometer bis Rurberg war nicht ein Wanderschild dieser Route. Die ersten Kilometer waren einfach Erholung pur. Ein paar Sonnenstrahlen und eine traumhafte Atmosphäre. Die Strecke war gut zu wandern. Es gab zunächst kaum matschige Abschnitte. Ohne nennenswerten Anstiege kamen wir ja ca. 4 1/2 Kilometer in Rurberg an. Da die Strecke somit gesamt nicht so viele Kilometer hatte, hingen wir noch ein Stückchen des Weges in Richtung Uftalsperre ran. Nicht so schön wie der erste Abschnitt aber trotzdem sehr schön. Nach ein paar Kilometer machten wir Kehrtwende um in Rurberg den Einstieg in den Wanderweg Nr. 6 zu finden. Von der anderen Seite kommend sahen wir, wie wir aber zurück durch die Felder gehen mussten, konnten wir zunächst nur erahnen. Sah man am Anfang noch eine Markierung beim knackigen Aufstieg bis zu einer Hauptstraße, musste man schon ein wenig Fantasie mitbringen, wie es weitergeht. Gut das wir eine Karte dabei hatten, so konnten wir dort sehen, das wir die Straße schräg rechts überqueren müssten und dann links verdeckt ein Waldweg kommt. Ohne Karte hätte man auch hier suchen müssen. Mittlerweile haben wir ja einiges an Wandererfahrung und deshalb wundert uns eigentlich gar nichts mehr. Es ging nun durch den Wald - Markierungen waren nur selten zu sehen - nicht so schön wie die erste Streckenhälfte, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Es ging weiter bergauf, diesmal auch mit einigen matschigen Passagen. Aus dem Wald herausgekommen ging es über eine Weidelandschaft mit einem traumhaften Blick. Wir überqueren eine Hauptstraße und gehen über einen Feldweg. Es geht nun links oder geradeaus. Von weitem erblickt einen Fluss der geschlängelt durch das Tal geht und einen Ort. Auf jeden Fall keinen Ort, den wir zuvor mit dem Auto durchfahren sind. Wie wir später in der Fewo auf der Karte sehen, wäre dies Dedenborn gewesen. Wir wissen zunächst nicht woher! Ein kleine Wandergruppe, die Rast macht, gibt uns den Tipp: Links ! Von da sind sie aus Einruhr gekommen. Gut das sie uns das sagen, denn wir beide waren zwiegesplasten. Wir wären sonst weitab in Dedenborn gelandet. Wir kommen erneut über eine Straßenüberquerung, die scheinbar in Serpentinen nach Einruhr führt. Ein Schild für die Autofahrer zeigt uns, dass wir zumindest auf den Weg in Richtung Einruhr sind, denn der Waldweg, den wir nun gehen, ist ebenfalls nicht ausgeschildert. Durch den Wald hören wir die Motorengeräusche. Einige Motorradfahrer nutzen diese Strecke um ein wenig "doof zu spielen". Eine Lichtung bietet uns einen imposanten Ausblick über den Obersee und Einruhr. Einfach wunderschön! Hier machen wir unsere letzte Rast bevor es weiter nach Einruhr geht. Als wir in der Nähe der Pleushütte sind, erreichen wir wieder den tiefsten Punkt der Wanderung. Ein neuer kleiner Eventpoint zeigt uns die Geschichte rund um Einruhr und der Pleushütte. Für uns ist die Wanderung aber noch nicht zu Ende, denn ein wenig möchten wir noch von dem kleinen Ort sehen. Die kleine Promenade am Wasser entlang und zum Heilsteinbrunnen mit dem dazugehören Heilsteinhaus. Auch wenn die Ausschilderung der Wanderroute im Grund keine Ausschilderung war, so war es doch eine tolle Tour mit wunderschönen Ausblicken, die man jeden nur empfehlen kann.

Fr

07

Apr

2023

Rursee-Höhenweg 42 - plant mal mehr Kilometer ein

Wanderer müssen manchmal viel Fantasie haben! Schon recht wenn sie sich an eine Streckenmarkierung richten, die ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr passt und es eher einer "Schnitzeljagd" ähnelt. Gestartet sind wir an einem Wanderparkplatz kurz vor Rurberg, auf Höhe der russischen Kriegsgräberstrecke. Das Wetter - sehr bescheiden, aber hauptsache erstmal kein Regen. Die Nr. 42 war schnell gefunden und führte uns auf der linken Straßenseite geradeaus. Zirka nach 1 km wunderten wir uns schon das keine weitere Markierung kam, umgedreht zeigte uns der Weg, wenn man entgegengesetzt gestartet wäre einen ganz anderen Weg über die Felder. Also hieß es dort erstmal wieder zurück und schon entdeckten wir den Fehler: Es fehlte eindeutig eine Wandermarkierung 42, die uns den Weg rechts über die Straße zeigte, denn auf dem Feld war diese gekennzeichnet. Wer schaut schon rechts auf irgendein Feld, wenn zuvor die Kennzeichnung geradeaus führt ? Einmal zurück wechselten wir einfach die Richtung um nicht eventuell die nächste Überraschung zu erleben. Es ging über einen schönen Pfad über die Felder in einem Wald herein. Auch wieder eine nummerische Markierung, mit Eding noch übermalt, wo man erahnen konnte was gemeint ist. Diesmal machten wir keinen Fehler und folgten unseren Instinkt. Es ging sehr gut abwärts auf Wegen, die gut begehbar waren. Immer wieder einen schönen Blick durch die Bäume auf den Rursee, vorbei an den Heinrich-Geis-Stollen. Der 3,7 km lange unterirdische Stollen verbindet den Obersee mit der Kalltalsperre.Das Wasser aus dem Obersee wird zur Trinkwasseraufbereitung zunächst in die Kalltalsperre und danach durch den Kall
talstollen in die Dreilägerbachtalsperre gepumpt. Dank des zusätzlichen Wassers aus dem Obersee kann der gesamte Aachener Raum mit Trinkwasser versorgt werden, so die Info des Wanderführers. Weiter abwärts überqueren wir einen kleinen Bachlauf kurz vor einer Straße bei Rurberg. Hier wurde es ein wenig matschig, aber in Wanderschuhen kein Problem. Den Wald hatten wir nun verlassen und gingen Richtung Rursee-Zentrum. Eine schöne Anlage mit Naturschwimmbecken, Spielplätzen und einer Staumauer-Promenade.

 

Hier machen wir eine erste Pause und setzen uns auf einer Bank und genießen den Ausblick. Ein bisschen besseres Wetter und es wäre ein Traum. Erst seit 1955 wird Rurberg ohne „h“ geschrieben. Zu dem Zeitpunkt entschied der Gemeinderat den Namen an dem See anzupassen. Es geht weiter unterhalb von Rurberg auf dem Wanderweg 44. Wir gönnen uns ein Eis zwischendurch und nachdem am Wasser entlang gegangen sind, geht es hoch ins Dorf mit seinen schönen Fachwerkhäusern.  Rechts hoch an der St. Barbara-Pfarrkirche geht es nun zügig hoch über die Felder und Wiesen in den Wald. Hier machen wir gut Höhenmeter und haben einen schönen Ausblick in das Tal. An manchen Stellen muss man hier auch die Beschilderung wieder suchen, vor allen Dingen wenn man der Hauptstraße ankommt. Diese wird überquert und gehen in Richtung Weidenbacher Mühle leicht ansteigend. Wanderer sind uns bisher kaum welche entgegen gekommen. Bei vielen ist der Satz „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ scheinbar nur „Bla-Bla“.

 

Wir erreichen das nächste Ziel, die Weidenbacher Mühle. Diese soll aus dem Jahr 1807 stammen. Direkt ansehen können wir sie uns nicht, da sie in Privatbesitz ist. Nun zeigt uns die Wegmarkierung 44 einen Pfeil leicht rechts. Da wir zunächst keinen anderen Weg erblicken, meinen wir es, es geht leicht rechts weiter.....wo denn auch sonst.....Komischerweise erscheinen alle paar Meter Markierung der Wanderstrecke "33", aber keine "44"....Wir gehen trotzdem noch weiter. Nach knapp einen Kilometer und weiteren 33er Schilder sind wir doch stutzig. "Das kann nicht sein"....Aus dem Dickich hatten wir von oberhalb zwar einen schmalen bewachsten Single-Trail gesehen, wo zwei Wanderer heraus kamen, aber nichts bei gedacht, denn eine Markierung an dieser Stelle nach obenführend hatten wir nicht entdeckt. Es kann nur dort her sein, sind wir uns einig. Wir gehen also zurück und haben so erneut fast 2 km mehr auf unseren "Tacho". Angekommen an dieser Stelle gehen wir diesen steilen Abschnitt hoch und trotzdem erscheint weiterhin nur die Wegmarkierung "33" und das zigmal.....Erst als wir ganz oben sind folgt ein Schild "44". Das geht gar nicht....Worin liegt das Problem, gerade bei so einen undurchsichtigen Abschnitt auch zu markieren? Oben angekommen wurden wir doch entschädigt: Es bot uns eine wunderschöner Ausblick über die Felder und den geschlängelten Rursee. Traumhaft schön! Bei besseren Wetter würde es einen schwer fallen weiter zu gehen.

Wir gingen weiter über die Felder in Richtung Steckenborn und der Höhepunkt im negativen Sinne sollte noch kommen. Mitten auf einem Feld zeigte die Markierung 44 schräg gerade aus, mit viel Fantasie hätte man es auch links über den Acker sein können. Aber das hatte normalerweise nichts mit einem Weg zu tun. Also ging es weiter gerade aus, ein schöner Abschnitt, aber nach ca. 800 m kam die Markierung „16“ und „33“ rechts. Von 44 war keine Rede mehr…..mmmh, dann waren wir doch falsch und müssen über den Acker. Also zurück….Wieder angekommen und nochmal nachgeschaut und gedacht: Kann zwar nicht sein, war rechts geht gar nicht – da würden wir uns noch weiter entfernen. Zumal der Pfeil auf keinen Fall in dieser Richtung anzeigt. So wanderten wir über den Acker, kamen an einer Wegquerung und siehe da: Es kam wieder eine Markierung „16“ und „33“ rechts, der uns auf gerade das zurückgelaufene Stück führt…..Was soll der Mist ? dachten wir, wo geht’s nun wirklich her und im Kreis gelaufen waren wir nun auch. Egal, uns war klar, das wir diesen Weg nun gehen und irgendwann mal links abbiegen wenn möglich, denn müsste an einer Straße unser Wagen stehen. Kilometer und Kilometer vergingen und jedes Mal kam diese Wandernummern, die nicht unser Weg waren und nicht die „magische 44“. Irgendwann in Höhe der Ortschaft Strauch kam wie aus dem nichts eine 44 mit links abbiegen. Wir wissen bis heute nicht wie der Weg zuvor nun ging, waren aber zumindest glücklich wieder auf dem Pfad zu sein. Aber nicht von langer Dauer. Nach einer kleinen Rast, wo wir unsere restlichen Leckereien verspeisten, war die 44 wieder verschwunden. Da wir nun bald alles an Nummern durch hatten, kam nun die 55 hinzu. Es ging in Richtung Kesternich und an einer Einbiegung, wo es nach rechts oder links ging, war natürlich wieder keine Beschilderung. Wir wählten links, obwohl dort nur die 55 entlang ging. Irgendwann tauchte in einer Einfahrt, zusätzlich von einem Lkw versperrt, aus dem Nichts die 44 aus. An manchen Laternen hatten sogar einige Leute wohl versucht die Markierung abzuknibbeln. Um es jetzt in diesem Bericht abzukürzen: So ging es fast bis zum Auto weiter! Der 2. Abschnitt dieser Wanderung hatte somit die Stimmung getrübt. Derjenige, der diese Markierung angebracht, musste am Vortag einen über den Durst getrunken haben. Sorry, das geht gar nicht. Wir sind letztlich statt auf 14,2 km auf sage und schreibe 24 km gekommen.

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Mo

18

Apr

2022

Eichenwälder - mal so, mal so

Heute startete unsere Tour direkt in Monschau. Beginnend am Busparkplatz ging es erstmal steil bergauf oberhalb des romantischen Ortes. Ein schöner Ausblick über die Stadt, auf der Wanderroute 35. Komischerweise ging es erst zunächst wieder herunter und durch Monschau, ehe es Ortsausgang  entlang der Rur führte. Füllte sich die City von Monschau am frühen Mittag, so waren wir nun fast alleine unterwegs. Wir gehen über eine Brücke und wechseln auf die linke Seite der Rur (kommend von Monschau). Sehr schön ist es das Rauschen der Rur zu hören, welche mittlerweile unterhalb von uns liegt, denn wir wandern aufwärts. Wieder einmal eine schöne Strecke. Normalerweise war diese mit 7,7 km ausgeschrieben, sie wird aber letztlich viel länger. Auf der anderen Seite der Rur befindet sich ein Campingplatz. Es geht weiterhin durch die Eichenwälder bevor wir an einer Schutzhütte kommen. Hier sehen wir auch erstmalig die ausgeschilderte Marathon-Strecke, welche man auch erwandern kann. Wir machen hier eine kleine Rast und gehen über die Brücke der Rur und haben nun den Kluckbach an unserer Seite. Spontan entscheiden wir die Wanderroute zu erweitern und finden online die Wanderroute 27 "Rund um Rohren", die man gut einbauen kann, da man am Ursprungsort - in dem Fall die Sägemühle - zurück kommt. Es geht nun durch das Waldmuseum ständig bergauf. Das Waldmuseum zeigt in diesen Wäldern über 200 Exponate zum Thema Wasser, Wald und Wild. Auch hier die Marathon-Strecke her und wir sind echt erstaunt, mit diesen knackigen Anstiegen, das wir das damals gelaufen sind. Ein Schild weist uns den Weg links abgehend zu einem Aussichtspunkt, den wir natürlich nicht vergessen dürfen. Wir verlassen nun die Marathonstrecke und halten uns weiter an den Wanderweg 27. Es geht weiter ansteigend, in Winter ist hier alles in der Hand der Wintersportler. 4 Pisten und eine Waldabfahrt sorgen dann für das winterliche Vergnügen. Wintersport in NRW, das kann man sich eigentlich höchstens im Sauerland vorstellen. Aber hier scheint es ebenfalls zu sein. Wir hatten es gestern schon bei der Eupener Wanderung gesehen, dass es dort in der Nähe von Ternell sogar einen Skiverleih im Winter gibt. Nun erreichen wir den Bienen-Lehrstand, welcher an verschiedenen Schautafeln über die Imkerei informiert. Parallel von uns ist eine große Weidenlandschaft, welche im Winter die Schlittenpiste ist. Man hat einen imposanten Ausblick bis zum 660 m hohen Pannensterzkopf und nach Mützenich. So langsam erreichen wir Rohren, ein kleines Örtchen mit rund 550 Einwohnern. Hier ist noch die Zeit ein wenig stehengeblieben. Außer das hier viele Motorradfahrer aus den Niederlanden hier in einer holländischen Gaststätte treffen. Früher gab es in Rohren auch eine Sommerrodelbahn, die aber aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann eingestellt wurde. Wir halten uns an die Markierungsschilder und kommen zu einem richtigen Highlight:

Die Lourdes-Grotte am Waldrand, welche 1903 errichtet wurde. Die Verehrung der Muttergottes in Lourdes in Frankreich hatte damals eine Bewegung ausgelöst, diese an verschiedenen Orten nachzubauen. Das taten damals die Rohrener Einwohner. Beindruckung ist die ganze Anlage mit vielen blühenen Pflanzen aber auch die Grotte selbst, mit ihren vielen Sprüchen und Danksagen sowie den vielen brennenden Kerzen. Im inneren ist es richtig mystisch. Deshalb auch weil durch oberen Öffnungen, das Sonnenlicht hineinfällt. Es geht nun bergab und wir kommen an der Sägemühle wieder aus. Wanderroute 27 so nebenbei geschafft :-) . Kurze Wanderstrecke, aber das Profil war nicht ohne.

Und wieder einmal geht es wieder bergab. Weidelandschaft, die bei dem blauen Himmel wie Gemälde aussehen. Die Wege werden trotzdem immer matschiger, da von Hängen des Waldes immer mehr kleine Wasserfälle bzw. Bäche über den Wanderweg gehen. Auch diese Wanderung ist schon wieder ein Erlebnis. Wir nähern uns wieder Monschau, aber man meint es nicht, denn wir sind oberhalb in den Bergen und kriegen zunächst gar nichts vom Trubel im Ort mit. Weiterhin viele, auch wenn matschige Abschnitte, wo sogar Angelika hier sogar ihre Laufschuhe mit den mitgeführten Wanderschuhen wechseln muss. Endpunkt der Wanderung ist nun wieder der Hauptparklatz von Monschau, der bei diesem schönen Wetter überfüllt ist. Allgemein ist Monschau mit Touris aus allen Nationen überfüllt. Wanderung in dieser wunschönen Gegend ist scheinbar nicht deren Ding, eher das "Einkehren in Cafes und Eisdielen.". Jeder wie er mag, aber diese Leute wissen gar nicht was sie verpassen.

 

So

17

Apr

2022

Wandern in Ost-Belgien - Eupen Talsperre

Heute ging es nach Ost-Belgien. Unsere Wanderung war unterteilt in 2 Abschnitten. Zunächst sollte es auf die linke Seite des Brackvenns gehen. Start war der Wanderparkplatz "Grenzweg". Am Anfang ging es unspektakulär ca. 1,4 km durch ein Waldgebiet bevor man auf der rechten Seite das Moorgebiet schon erahnen konnte. Erneut ging es über Bohlenwege. Wunderschöne Abschnitte, die teilweise sogar noch schöner sind, als die im "Nahtsief". Am frühen morgen war noch nicht viel los, das sollte sich nachher aber ändern.Es gibt verschiedene Abschnitte zu erwandern. Eine kürzere Strecke und die längere mit rund 5 km. Wir wählten natürlich die Längere :-) Brackvenn leitet sich ab von "Wrack" und bedeutet so viel wie "nutzlos". Damit meint man ein nutzloses Gebiet, in der man weder Viehzucht, Landwirtschaft oder Holzwirtschaft betreiben konnte. Wer nun meinen würde, dass hier jetzt das Paradies für Vögel ist, sieht sich getäuscht. Trotz einem See nach dem anderen, sieht man nur wenige, die sich hier aufhalten. Hier im Brackvenn ist man in einer anderen Welt, Stille und Ruhe - weg von Krieg, Corona oder anderem. Man könnte dieses Naturschutzgebiet noch riesig ausbauen in dem südlich Richtung Malmedy wandert. Aber das behalten wir uns für ein anderes Mal vor. Das Wetter spielt wieder mal mit, ansonsten könnte man es nicht so genießen, wie wir es jetzt tun. Am Wanderparkplatz angekommen verschlägt es uns nun weiter in Richtung Eupen. Nur 3,5 km entfernt ist ein Parkplatz beim Restaurant Ternells. Wir haben noch Glück und erwischen einen Parkplatz. Es ist brechend voll, aber nicht weil alle in diesem Gebiet wandern, sondern fast alle gemütlich in der Mittagszeit in diesem Restaurant "einkehren". Ist natürlich nicht so schwierig, als wie wir kilometerlang durch die schöne Natur zu wandern :-) Am Parkplatz ist zunächst ein Schild Richtung Wesertalsperre und Getzbach. Also scheinen wir genau richtig. Nach ca. 600 m wirds sofort interessant: Es geht über einem stark mit Wurzeln übersäten Hohlweg bergabwärts. Erstaunlich, es kam einen gar nicht so vor, dass man so hoch liegt. Nicht einfach über diesen Weg zu gehen. Man muss schon trittfest sein! Der Weg macht eine Zwischenstation auf eine asphaltierte Strecke. Was machen wir nun ? Weiter runter in Richtung Getzbach oder links, die einfache Variante, die uns zur Talsperre führt ? Letztlich ist das Ziel die Talsperre und der Hohlweg, gerade für Angelikas ledierten Fuß nicht sonderlich gut ist, nur zum Getzbach führt. Es geht relativ unspektakulär auf diesen Asphaltweg weiter bergab. Radfahrer kommen uns schnauffend entgegen. Eins steht fest, diesen Weg müssen wir auf dem Rückweg wieder hoch. Rechts und Links sieht man immer wieder kleine Wasserfälle versteckt. Es lohnt sich also ruhig mal einen Abstecher in die Wildnis zu wagen. Aber durch den unwegsamen Gebiet ist Vorsicht geboten, man kann leicht abstürzen in so einen Bachlauf. Angelika entdeckt ein Abschnitt, wo die Natur einen solchen Bachzulauf richtig breit ausgewaschen hat. Wunderschön, die gemachten Bilder geben gar nicht wieder, wie es wirklich war. Schade! Weiter auf dem ursprünglichen Weg kommen wir nach zirka 4 km auf eine Abbiegemöglichkeit. Der Getzbach scheint größer zu werden und die Talsperre scheinbar nicht mehr so weit. Es scheint 2 Möglichkeiten zu dieser Talsperre zu kommen, bzw. wir nehmen an, diese umrunden zu können. Wir wählen natürlich die Falsche! Rechts ab über eine Brücke scheint man näher am Getzbach zu sein. Ist es auch zunächst, aber je weiter man in diesem Waldgebiet herein kommt, ahnt man das man mit diesem Weg garantiert nicht die Talsperre umwandern kann. Die auf einen Schild angegebenen 5,3 km sind die Entfernung bis zu einer weiteren Abbiegung. Der Weg ist auch relativ langweilig, weil man außer Bäume nichts sieht. Nach ca. 3,5 km sind wir doch ein wenig genervt, sehen auf einem abgeholzten Abschnitt auf der anderen Seite die Talsperrenmauer. Tja, man sieht zwar gegenüber Wanderer und Radfahrer, aber keinen Weg wo man auf die anderen Seite kommen würde. Die Talsperrenmauer geht seitlich und der See scheint kilometerweit noch rechts abzugehen, ohne das man ihn überqueren könnte. Plus die ganzen bisher gewanderten Kilometer vom Vormittag und jetzt, nahezu unmöglich das heute zu schaffen. Zumal wir sicherlich gesamt auf weit über 30 Tages-km kommen würden. Nach einer Pause mit Leckereien und Kaffee entschließen wir uns lieber diese 3,8 km zurück und auf der anderen Seite zumindest bis zur Talsperre zu wandern. Der Rückweg geht relativ schnell, da es bergab geht und dadurch das bei uns immer etwas zu erzählen oder quatschen ist, sind wir an der besagte Abbiegung und wandern auf der anderen Seite. Ein schöner Wasserfall, aber auch das man nahe am Bach ist, lockert die Laune wieder auf. Je näher wir zur Talsperre kommen, umso schöner wird es. Angekommen hat man von einer Wiese mit Bänken einen schönen Ausblick über diesen See. Mit dem Bau der Talsperre wurde 1936 begonnen, fertig gestellt wurde sie jedoch durch politische und kriegsbedingte Verzögerungen erst 1950. Geplant wurde die Talsperre, das muss man sich mal vorstellen, bereits 1795 als das Gebiet sich unter französischer Besatzung befand, aber letztlich immer wieder verworfen. Wir machen eine kleine Rast bevor es zur Erkundung dieses Gebietes geht. Es entschädigt alles ein wenig, denn in den vergangenen Tagen hatten wir schönere Wanderung. Aber eigentlich müssen wir sagen: Jammern auf hohen Niveau - denn es ist trotzdem sehr schön. Irgendwann, als wir genügend Fotos geschossen haben, gehts den gleichen Weg zurück. Wir stellen über einen Wegplan fest, dass nur allein die Umrundung des Sees rund 14 km lang gewesen wäre. Den Plan hätten wir auf dem Wanderparkplatz hätten sehen müssen :-) Egal, es geht nun aufsteigend zurück und wieder kommen wir auf über 20 Tages-Kilometer. Es war schön, aber Morgen wirds sicherlich wieder noch schöner :-)

Fr

15

Apr

2022

Perlenbachtalsperre - Fuhrtsbachtal über Höfen nach Monschau

Unsere heutige Tour startete spekatakulär: Gestartet vom Wanderparkplatz Dreistegen überquerten wir die Hauptstraße und suchten rechtsliegend einen Einstieg in die Route "Schäfchen". Spekatakulär, da dies eigentlich nicht der Anfang der 14 km-Wanderung "Wasser-Wolle-Schieferstein" ist. Es geht steil bergauf über matschigen Untergrund in Richtung Teufelsley. Sportschuhe sind hier nicht angemessen, wir sind froh das wir Wanderschuhe anhaben. Es ist sehr rutschig und man muss vorsichtig sein. Trotzdem - oben angekommen, waren wir ein wenig überrascht. War das der schwierige Weg zum Teufelsley ? Es war steil, man braucht eine gute Kondition - aber letztlich war es für uns "nichts besonderes". Wir kamen oben an auf einen breiten Schotterweg, auch hier viel Matsch und gingen direkt auf den Teufelsley zu. Man hat einen schönen Ausblick und kann nun ein paar Meter weiter runter laufen zum Engelsley. Wir dachten uns: Was hat man da im Internet gelesen bzw. gesehen ? Übertrieben oder gibt es noch einen Zugang zum Engelsley ?

Wir wandern weiter entlang des wunderschönen Perlenbaches. Knapp über 2 Kilometer entfernt sehen wir links einen Aufgang mit einem Schild „Engelsley“. Und waren wir neugierig! Gehen wir sozusagen ein Stück wieder zurück um zu sehen, ob dies der schwierige Weg ist ?

 

Genau das machen wir, waren wir uns einig. Es geht natürlich wieder steil aufwärts, diesmal viel über Wurzeln, manchmal muss man auch ein wenig klettern und es ist eng. Aber auch dieser Weg ist nicht dramatisch, denn man kommt nach einigen hundert Metern auf den breiten Weg der direkt zum Engelsley führt. Also machen wir Kehrtwende und gehen zurück zum ursprünglichen Weg mit dem "Schäfchen"-Symbol. Wir nähern uns der Talsperre, auch ein kleines Highlight - wunderschön der Ausblick. Aber noch schöner, ca. 1 km der Ausblick von einer großen Liegebank. Hier machen wir erstmal Rast und genießen, lassen die Seele baumeln.  An manchen Stellen fließt nun Wasser von den Hängen über den Weg. Das macht alles ein wenig matschig. Entlang des Perlenbach geht es nun in Richtung Höfener Mühle. Dahinter grenzt der Fuhrtsbachtal mit dem Perlenbach, wir halten uns an den erstgenannten. Und die Strecke wird immer schöner, aber auch immer voller. Viele Spaziergänger sind jetzt am frühen Mittag unterwegs. Die Strecke ist mittlerweile ein längeres Stück verwurzelt, vorsicht ist geboten, sonst kommt man ins stolpern.Ich wüsste nicht, welche Wanderung nun schöner war: Die 1. von vorgestern, oder diese? Beides hat auf ihre Weise ihren Reiz. Manchmal muss man nun schauen, wo das Wanderschild steht, man kann es zwar oft erahnen, aber oft ist es verdeckt. Wir überqueren nun den Fuhrtsbach und sind sozusagen auf den Rückweg. Es geht in Richtung Alzen und hier überwiegt die Weidelandschaft. Viele Wanderer machen hier Pause. Wir finden auf einem Feld eine umgekippte Keramikwanne und machen hier nun Rast. Anschließend ab Alzen kommen wir ins Monschauer Heckenland. Die meist aus Rotbuche gepflanzten Hecken wirken wie grüne Mauern. Sie schützen die Fachwerkhäuser vor der Witterung. Das kann man sich vorstellen, denn es ist hier sehr windig. Hier kreuzt auch der Narzissenweg. Sicherlich auch eine reizvolle Tour, aber verschiedene Ausgleiche sind wir heute genügend gewandert. Wir nähern uns Höfen und irgendwann im Ort wundern wir uns, warum kein Wanderschild mehr kommt. Gott sei Dank, rechtzeitig. Wir lesen noch einmal die Wanderbroschüre durch und hier ist von einem "Alten Weg" die Rede. Den finden wir auch sofort, er geht links ab. Aber von einem Wanderschild keine Spur. Glück gehabt, denn wären wir geradeaus gelaufen, wären wir scheinbar nicht mehr auf die genaue Streckenführung gekommen. Wir nähern uns nun wieder Monschau von oben, ein toller Blick von einer Kapelle in Richtung Zentrum. Die Tour geht nun leider zu Ende mit den Worten: Einfach wunderschön. Da wir nie genug bekommen, gehts noch oberhalb von Monschau in Richtung Runie Haller und anschließend in die Stadt, wo ein leckerer Eisbecher auf uns wartet.....Die Pralinen auf diesem Eis sind so lecker, das wir von diesen handgemachten Leckereien ein Tütchen mitnehmen.

 

Do

14

Apr

2022

Wandern in Belgien "Brackvenn" / "Imgenbroicher Venn"

Unsere Wanderung am Karfreitag startete von unserer Ferienwohnung in Müzenich in Kaiser Karls Bettstatt. Die grauen Steinbrocken direkt an der belgischen Grenze sind eigentlich nichts besonders, haben aber eine besondere Sage: Kaiser Karl soll sich hier bei einem Jagdausflug verirrt haben und sich diese Steine als Ruheplatz ausgesucht haben.Wenn sich mit viel Fantasie dieses vorstellt, sieht man Vertiefungen, wo der Kopf und die Füße gelegen haben könnten. Als er sich auf den Steinen ausruhte und wegen der Nachtkälte fror, fragten seine Begleiter ob er eine Kopfbedeckung haben möchte. Worauf er antwortete "Mütze nich". So soll der Ortsname Mützenich entstanden sein. Da wir gerade erst gestartet waren, halten wir uns nicht lange hier auf und wandern sofort weiter. Nur ein paar Schritte und wir überschreiten die belgische Grenze und schon sind wir in einer anderen Welt, im Moorgebiet vom Hohen Venn. Viele kleine Wege über Bohlen gehen kreuz und quer durch dieses Naturschutzgebiet. Die Bohlen sind wichtig, denn sonst würde man an vielen Stellen nasse Füße bekommen. Immer wieder zeigen uns kleine Schilder einzelne Abschnitte, die man unbedingt durchwandern muss.Es geht mal rechs, mal links - mal wieder ganz zurück. Strecke machen wollen nicht, deshalb ist es uns egal. Die einzelnen Gebiete ähneln sich, haben aber auf unterschiedlichster Weise ihren Reiz. Es zum "Nahtsief" und "Entenpfuhl", wo uns am letztgenannten Teich abertausende von Frösche begrüßen. Man muss vorsichtig sein nicht auf welche zu treten. Es geht weiter ins östliche Belgien, nun auf einen asphaltierten breiten Weg, wo uns überwiegend Radfahrer und E-Biker entgegenkommen. In diesen Venngebieten ist alles der Natur überlassen und man darf es nicht betreten. Trotzdem hat es seinen Reiz es aus Entfernung zu erblicken. Man kommt sich teilweise vor wie in einer Steppe in Afrika. Nach ca. 1,5 km kommen wir an einer Kreuzung und machen an der Steling-Hütte erstmal Rast.

 

Eine kleine Pause und wir stärken uns mit Plätzchen, Pfefferbeisser und Kaffee, bevor es weiter geht in Richtung Imgenbroicher Venn. In diesen wandern wir vom Weg links ab. Hier erwartet uns ein weiterer Bohlenweg durchs Moorgebiet. Und auch dieser Weg ist absolut genial. Rund 1,5 km wandert man dort rüber und hat „Natur pur“. Am Ende stellt sich uns die Frage: Links abbiegen und sich auf den Weg zurück nach Mützenich machen oder wir wandern rechts und schauen dort, was uns noch erwartet. Wir entscheiden uns natürlich für letzteres! Zunächst geht es über eine Wiese entlang des Moorgebietes. Ein interessanter Zugang ist hierbei vor einigen Jahren geschlossen worden, wegen des vermoderten Bohlenweg, der nicht erneuert wurde. Schade! Aber wir sind neugierig und finden einen sehr interessanten Weg rechts abbiegend, der seitlich an dem Moorgebiet vorbei geht. Kleine Bohlenbrücken und viele kleine Bäche, wir sind von diesen Weg so angetan, das wir diesen durchschreiten „müssen“. Immer wieder zucken wir das Handy um eine Aufnahmen zu machen. Am Ende des Weges führt erneut ein Bohlenweg rechts durch matschiges Torfgebiet. Der Holzweg ist zwischendurch mal unterbrochen, aber bei dem schönen Wetter kann man gut über den Matsch schreiten. Man wandert einen Bogen und kommt letztlich auf den ursprünglichen Weg heraus. Nun sind wir wieder auf dem breiten Asphaltweg auf dem wir zunächst waren und unsere Pause gemacht hatten. Aber rund 2 km entfernt. Wieder sind es deutlich zu viele Kilometer geworden als wir vorhatten und wir machen uns auf dem Weg zur Ferienwohnung. Aber egal – es war wieder eine wunderschöne Wanderung, diesmal überwiegend in Ost-Belgien.

 



Mi

13

Apr

2022

Romantisches Rurtal Wanderung am 13.04.22

Romantisches Rurtal hieß unsere erste Wanderung in der Nähe von Monschau. Mit 7,9 km war die Strecke ausgeschrieben, wir erweiterten diese fast um das Doppelte. Start war für uns am Wanderparkplatz Dreistegen. Nachdem man rund 200 m vom Parkplatz zurückging und die Rur überquerte, ging es auf der anderen Seite weiter. Ein sehr matschiger Weg direkt am Anfang, sicher bedingt durch die letzten Regentage. In Laufschuhe war das nichts. Also ging ich zurück zum Auto wechselte auf Wanderschuhe und das war auch die richtige Entscheidung. Immer leicht ansteigend entfernten wir uns zunächst von der Rur und bekamen einen tollen Ausblick über das gesamte Tal. Kleine Bäche und Wasserfälle begleiteten uns ständig. Die Strecke änderte sich alle paar hundert Meter - mal Wald, mal schmaler Trail bis hin zum breiten Schotterweg. Oft weckte uns die Neugierde und wir machten einen Abstecher entfernt von der ursprünglichen Strecke, richteten uns aber trotzdem immer wieder an die Wegmarkierung. Durch die dichten Bäume sahen wir anschließend das alte Kloster Reichenstein. Nicht mehr weit und wir würden wieder auf die anderen Seite der Rur wandern. Doch irgendwann fehlte die Streckenmarkierung. Wir gingen ein paar hundert Meter aber der Wanderweg 55 war nicht mehr ausgeschildert. Also wanderten wir zurück und vermuteten im Wald eine Abbiegung, die aber nicht mit unserer Wanderstrecke ausgeschildert war. Hier konnte nur der Abzweig auch für uns gewesen sein und so entschieden wir dort steil ab in Richtung Norbertuskapelle zu gehen. Und tatsächlich auf halber Strecke erschien wieder die Route 55. Fakt war  - die Markierung fehlte uns vorher. Aber glückerlicherweise sind wir nicht weiter gewandert. Die Norbertuskapelle war dann auch unsere Raststation. Wir gratulierten per Handy Helga zum Geburtstag und stärkten uns. Nun müssten wir eigentlich über eine Brücke über die Rur, doch an dieser Brücke war der Übergang auf Grund einer Baustelle gesperrt. Wir gingen somit zunächst die Umleitung, die über einen breiten Weg zurück auf Höhe des Klosters Reichenstein ging. Langweilig - bisher so eine traumhafte Strecke und dann weitere Highlights ausfallen lassen. Nein - spontan entschieden wir zurück zu marschieren. Ich wollte erst einfach über die Baustelle klettern, aber das war  - weil die Bauarbeiten auch zugange waren - zu gefährlich. Zudem hätten wir sicher Ärger mit dem Bauarbeitern bekommen. Wir warteten also einen kurzen Moment bis uns ein Arbeiter erblickte und Angelika machte mit einem Handzeichen erkenntlich:Dürfen wir über die Behelfsbrücke! Der Bauarbeiter winkte uns rüber. Prima ! Das ging wirklich klasse! Auf der anderen Seite erwartete uns das Viadukt Reichenstein, eine wunderschöne Brücke die wir überquerten mussten - aber der anderen Seite war der Weg zum "Kreuz im Hohen Venn" ausgeschildert. "Müssen wir dieses mitnehmen?" - beide waren wir uns einig - Ja müssen wir. Ein guter Anstieg und wieder fehlte eine Ausschilderung. Aber unser Instinkt führte uns trotzdem dort hin. Ein weiteres Highlight der Strecke. Wieder zurück ging es über die Strecke 55 über besagte Brücke über den Vennbahn-Radweg. Hier bot uns ein atemberaubener Blick über ein Narzissenfeld. Traumhaft schön! Kurioserweise befanden wir uns manchmal in Deutschland, manchmal in Belgien. Denn in diesem Abschnitt ging Belgien mitten durch Deutschland. Nach zirka einem Kilometer verliesen wir den Vennbahn-Radweg und es ging durch den Wald steil bergab in Richtung Rur. Es wurde wieder sehr matschig, manchmal war es kaum möglich geradeaus zu gehen, sondern musste über kleine Nebentrails irgendwie diese Matsch zu überqueren. Immer wieder ein toller Blick zur Rur, unsere Handykamera machte eine Aufnahme nach der anderen. Es war eine traumhafte Strecke. Wir kamen zur alten Fischerhütte, wo früher ein Ausflugslokal war.Heute erinnerten aber nur noch alte Mauerreste daran. Wir näherten uns dem Ende der Tour und erblickten den Aufstieg zum "Ehrensteinley". "Müssen wir dieses mitnehmen ?" - Ja müssen wir! Ein sehr steiler Anstieg, Matsch über Matsch. Sollte es nicht möglich sein hier hoch, können wir noch immer Kehrtwende mache. Manchmal mussten wir uns von einem Baum zum anderen festhalten, doch der Ehrgeiz war stark und so kamen wir irgendwann oben an. Ganz o.k. - aber mit den bisherigen Streckenverlauf waren wir so verwöhnt, das wir schon besseres gesehen hatten. Also wieder zurück auf die Strecke 55. Die letzten Kilometer gingen an einen Jugendzeltplatz vorbei, begleitet durch die Rur. Eine traumhafte Strecke, die wir auf 14,5 km ausweiteten. Zu empfehlen !!

Sa

05

Mär

2022

Wanderung Vragender Veen (NL)

Wieder einmal eine wunderschöne Wandertour im Achterhoek. Spontan ging es nördlich von Winterswijk in Richtung Lichtenvoorde über die N312. Mit dem Vragender Veen hatten wir im Internet ein Naturschutzgebiet entdeckt, welches mehrere Distanzen bot. Für eine kleine Mittagstour ins Nachbarland ideal, dachten wir. Nicht spektakuläres ein kleine Tour....Von Wegen....Es wurde mehr und von Kilometer zu Kilometer wurde es schöner. Immer wieder wurden wir überrascht von wunderschönen Ausblicken. Startpunkt war der Wanderparkplatz am Manenschijnweg. Hier ist für die Wanderer eine Hütte sowie Bänke mit Tische außerhalb. Wir machten zunächst eine kleine Pause bevor es auf den "grün" markierten Wanderweg "Schaddenpad" ging. Zunächst wandern wir zum 400 m entfernten Aussichtsturm. Ein imposanter Blick über den Vragender Veen. Man kam sich vor wie in einer Steppe in Afrika. Es geht für uns weiter nördlich über einen gut befestigten Waldweg. Rechts und links begleitet uns in diesen Moorgebiet immer unter Wasser stehende Bäume. Schon hier "flasht" uns dieses Naturschutzgebiet. Wir verlassen das Waldgebiet zunächst und gehen entlang einer Bahnlinie, welche wir am Meddoseweg überqueren. Ein Stück über Asphalt bevor es rechts über einen Acker wieder in Richtung Wald geht. Ab hier muss man gutes Schuhwerk anhaben. Es wird sehr matschig. Wunderschön wie ganze Baumreihen unter Wasser stehen, wie in einer anderen Welt. Aber genauso schwierig ist es diese Wiese zu überqueren, denn man versinkt komplett mit den Wanderschuhe. Keine Chance rechts oder links vorbei zu kommen - "wir müssen dort durch". Gut das die Schuhe wasserdicht sind. Damit nicht genug, nun folgen nämlich weitere Matschwege von denen wir noch nichts ahnen. Beim nächsten Abschnitt nehmen wir uns einen Ast um das Gleichgewicht zu halten um einen Matschweg zu überqueren. Glücklicherweise liegen einige Äste in dem Matsch, um dort von einem zum anderen jonglierend auf die andere Seite zu kommen. Ein paar anderen Wanderern gehts genauso wie uns. Mit sauberen Schuhen geht heute keiner nach Hause. Weitere Matschabschnitte folgen, bis wir in diesem Waldgebiet auf einen umgefallenen Baum eine Sitzgelegenheit für eine Rast finden. Bänke und Tische, wie man sie von anderen Wanderrouten kennt sind sehr spärlich. Nach dieser Pause geht es weiter, erneut über eine Art Steppe in Richtung eines Aussichtsturm. Links die Steppenlandschaft, rechts Wasser - einfach wunderschön. Eine Heidelandschaft, die sicherlich noch schöner aussieht, wenn es blüht. Der Aussichtsturm bietet einen tollen Ausblick und man meint, man wäre in einer anderen Welt. Oben auf dem Turm wackelt dieser leicht, also ein wenig schwindelfrei sollte man schon sein. Der Wanderweg führt nun über einen Bohlenweg durch das Moorgebiet. Ein weiteres Highlight! Wir stoppen viel um einige Eindrücke mit der Handykamera festzuahlten. Noch ein paar matschige Abschnitte, danach gehts ein wenig einfacher und wir haben festen Boden unter uns. So langsam merken wir, dass die Route doch größer wird als wir dachten, denn eine Kilometermarkierung gab es nicht und unsere GPS-Uhr zeigt bereits rund 9 km an. Der Weg führt uns über eine Bienenwiese. Verwelkte Sonnenblumen sieht man nun auf beiden Seiten. Man kann sich vorstellen, wie es hier im Sommer aussieht. Scheinbar hat diese Strecke zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Nach der Wiese geht es auf den Korenburgerveenweg. Rechts sandiger Weg für Autos, links der Abschnitt für Radfahrer und Wanderer. Wir wählen den Sandweg, Autos kommen uns nämlich nicht entgegen. Vielmehr E-Biker, die teilweise in einem schnellen Tempo durchs Gebiet rasen. "In dem Tempo könnt ihr gar nicht dieses tolle Gebiet in Euch aufsaugen", denke ich mir. Strecke machen heißt es scheinbar heutzutage nur noch. Eine kleine Pause auf einer Bank, schließlich muss der Apfelwein, den wir mitgenommen hatten ausgetrunken werden :-) Es geht über einen Pfad entlang eines rechtsliegenen Sees. Links davon Schilf, was dem Ganzen noch einen drauf setzt. Die ersten Vögel sind aus dem Winterquartier eingetroffen und man hört lautes Geschnatter. Allein hier kann man schon viel Zeit verbringen und die Seele baumeln lassen. Es geht nun rechts ab und wir erahnen schon - das ist die Richtung zum Parkplatz. So weit dürfte es nicht mehr sein. Kaum zu Ende gedacht, gibts weitere wunderschöne Abschnitte, wo man über kleine Brücken und Wege diese Seenlandschaft durchwandert. Wir treffen ein paar Wanderer, die wir zuvor vor einigen Kilometern trafen. Diese weisen uns daraufhin, dass es nochmal sehr matschig wird. Und in der Tat, es wird noch einmal schmutzig. Aber uns kann nichts mehr schocken, es ist war schwierig über diesen Weg zu kommen, aber kein Vergleich zu den vorherigen Moorgebieten. Vielmehr ist hier mit irgendwelchen landwirtschaftlichen Fahrzeugen hier diesen ramponierten Weg gekommen. Noch einmal gehts in den Waldgebiet hinein und wir können unser Auto schon erahnen. Hurra - geschafft. 13 km sind es geworden, mehr als wir wollten - aber wir haben nicht einen Kilometer bereut. Es war alles einfach traumhaft schön, auch wenn der Matsch uns immer begleitete. 

Do

11

Feb

2021

Wintereinbruch in West-Münsterland

Wer hätte das gedacht, dass wir einen Winter mit Schnee erleben, wie seit Jahren nicht. In Medien schon Tage vorher angekündigt, konnte man es sich nicht vorstellen, was da auf uns zukommt. Die Tage zuvor waren wir noch in kurzer Hose am laufen und dann wird von Schneechaos gesprochen mit anschließenden Kälte-Tagen von über minus 20 Grad ? Die Metrologen sollten recht behalten, denn am Sonntag den 06.02. präsentierte uns der morgendliche Blick nach draußen eine weiße Landschaft. Aber nicht nur das - es schneite weiterhin ununterbrochen.Gut das wir noch am Samstag eine Runde liefen, denn am darauffolgenden Tag war dies unmöglich. Am Montagnachmittag wagte ich dann eine kleine Runde. Aber mit Laufen hatte das nichts zu tun. Eher war es Schneewandern. Selbst die Hauptstraßen waren zugeschneit. Auf Wirtschaftswege und Radwege versank man im Schnee. Ich hatte zuvor meine Yaktrax über die Laufschuhe gestulpt, Schneeketten sozusagen für Läufer. Wo der Schnee fest war, ging es - aber an den meisten Stellen halfen die Schneeketten auch nichts. So wurde es nur eine kleine Runde. Erst am Donnerstag bei strahlenden Sonnenschein konnte man es einen passablen Lauf nennen. Die Hauptstraßen ließen den ersten Asphalt erblicken, auf den Wirtschaftswegen war der Schnee durch Autos und Traktoren größtenteils platt gefahren. Auf die Yaktrax konnte man aber trotzdem noch nicht verzichten. Aber der Schnee hatte auch was gutes, denn bei blauen und sonnigen Himmel konnte man eine wunderschöne Landschaft erblicken, wo ich mit Handykamera lief um diese schönen Momente fest zu halten. Hier ein paar Eindrücke.

Di

28

Jul

2020

Laufstrecken an der Ostsee

Dank Corona ging es in diesem Jahr zur Ostseeküste im Urlaub. Auch hier haben wir einige interessante Laufstrecken entdeckt, die richtig Spaß machten und ich Euch hier vorstellen möchte, falls Ihr dort mal in der Nähe seid.

Unsere Ferienwohnung befand sich am Steinwarder in Heiligenhafen direkt am Binnensee. Ideal gelegen und eine wunderschöne Strecke, wo man früh morgens die Seele baumeln lassen konnte. Die Runde um den Binnensee ist, wenn man über den Steinwarder läuft, 4,4 km lang. Man kann sie jedoch ausbauen, in dem man entlang der Strandpromenade läuft und eine kleine Schleife über die Promenade in Richtung Steilküste. Ein paar Bilder davon hier unten

Eine weitere Variante ist, wer es ein wenig länger mag, noch ein Stück über den Fischereihafen in Richtung Strandhusen zu laufen. Weg vom Tourismus ist hier in den frühen Morgenstunden noch die Welt stehen geblieben und man kann die Idyelle von alten Booten und Natur genießen. Verlaufen kann man sich hier nicht, denn dies ist der ausgeschilderte Radweg in Richtung Großenbrode / Südufer. Auch empfehlenswert in den frühen Morgenstunden Richtung dem Naturschutzgebiet "Graswarder".

Wer es auf relativ einsamen Single-Trails mag, der steigt auf die Höhe des Leuchtsturms an der Steilküste ein. Wunderschöne Ausblicke über die Bucht läuft man oberhalb auf schmalen Wegen Richtung Dazendorfer Strand. Von dort kann man über eine Weide weiter Richtung "Blank Eck". Die Pfade sind nicht immer leicht zu sehen und man muss schon manchmal genau hinschauen, wo es weiter geht. Aber es lohnt sich wirklich.

So

22

Dez

2019

2. Raesfelder Vor-Heiligabend-Halbmarathon

Auch in diesem Jahr war unser Vor-Heiligabend-Lauf ein voller Erfolg. Dieses Mal wanderten wir um und planten vollständig anders. Zum einen sollte die Strecke ein wenig kürzer sein, zum anderen sollte es in den Wald gehen. So war es nahegelegen in der Erler Heide zu laufen. Da man in den vergangenen Jahren viele schöne Streckenabschnitte gelaufen ist, hatten wir schon nach einigen Wochen eine schöne Strecke ausgesucht. In zwei Tempo-Gruppen sollte unterschiedlich gestartet werden, um so zu laufen, dass alle in etwa gemeinsam ins Ziel kommen. In den Vorwochen hieß es zu planen: Urkunden entwerfen und ausdrucken, Zielverpflegung planen und natürlich auf diese Strecke trainieren. Zwei bis drei Pacemaker sollten hierbei auch die Strecke kennen und uns beim  Lauf unterstützen. Norbert, Winand und Stefan stellten sich sofort dafür bereit ! Danke Euch !

 

Start sollte am Wanderhäuschen an der Üfter Mark sein. Von hier aus konnte mit lediglich zwei Straßenüberquerungen, fast ausschließlich auf Waldboden laufen.

 

Da es sich um eine reine Verabredung zum Laufen handelt, wurden auch nur bekannte Läufer- und Läuferinnen persönlich eingeladen.

 

In der letzten Woche dann der Schock: Ein Streckenabschnitt wurde durch Forstarbeitern vollständig mit Bäume zugelegt. Ein drübersteigen und weiterlaufen dort – unmöglich. So improvisierten Angelika und ich, wie man trotzdem diesen Bereich laufen konnte. Ein Einstieg in diesen Trail musste nunmehr ca. 100 m weiter stattfinden. Hinzu kam das nun ein steiler matschiger Abstieg erforderlich war.

 

Die Tage vorher waren dann mehr oder weniger fast ausschließlich für diesen Lauf verplant. Angelika backte Cookies, Fitnessriegel und Kuchen. Dazu kochte sie Eierlikör und Nougatlikör für die Zielversorgung. Winand stellte sein Wagen als Zwischenverpflegung, sowie Tisch und Wasser zur Verfügung. Den Tee hierfür wollten wir dann frühmorgens vorbereiten.

 

Damit war dann auch der frühe Sonntagmorgen ausgesorgt: Mehrere Kannen Kaffee und Zitroentee kochen und alles in die Wagen verstauen. Winand sein Fahrzeug am Streckenpunkt abstellen und gemeinsam über die Rhader Wiesen an den Start fahren.

 

Am Rande der Erler Heide trafen dann 26 Läufer- und Läuferinnen ein.  Nach einer kleinen Ansprache mit Verteilung von Losen für eine kleine Tombola im Ziel, ging es zunächst für die ganz gemütliche Gruppe in den Wald. Die bisschen flottere Gruppe startete ca. 15 Minuten später. Nachdem man zunächst auf leicht profilierten breiten Wegen lief, ging es ab km 7,5 mit Anstiegen in Single-Trails. Bei km 12 wurde ein kleiner Ausgleich für flottere Gruppe eingebaut, der schon anspruchsvoll war. Dieser Abstieg kam bei einen sehr gut an und machte richtig Spaß.

 

Bei km 13,5 trafen wir dann am Verpflegungsfahrzeug an, tranken und aßen was, bis es weiter ging in den sehr schönen Single-Trails. Auch wenn es einigen ungeübten Trail-Läufern nun ein wenig schwer fiel, so hatten sie doch einen heiden Spaß.

 

Als man nach 20,4 bzw. 21,5 km im Ziel ankam waren alle sehr begeistert und äußerten  schon jetzt eine feste Planung in den Laufkalender für 2020. Im Ziel blieben dann alle Läufer, nachdem sie sich provisorisch umzogen, noch lange am Wanderhäuschen, klönten, quatschten und aßen. Ein schöner Jahresabschluss für alle!

 

Soll es ein Lauf auch im nächsten Jahr geben ? Wir haben in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, denn die Arbeit und Vorbereitung auf so wenig Leuten verteilt, ist doch erheblich. Neben der ganzen Planung und Vorbereitung, liefen wir mit und bauten in Windeseile eine Zielverpflegung auf. Hier wären, wenn wir diesen Lauf auch weiterhin stattfinden lassen wollen, mindestens 1 eher 2 Personen wichtig, die sich mit dem Aufbau der Zielverpflegung befassen., denn eigentlich möchten die Finisher im Ziel sofort versorgt werden und das war nicht gegeben. Bis Herbst nächsten Jahres ist noch lang und bis dahin kann man noch lange überlegen, was wir machen.

 

Sa

29

Jun

2019

Entlang der "Schlinge" beginnend von Winterswijk (NL)

Heute ging es zu einem Lauf in die benachbarte Niederlande. Wegen der erwarteten hohen Temperaturen waren wir bereits um 7.00 Uhr vor Ort. Start war kurz vor Winterswijk. Nach Möglichkeit wollten wir entlang der „Schlinge“ laufen. Die Schlinge ist ein ca. 55 km langer Nebenfluss der Issel und entspringt auf deutscher Seite bei Gescher. Wie der Name schon sagt: Schlinge….Genauso schlängelt sich dieser kleine Fluss durch die Landschaft. Diese vielen Windungen und Kehren sind auf Grund des geringen Gefälles entstanden. Das sieht man auch schon daran wie langsam es fließt. Unser Startpunkt war der Sportplatz des FC Trias. Zunächst ging es über den Stemerdinkweg in Richtung einer Steingrube, wo wir annahmen, dort etwas besonderes zu sehen – da in einigen Infoblättern über Führungen und Wanderungen dort berichtet wurde. Naja – die Gegend war wunderschön zu laufen, aber an dieser Steingrube kamen wir nicht herein, da sie noch voll im Betrieb ist. Das einzige was wir sahen, waren etliche Nester von Eichenprozessionsspinnern in den Bäumen. Auch auf holländischer Seite ein großes Problem.

 

So machten wir uns auf den Rückweg und überquerten die Hauptstraße sodass wir direkt in das Naturschutzgebiet Buskerbos einstiegen. Ein kleiner nicht sehr langer Trailweg, aber sehr schön zu laufen. Gut, sagen wir mal so – wir sind ein wenig verwöhnt von der Länge unserer Trailwege. Das Gebiet Buskerbos geht entlang der Schlinge und nach ca. 2 Kilometern endet dieses am Strandbad von Winterswijk. Hinter diesem gehen weitere Trailwege bevor man eine alte Mühle mit Restaurant „De Gulle Smit“ erreicht. Hier kann man sicher in einer schönen Umgebung bei einem Glas Bier oder Wein verweilen. Für uns ging es jedoch noch ein Stück weiter. Wir fanden weitere kleine Trailwege, alle in der Nähe der Schlinge. Irgendwann waren die Temperaturen so gestiegen und wir hatten unser Kilometer-Soll fast erreicht. Auf dem Rückweg erreichten wir noch eine weitere Mühle – die Berenschots Mölle. Auch  hier machten wir eine kleine Pause, bevor wir mit einen kleinen Umwegen wieder zum Ausgangspunkt liefen. 20 km sind es heute geworden. Sicherlich kann man diese Route deutlich verlängern, denn entlang der „Schlinge“ ist es einfach, wie man so schön sagt: Natur pur !

 

Fr

01

Mär

2019

Trail durch die Hohe Mark - Galgenberg - Granat und zurück

Teil 2 mit Traillaufen durch die Hohe Mark. Da wir nunmla nicht nur Laufen als Hobby haben und wir das Wochenende mit Saunatag und Tanzen am Sonntag ausgefüllt hatten, ging es bereits am frühen Freitagnachmittag zu unseren längeren Lauf in die Hohe Mark.

Dieses Mal starteten wir am Napoleonsweg, außerhalb Lembecks, auf die Höhe der Lippramsdorfer Straße. Erstes Etappenziel war dabei der Galgenberg am Feuerwachturm. Über den Forstweg ging es auf Waldboden zunächst langsam ansteigend bis zur Abbiegung "In der Brake". Hier ging es nun bis km 2,8 auf Asphalt schon mit einen langen Anstieg, der aber gut zubewältigen war, zum  Feuerwachturm am Galgenberg. 

 

Der Galgenberg hat seinen Namen aus dem 17. Jahrhundert. Hier wurden damals nicht nur die Hingerichteten verschart sondern auch die Leprakranken aus dem Dorstener Siechenhaus. Am Galgenberg hat man zugleich eine Höhe von 124 m erreicht. Natürlich darf ein Abstecher auf dem Feuerwachturm nicht fehlen und so marschieren 192 Stufen hoch auf den 39 m hohen Turm. Bis 36 m ist der Turm für die Öffentlichkeit begehbar. An klaren Tagen hat man eine Aussicht über Baumwipfel hinweg bis zum Gasometer in Oberhausen. Bei trockenen Wetter ist die Gefahr von Waldbränden sehr hoch, deshalb gibt es in der Umgebung 5 dieser Feuerwachtürme. Von April bis September sind diese Türme von Wächtern auch ständig besetzt.

 

Bei Anstieg über diese feuerverzinkten Stahltreppen mucken ungewöhnlich meine Oberschenkel. Auch wenn die Sicht heute nicht so gut ist, genießen wir den Ausblick über die Hohe Mark, erblicken schräg oben den Fernmeldeturm Nähe Haltern-Holtwick, wo wir letzte Woche waren.

 

Die Richtung für den weiteren Lauf ist gefunden. Nach nichtmals 100 m machen wir spontan rechts einen Abstecher über einen tollen Single-Trail durch die Büsche. Dieser ist mit rund 500 m gar nicht mal so kurz. Immer schmale Wege, Auf und Ab über kleine Rampe. Konzentriertes Laufen ist angesagt, da immer wieder Wurzeln aus dem Boden ragen. Ideales Trail-Training. Anschließend geht erneut sofort über einen schmalen Trailweg und wir sind am zweifeln ob dieser Weg auf einen Feld führt und dort zu Ende ist. Aber scheinbar haben einige Mountainbiker diesen Weg genutzt und es zu einem Laufweg gemacht. Ein kurzer Abstecher auf dem breiten Napoleonsweg, der bis kurz vor dem Kettler Hof führt nutzen wir um uns zu erholen. Denn nun geht immer leicht ansteigend bis zum Naturwildpark Granat. In diesem Park laufen auf einen 600.000 m2 großen Arenal fast alle Tiere frei herum. Der Anstieg bis hier war schon anstrengend und wir waren erst bei km 7. Wir biegen nun auf einen sehr ramponierten Weg rechts ab, da wir in die Nähe des Fernmeldeturms kommen wollen. Und hier geht es sofort weiter ansteigend. Auch wenn nicht mein Tempo, so strengt mich dieser Anstieg auch ganz schön. Wir sind auf der Höhe des Fernmeldeturms, der in etwa nur 600 m Luftlinie entfernt ist. Das Wetter wird langsam uselig und da wir die Strecke noch nicht kennen, machen wir uns langsam auf den Rückweg um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Eine kleine Umrundung, erneut auch mit einem Single-Trail eingeschlossen, finden wir auch den Weg in Richtung Granat, wo wir hergekommen sind. Spontan gehts nochmals steil bergauf über einen Single-Trail der aber nach rund 600 m in eine Matschgrube endet. In dem gesamten Gebiet wurde mit schweren Gerüst Bäume gefällt und durch die Fahrzeuge sieht es auf den Wegen eher aus, wie nach einen Bombenschlag.

Jetzt ist eine kurze Pause angesagt, Verpflegung aus dem Rucksack geholt, da einem aber beim Sitzen schnell kalt wird, starten wir den Rückweg.

 

Auch wenn alles nun aus einem anderen Blickwinkel anders aussieht, so lässt uns unser Gefühl nicht im Stich und wir landen wieder auf dem Napoleonsweg - was wir aber zunächst nicht wissen :-)

Erst ein Radfahrschild weist uns darauf hin, dass wir richtig laufen. Nun dürfen wir endlich mal auch eine ganze Zeit Abwärts laufen und erhöhen sogar gut das Tempo. Zwischendurch wird bauen wir nochmal einen Trailabschnitt ein, denn wir wissen, bis zu unserem Auto ist es nun nicht mehr weit. Da wir gerade mal bei 17 Kilometern sind, laufen wir spontan noch 2 kleine Runden über den Forstweg und den "unteren Napoleonsweg" mit ein.

Super geklappt, auch wenn wir sehr k.o. sind. Und Angelika hatte nach erheblichen Problemen am Wochenanfang erstaunlicherweise diesen Lauf gut weggesteckt. Als Belohnung gab es dann am Auto eine "Pulle" Erdinger Alkoholfreies. Das Wochenende konnte beginnen ......

So

24

Feb

2019

Trail durch die Hohe Mark - Holtwick - Lochtrup und zurück

Die spontanen Ideen sind meist die besten ! Nachdem wir die letzten Wochen mehr oder weniger durch die Erler Heide liefen, entschieden wir am Samstagabend nach unseren Lauf in Vreden mal in die Hohe Mark über Trailwege für den Klippenlauf zu trainieren. Startpunkt und einige interessante Zwischenstops waren auch geplant, sowie auch manche knackige Anstiege über Single-Trails einzubuchen. Der Wanderparkplatz an der Holtwicker Straße in Richtung Haltern war schnell gefunden, nun hieß es mehr oder weniger nach Gefühl zu laufen. Laufapps oder ähnliches sind nicht unser Ding, aber gerade deswegen macht es vielleicht mehr Spaß so zu laufen, anstatt sich mit irgendwelchen Apps aufzuhalten, welche einen eine bestimmt Route vorgibt.

Erblicken wir einen steilen Anstieg, ging es spontan dort hoch, auch wenn es nicht auf dem normalen Weg lag. Ständig ging es Auf- und Ab auf wechselnden Untergrund. Das erste Zwischenziel der Fernmeldeturm erblickten wir zwar zunächst nicht, aber das war uns auch egal. Irgendwann verließen wir den Wald und erreichten Lochtrup, wo wir einen Schlenker in Richtung Ketteler Hof liefen. Der momentan geschlossene Park ist in den Sommermonaten ein großer Anlaufpunkt für Familien mit kleineren Kinder. Aber auch heute waren hier viele Familien zu einen Spaziergang unterwegs.

Kurz die Orientierung erfasst woher wie kamen, war es einen Moment an der Hauptstraßen verwirrend wie wir wieder auf den Wanderweg kamen. Aber auch heute hatten wir das "richtige Näschen" dafür und wurden kurz darauf auch mit einen Anstieg zum Fernmeldeturm belohnt. Naja - was heißt belohnt - fordernd war der Anstieg schon, aber das genau wollten wir auch. Der Fernmeldeturm steht auf dem Waldbeerenberg auf 145,9 m und hat eine Höhe von 111,3 m. Es ist zugleich die höchste Erhebung in der Hohen Mark. Kurze Fotopause und anschließend über den Wanderweg A 9 so langsam zurück. Auf knapp 20 Kilometer wollten wir kommen, aber wer weiß was noch passiert.

Der Weg war richtig gewählt, denn nun ging es zu den "Hexenbuchen". Skurril gewachsene Buchen über die es die tollsten Geschichten gibt: Die einen sprechen von Hexentreffen unter diesen Bäumen, andere von Erdstrahlen-Theorien oder Erzadern unter der Oberfläche. Leider sind viele dieser Bäume durch große Schneemassen im Winter 2005/2006 zerstört worden. Trotzdem immer noch schön anzusehen.

 

Schon so langsam in Richtung parkendes Auto angekommen entschieden wir uns, nach dem wir das Schild "Griese Mönch" erblicken noch einen Schlenker zu laufen. Auch hier wieder eine traumhafte Strecke und nach vielem Abwärtslaufen kamen wir auch an eine Steinskulptur mit dem Namen Griese Mönch an. Der Sage nach soll sich hier der Geist eines Mönchs aufhalten. Viele Leute glaubten nicht an diese Geschichte, denn man war sich sicher, dass dort nie ein Kloster gestanden hat. Doch die Erzähler waren fest überzeugt an dieser Sage. In jeder Nacht um Mitternacht erwacht in dieser Talsenke ein Geist - der Griese Mönch (graue Mönch) und beklagt seine Klosterbrüder, die erschlagen in den Klostermauern begraben liegen. Nächtliche Wanderer hatten des öfteren das Gespenst gesehen und gehört und hatten sich in ihrer Angst schnell davon gemacht. Der graue Mönch findet keine Ruhe und will die erschlagenen Mönche beklagen und rächen. Fakt ist: Es soll tatsächlich am Bornweg ein Kloster gestanden haben, das Kloster Marienborn. Entweder wurde dieses Kloster wegen der großen Wolfsplage verlassen oder wurde durch die Ritter von Meinhövel, welchen hier ihr Unwesen trieben, zerstört.

 

Über einen sehr zerstörten Reiterweg ging es zu guter letzt über den Wanderweg A 7 in Richtung Granatstraße. Auch hier hatten wir den Gefühl nach gut entschieden und waren tatsächlich nicht mehr weit von unseren Startpunkt entfernt. Da wir auf ungefähr 20 bis 21 Kilometer kommen wollten bauten wir noch ein Stück des Wanderweges A 5 ein und wiederholten noch ein Stück von der Anfangsstrecke. 21,1 Kilometer sind es letztlich geworden.

Eine wunderschöne Trainingsstrecke, die man nur empfehlen kann. Für Trail-Fans ideal, auch für die Wettkampf-Vorbereitung. Hier nun eine Bilder der Strecke

 

So

23

Dez

2018

1. Raesfelder Vor-Heiligabend-Lauf

Raesfelder Vor-Heiligabend-Lauf

"Aus einer Idee wurde eine tolle Veranstaltung......."

Warum nicht selber mal eine Laufveranstaltung planen, war unser Gedanke im Sommer diesem Jahres. Die Veranstaltung war im Netz schnell aufgestellt und die eigentliche Planung konnte beginnen. Da Angelika mit ihren Shop und verschiedenen Märkten in den vergangenen Monaten sehr intensiv beschäftigt war, war dies eher in den letzten Wochen. Zunächst wurde eine Strecke abgesteckt, die entlang aller Sehenswürdigkeiten von Raesfeld entlang führte. Aber auch von der Landschaft sollte jeder was abbekommen. Aus einer ursprünglich geplanten Halbmarathon-Runde wurde letztlich eine 25 km-Runde. Geplant war zudem eine schnellere und langsamere Gruppe aufzustellen. Es sollte keiner abgeschreckt werde, weil es zu schnell oder für manch ambitionierten zu langsam würde. Doch wie schafft man es, dass man alle gemeinsam ins Ziel kommt und keiner die schöne „Nach-Atmosphäre“ verpasst? Wir bauten kurzerhand für die schnelleren Läufer eine zusätzliche Schleife im Tiergarten ein und lassen die langsamen Läufer rund 10 Minuten eher starten. In jeder Gruppe sollten auch zumindest 2 Zugläufer starten. Sodass in jeder Gruppe hinten und vorne gesehen werden kann, ob alles gut „läuft“, jemand nicht mithalten kann oder irgendwelche anderen Probleme bestehen. Mit Andreas, Winand, Norbert, mich und Angelika war dies auch schnell aufgestellt. Flyer wurden gedruckt, persönliche Einladungen über Facebook verschickt, Urkunden gedruckt und überlegt was man zu den letztgenannten noch bei tun kann.

 

Bei solch langen Distanzen sollte es auch 2 Verpflegungsstellen geben. Eine sollte bei km 10 am Westricher Wald stehen, eine an der Erler Mühle. Zu unserem Wagen  musste noch ein Zweiter her. Andreas stellte seinen zur Verfügung. Auch das war geklärt. Da es kalt und uselig werden könnte, sollte jedes Fahrzeug mit warmen Tee und weil Weihnachtszeit ist, mit Plätzchen bestückt werden. Aber damit nicht genug – uns viel immer mehr ein: Warum nicht auch mit einen essbaren Pinchen an der 2. Station einen selbstgemachten Eierlikör und Nougatlikör mit allen gemeinsam „schlürfen“. Also machte Angelika in einer Tages-Aktion sofort mehrere Flaschen für die Verpflegungsstation und für den Zielbereich. Zielbereich – auch da steckte viel dahinter: Hier sollte es für alle selbstgemachten Waffeln geben. Neben dem eigenen Waffeleisen lieh uns Petra aus der Nachbarschaft ein zweites, zudem 2 Stehtische, da wir spontan auf Grund der Wettervorhersage planten, das gemütliche Beisammensein im unseren Esszimmer stattfinden zu lassen.

 

In den vergangenen 4 Wochen wurde dann mehrere Male die Strecke abgelaufen, eine Woche vor der Veranstaltung nochmals mit unseren Zugläufern.

Nun war noch die Frage: Was gibt’s zu den Urkunden? Angelika kam auf die Idee kleine Päckchen mit ein paar Süßigkeiten zu bestücken, ich steuerte dazu: Lass uns verschiedene Nummern reinlegen und 3 Nummern ein Präsent zusätzlich zu geben: Eine Flasche Eierlikör, eine Flasche Nougatlikör mit einen Schokonikolaus und ein Unikat: Eine exclusiver Schlüsselanhänger zur Veranstaltung, den Angelika kreierte.

Bei Facebook wurde zudem aufgerufen, wer was zum Zielbereich an Kuchen oder ähnlichen beisteuern möchte – gerne!

Ideen über Ideen: Die nächste war, ein weihnachtliches Pappschild zu gestalten und dieses im Wormstallwald – einen Streckenabschnitt bei km 7 aufzuhängen. Auch wir waren wir beide eine ganze Zeit mit beschäftigt.

 

Der Lauf kam immer näher, die Wettervorhersagen immer schlimmer und so wurden wir immer nervöser: Bei dem Wetter ein Pappschild aufhängen ? Da immer mehr Zusagen eintrafen – wo sollen all die Autos parken ? Klappt alles mit dem gemeinsamen Loslaufen ? Vor allen Dingen, wie würden wir den Lauf bewältigen, mit den derzeitigen gesundheitlichen Wehwehchen ? Angelika hatte weiterhin muskeläre Probleme und mein linker Fuß schmerzte auch weiterhin……Alles Gedanken, die einen beschäftigten.

 

Am Samstag vor dem Laufen bereiteten wir die Boxen für die Verpflegungsstellen vor und hangen am späten Nachmittag, nach zuvor kräftigen Regenschauern, unser gebasteltes Pappschild auf. Angelika bereitete zudem zwei große Pötte mit Waffelteig vor und stellte sie kühl.

 

Das es danach weiter wie verrückt regnete war nicht in unserem Sinne *grins*.  Ein Tag vor dem Weihnachtslauf wechselte noch ständig das Starterfeld, einige Absagen, einige neuen Zusagen. Somit wechselte unser Ziel-Präsent ständig die Anzahl. Gefreut haben wir uns über die Zusage vom Stefan Beckmann, der in 2016 Borkener Sportler des Jahres war und Anke Lehmann, die in diesem Jahr den Essen-Marathon gewonnen hatte sowie viele bekannte Ultra- und Marathon-Läufer aus dem Ruhrgebiet und Münsterland.

 

Ein wenig Schlaf in der Aufregung und Andreas, Winand und ich brachten die Fahrzeuge an den vorhergesehenen Plätzen. Winand nahm uns mit zurück. Gegen 8:25 Uhr kamen auch die ersten Starter und danach ging es Schlag auf Schlag. Der Roggenkamp hatte glaub ich selten so viele Fahrzeuge zu den normalen stehen gesehen.

 

Begrüßung, eine kleine Ansprache und schon konnte es losgehen. Die 1. Gruppe startete überraschend mit 15 Teilnehmern um kurz nach 9:00 Uhr. Wir anderen quasselten noch ein wenig und starteten gegen 9:10 Uhr.

 

Zunächst ging es über die Wirtschaftswege Markstegge über Nesse in Richtung Schloss über das alte Dorfzentrum. Zu früheren Zeiten wohnten in dieser genannten „Freiheit“ über 200 Bedienstete des Schlosses welches bis in die Anfänge des 12 Jahrhunderts zurück reicht. Das Tempo war genau wie gewünscht, flott aber so das man ständig kurze Zwischenstopps machen konnte, um auch mal ein Foto zu schießen. Aus dem Schloss heraus ging es entlang des Burggrabens in den Tiergarten. Die Gruppe hatte sich gefunden und die Gesprächspartner auch J So was es wie man es sich wünschte: Die ganze  Laufsaison Revue passieren oder das untereinander ausgetauscht wurde, wo jeder nächstes Jahr laufen wird.

 

Es ging aus dem Tiergarten raus über den Wormstallweg in Richtung Wald. Immer ein leichtes Bergauf und ab. Nicht viel – aber auf die gesamte Strecke hatten wir rund 300 Hm ermittelt. Im Wormstallwald ging es über Trailwege in Richtung km 7 Richtung unseren Pappschild, worüber sich viele freuten und auch das eine oder andere Foto schoss. Über Möllenweg, Hesfort und Diersfort liefen wir in Richtung erster Verpflegungsstelle. Vor uns sahen wir die 1. Gruppe. Ein wenig überrascht, denn auf Grund des flotter werdenen Tempos hatte man gedacht, man holt sie eher ein.

 

Anke Lehmann war mittlerweile zu dieser Gruppe gestoßen und so war an der Verpflegungsstelle ein reges Treiben. Ein wenig warmes Trinken und die gut angekommenen Energiebälle, bis dann weiter ging. Einige wechselten die Gruppen, liefen bei den schnelleren, aber auch ein paar gingen zu den langsamen zurück. Doch leider liefen beide Gruppen gleichzeitig los, sodass für einige, die sich nicht sofort zuordnen konnten, das Tempo zunächst zu schnell! Am Pötterberg hatte jeder letztlich seine Gruppe gefunden. Herbert Wienen zog ein wenig das Tempo unbewusst an, sodass wir ihn ein wenig bremsen mussten.

 

An der Erler Mühle gab es nochmals eine Erfrischung und diesmal die selbstgemachten Liköre, die ebenfalls gut ankamen. Ein paar Minuten später traf dann auch die langsamere Gruppe ein, gemeinsam noch ein wenig gequasselt bevor die schnellere Gruppe, die erneut gewechselt hatte, einmal um die Mühle lief und den Weg in Richtung Stegerhoff einschlug. Über den langgezogenen Helweg ging es über die Wirtschaftswege erneut zum Westricher Wald, über die Maxstraße ging es über einen Trailweg erneut in den Tiergarten. Auch hier mussten wir uns ein wenig Bremsen, so langsam gingen die Gäule mit uns durch :-) Anke Lehmann lief mit uns noch ein Stück ab und verabschiedete sich von uns. Nun ging es nochmal leicht ansteigend durch den Tiergarten an der Beobachtungsstation vorbei und wenn alles wie geplant funktionieren sollte, würde jetzt gleich die andere Gruppe auf uns stoßen. Und so war es auch! Perfekt!

 

Ein leichter Regen setzte langsam ein und es wurde uselig. Angelika gab mir die Info, das wir noch außerhalb des Tiergarten ein gemeinsames Foto machen und auf einander warten sollen. Gute Idee und so gab es noch ein Erinnerungsfoto vor einer schönen Kulisse, auch wenn der Himmel sich nicht mehr von der guten Seite zeigte.

Die letzte Rampe dort hin, strengte mittlerweile mehreren Läufern an und der Regen setzte ein. So kamen wir genau richtig am Roggenkamp ein.

 

Schnell alles organisiert, die Läufer zogen sich um, und wir deckten alle Leckereien ab, schmissen die Kaffeemaschinen an, und wärmten das Waffeleisen vor. Auch der große Teepott den  Norbert mitgebracht hatte, sorgte erstmal für alle für eine kleine Erwärmung. Nachdem alle eingetroffen waren und Angelika sowie Petra sich umgezogen hatten, übernahmen sie die Nachverpflegung. Von jetzt an nahm der Geräuschpegel zu, denn nun begann das gemütliche Beisammensein und Läufer haben sich immer viel zu erzählen. Urkunden konnte sich jeder nehmen und das kleine Präsent kam auch gut an. Vor allen Dingen für die 3 Gewinner, Christiane, Sandra und Anna! Nach und nach verabschiedete sich der eine oder andere und sprach ein großes Lob für die Organisation aus. Viele waren erstaunt was wir da auf die Beine gestellt hatten und das machte uns ein wenig stolz.

 

Jetzt begann die Aufräumerei, die aber erstaunlicherweise flott – denn zu unserer Überraschung hatten die meisten Läufer ihre Schuhe vor dem Ausgang ausgezogen und so ging es relativ schnell. Anschließend das Schild im Wald abgeholt und die geliehenen Utensilien zurück gebracht.

 

Alle Nervosität war umsonst – es war ein voller Erfolg und viele erwähnten schon jetzt, nächstes Jahr wären sie wieder dabei. Alles hat gepasst !!

 

Und am Heiligabend morgen ließen wir weiter alles Revue passieren und hatten schon wieder neue tolle Ideen für einen evtl. nächsten Lauf in 2019.

 

Vielen Dank allen die da waren und uns auch geholfen haben. Vielen Dank für die vielen Gaben für unsere Zielverpflegung und auch vielen Dank für die Geschenke für uns, die ihr mitgebracht habt.

 

Es war einfach toll mit Euch!

 

Sa

17

Nov

2018

Gipfelkreuz - Trail durch die Borkener Berge

Stefan Beckmann und der Lauftreff des TV Borken hatten eingeladen zum Trail durch die Borkener Berge. Berge in Borken ?? Richtig, die gibts auch! Und man kann es auch leicht "knackig" machen. Stefan, Herbert, Christiane & Co. hatten eine Strecke ausgewählt, die zu ihren Trainingsstrecken gehört. Es ging über 21 Kilometer mit zirka 300 Höhenmeter, beginnend am Fliegerberg überwiegend über Trail-Wege durch die Borkener Berge. Erstaunlich dabei - bis auf eine kleine Straßenüberquerung liefen wir die gesamte Strecke nicht auf Asphalt. Überwiegend Waldboden oder kleiner Schotter. Single-Trails, wo man meint - kann man überhaupt hier herlaufen? Andreas und ich fuhren gemeinsam zum Treffpunkt und trafen dort auf rund 80 Läufer- und Läuferinnen. Erstaunlich für einen reinen privaten Einladungslauf. Und man muss wirklich sagen, absolut top organisiert. Es wurde in 3 Gruppen eingeteilt, eine kleine langsamere Gruppe über 11 km und eine über 21 km sowie eine Flottere Gruppe, ebenfalls über die Halbmarathon-Distanz.

 

Da ich zur Zeit Probleme mit meinem Sprunggelenk habe, wählte ich die langsamere Gruppe. Nachdem man durch einen offenen Zaun :-) auf die Strecke kam, ging es sofort zum Fliegerberg. Immer leicht Auf- und Ab über schöne kleine Wege, wo wir meist hintereinander laufen mussten. Vorne informierte Stefan über einzelene Strecken-Abschnitten, hinten passte Christiane auf, das alle den Anschluss hielten. War das Tempo ein wenig zu flott, wurde auf die nachfolgenden gewartet. Der erste Event-Point war die sogenannte "Velener Südsee" bei km 10,5. Bei dem blauen Himmel und den Blick auf dem See, meinte man wirklich man wäre in der "Südsee" :-) Anschließend ging es dann ansteigend zum Gipfelkreuz bei km 12,5. Da meinte man wirklich nicht mehr, man ist in dem "flachen" Borken. Gipfelkreuzbuch und ein kleiner Umstruck mit einem Likör und wir liefen in Richtung Hügelgräber Ramsdorf und die Bussardwiese, wo am Wanderparkplatz "Die Berge" zuvor ein Pkw plaziert war mit Getränken, Salzbrezeln, Gummibärchen etc.! Einfach toll, und liebevoll organisiert. Die kurze Pause tat gut!

 

Über weitere Trails, diesmal über leichten Sandboden, manchmal mit Wurzeln, liefen wir zur "Dame im Wald". Extra für uns hatte sie sich schick angezogen mit Corsage :-) (siehe Bild). Auch wenn man noch so acht gab, die Gefahr über die eine oder andere Wurzel zu stolpern, war immer da. So passierte es auch manchen, aber größere Blessuren blieben aus. Einzelne Trails erhielten Namen der "Mitläufer" und waren ausgeschildert. Auch der eine oder andere Berg. Kurz gegen Ende erreichten wir noch mit einem Anstieg den Lünsberg, bevor wir über tiefen Sandboden freudig hinter vom Fliegerberg liefen. Eine wirklich harmonische Gruppe, mit der es Spaß gemacht hat zu laufen. Ich hoffe der Lauf findet im nächsten Jahr auch statt...

Sa

13

Okt

2018

Drevenacker Dünen - Lippefähre - Wesel und zurück

Heute nach langer Zeit endlich wieder ein gemeinsamer längerer Landschaftslauf. An diesem Samstag haben wir uns eine Strecke ausgesucht, die nicht allzuweit von uns entfernt ist. Es ging nach Drevenack bei Hünxe. Über Wikipedia haben wir die Strecke ausgesucht, welche noch nicht mit Streckenschildern verzeichnet ist. So war es doch ein wenig riskant loszulaufen ohne abzuschätzen wieviel Kilometer es tatsächlich werden. Durch die Rückenprobleme in den vergangenen Wochen wollten wir es auch nicht übertreiben, zumal es am frühen Morgen mit sommerlichen Herbsttemperaturen über 24 Grad viel zu warm war für die Jahreszeit.Der Herbst zeigte sich trotzdem von seiner schönen Seite.

 

In Drevenack angekommen fanden wir sofort unseren Startpunkt am Wanderparkplatz am Schwarzensteiner Weg. Von hier aus ging es direkt nach 250 m auf einen Reiterweg in den Wald. Die Strecke war auf den ersten Kilometer nicht gerade leicht zu laufen, da es nur über sandige Reiterwege ging. Erst als es auf festen Walduntergrund ging, konnten wir es lockerer angehen. Nach wirklich wunderschönen Streckenabschnitten in einer wenig berührten Natur ging es kurz auf Asphalt. Hier machten wir spontan, nachdem wir ein Radwegschild erblickten, einen kleinen Abstecher zur Lippefähre. Eigentlich war diese Richtung gar nicht geplant, aber es reizte. So kamen wir am Ufer und erblickten eine Fähre mitten auf der Lippe stehen. Kein Fährbetrieb - nein, wir mussten uns diese Fähre an einer Kette selber rüberziehen. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl als wir auf die Fähre sprangen und sofort in die Mitte der Lippe abtrieben. Und jetzt ? Wie gehts jetzt weiter ? Angelika erblickte ein Schild wo alles erklärt war und wir nun eine andere Kette vom gegenüberliegenden Ufer rüber ziehen mussten. Die letzten Meter wurde es doch für uns beide anstrengend, aber wir kamen ans andere Ufer an. Tja - nur wie jetzt weiter, denn eigentlich wollten wir durch die Dünen. Egal !

 

Wir liefen über einen Weg mit kleinen Schotter und erblickten den Kanal. Auch hier hieß es spontan dort entlang zu laufen und irgendwann abzubiegen. Da kein weiterer Weg wieder zurück zur Lippe führte, liefen wir wohl oder übel immer weiter in Richtung Wesel. Dabei wieder einige schöne landschaftlichen Anblicke auf die renaturierten Lippeauenlandschaft. Als wir fast im Zentrum ankamen mussten wir eine Entscheidung treffen: Rückweg oder irgendwie den Weg über die Straßen von Wesel in Richtung Drevenack finden ? Da keine Ausschilderung uns zu unseren Ursprungsort brachte, entschieden wir zurückzulaufen. Das hieß natürlich erstmal wieder rund 6 km zurück bis zur Fähre, diese erneut rüberziehen und nun hoffen das wir durch die verwinkelten Waldwege zurückfinden. Aber wir hatten eine gute Orientierung und auch wenn uns die warmen Temperaturen und der Durst mittlerweile zusetzen, kamen wir voller Freude am Wanderparkplatz an. Die erlaufenen 21 Kilometern reichten uns zur Zeit völlig. Viele schönen landschaftlichen Lichtblicke, die man jeden Läufer nur empfehlen kann.

Di

28

Aug

2018

Marathon-Vorbereitung für Münster abgeschlossen

Die Vorbereitung ist abgeschlossen. In meinen Augen eine meiner besten seit ich Marathon laufe. Jetzt beginnt die Regenerationsphase, jetzt heißt es die Beine mehr oder weniger still halten.

Fünf Läufe über 30 km, davon 2 über 35 km! Alles in einen ruhigen Tempo. Die Vorbereitung lief so perfekt, ich würde mir ohne weiteres eine Zeit deutlich unter 3:30 Std. zutrauen. Doch das ist nunmal nicht das Ziel und auch nicht der Grund warum ich nochmal einen Marathon laufe, sondern weil ich dazu beitragen möchte vielen Läufern die 3:59:xx zu ermöglichen. Zwischendurch musste man immer wieder mal den einen oder anderen Spruch hören oder lesen: Ich dachte Du wolltest keinen Marathon mehr laufen...

Aber wer genau gelesen hat, ob im Blog oder in anderen sozialen Netzwerken: Ich habe immer betont, es ist nie ausgeschlossen, das ich oder wir einen Marathon laufen - ob einen Fun-Lauf im Ausland oder etwas ganz besonderes. Gemäß: Sag niemals nie! Deshalb verstehe ich manche Sprüche einfach nicht. Dieses ist auch der Grund, weshalb ich mich läuferisch fast ganz aus Facebook verabschiedet habe. Ich brauche keine Beweihräucherung! Das ständige: Alles ist gut, alles ist besser, alles schneller weiter und mehr - und nix gönne ich von Herzen jemand anderen. Diese Einstellung ist nicht mein Ding. Denn genau das Gegenteil ist bei mir der Fall. Ich werde mich mit jeden, der mit uns in der Gruppe 4:00 Stunden in Münster gelaufen ist und sein Ziel erreicht hat freuen und beglückwünschen. Das ist derer Tag und den sollen sie genießen, denn auch wenn sie sich an uns halten, letztlich laufen muss es jeder allein laufen.

 

Es fanden auch einige richtig toll, als Pacemaker zu laufen - ob mein Schatz oder Corinna und Hubert. Und da war auch der eine oder andere Spruch für mich eine gute Unterstützung! Danke !

Vielleicht lag es auch daran, dass diese Vorbereitung ohne irgendeinen Druck lief. Keine Zeitvorgaben, keine Trainingseinheiten wo der Erwartungsdruck hoch war, kein Klotzen nach Kilometern. In den vergangenen Jahren war in der Marathon-Vorbereitung oft Wochenumfänge von über 100 km dabei. Dieses Mal war die intensivste Woche mit 78 km, zumeist verteilt auf 4 Einheiten. Neben einer flotten Einheit, einer regenerativen und einer auf Waldboden, waren lediglich die langen Läufe intensiver. So habe ich in diesen 12 Wochen kaum muskeläre Probleme gehabt oder andere Wehwechen. Lediglich eine Blockade im Rücken, die aber schnell gelöst war.

Aber ich freue mich auch auf wieder kürzere Wochenend-Trainingsläufe mit Angelika um neue Gegenden kennenzulernen. Diese "Long Runs" sind einfach zeitintensiv und sollen nicht ständig sein. Denn genau dann, so bin ich mir sicher, würden die muskelären Probleme wieder kommen. Manchmal war es einfach zu viel 4 bis 5 Marathons in einem Jahr zu laufen und diese meist auf schnelle Zeit. Vielleicht werde ich ja im kommenden Jahr nochmal den Pacemaker machen, vielleicht auch einen Marathon, wenn man mal einen Startplatz gewinnt. Aber nie wieder in so einer Intensivität, wie es früher mal war. Wie sagt man so schlau: Manchmal ist weniger mehr.

 

Di

07

Aug

2018

Marathon als Pacemaker

 

 

12 Jahre bin ich Marathon gelaufen! 12 Jahre mit Höhen und Tiefen, Ziele erreicht, Ziele nicht erreicht! Es war alles dabei! Den Frankfurt-Marathon wo ich mit 3:16 Std. meine persönliche Bestzeit lief bei gestarteten Minus-Graden, einen Berlin Marathon in strömenden Regen, oder einen Amsterdam-Marathon mit Top-Vorbereitung aber 2 schlaflosen Nächten vorher in einem überaus lauten Hotel. Es war alles dabei. Erlebnisse, die man nie vergessen wird. 41 Marathons sind es geworden und der letzte sollte eigentlich der Rennsteig-Marathon in 2017 gewesen sein.

 

Doch schon damals sagte ich, sag niemals nie! Wenn mal was Schönes außergewöhnliches geboten wird, dann könnte es sein….

 

Außergewöhnliche: Genau das ist es nun! Vor 2 Jahren wurde ich als Pacemaker beim Münster-Marathon registriert, hatte daran aber nicht mehr gedacht, das auf mich zurück gegriffen wird.

 

Und nun ist es passiert. In einer Mail im Juni erfuhr ich, dass ich eingeteilt bin. Mit ein paar anderen war ich nun Brems- und Zugläufer für die 4 Stunden-Marke. Münster hat wirklich einen schönen Marathon. 2013 lief ich da bereits und genoss einen tollen Zieleinlauf am Prinzipalmarkt. Eine coole Atmosphäre. Das war Gänsehaut pur ! Und noch mehr Gänsehaut soll es nun werden! Ich möchte mithelfen anderen Marathonis den Traum von dieser Zeitmarke zu ermöglichen. Antreiben, sie motivieren auf den letzten Kilometern an uns zu hängen und nicht aufzugeben und den inneren Schweinehund zu besiegen. Ich will mithelfen für sie ein unvergessliches Erlebnis zu erreichen.

 

4:00 Stunden! Das heißt einen gleichmäßigen Schnitt von 5:40 Min. je Kilometer zu laufen. In den ersten Trainingseinheiten nach unseren Gran Canaria Urlaub probierte ich dies auch sofort aus. Zunächst 10 Kilometer, danach bis zu 16 km. Das klappte auch prima bis auf ein paar Sekunden, die nicht erwähnenswert sein dürften, da nicht alle GPS-Uhren 100 % genau messen. Dieses Marathontraining war anders. Für meine normalen Ambitionen im Herbst lief ich weiterhin eine flotte kurze Einheit in der Woche sowie weitere im Tempo von 5:15 bis 5:40 Min.! Diese 5:40 Minuten locker sein! Das waren sie auch ! Gleichzeitig wollte ich auch nicht auf die gemeinsamen langen Läufe mit meinem Schatz verzichten. Hier war es meist ein Tempo von 6:20 Min. bis 6:30 Min. je Kilometer. Also eigentlich auch ein Training für einen langen Lauf für einen 4 Stundenläufer. Da ich um die 30 Kilometer bei meinem „Long Run“ laufen wollte, eigentlich aber meist nur bis maximal 22 Kilometer läuft, startete ich vorab und lief bereits 13 Kilometer im Vorfeld. Danach schloss ich zu Hause auf sie auf und liefen gemeinsam bis ich um die 30 bis 33 Kilometer kam.

 

Anfang Juli versuchte ich zuvor beim Halbmarathon in Dülmen-Rorup gleichmäßig auf eine Zielzeit von 1:59:xx zu laufen, was auch sehr gut klappte.

Der wöchentliche Trainingsaufwand ist bei rund 70 Kilometern! Nunmehr sind noch rund 4 Wochen bis zu diesem Event und die Vorfreude steigt. Die hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen haben einen gut zugesetzt und so manche Einheit war auch nicht so einfach wie erwartet. Aber trotzdem kann ich es nicht abwarten. Nicht auszuschließen, dass ich ein weiteres Mal den Pacemaker machen werde. Aber im Grunde wird danach wieder der Marathon bei mir ruhen. So freue ich mich genauso wieder darauf ohne Vorgabe spontan zu laufen, ob allein oder mit meinem Schatz. Unser Läuferziele sind noch sehr groß, auch wenn nicht Kilometermäßig - aber so wollen wir auch weiterhin das große Münsterland erlaufen zum Beispiel mit dem Ablaufen des Hohe Marksteigs.

 

So

24

Jun

2018

Laufen auf Gran Canaria

Laufen im Urlaub war in den vergangenen Jahren eher kein Training sondern ein Sightseeing-Genuss-Laufen ! Viel sehen, auf einer längeren Distanz, in nicht alzu langer Zeit. Wo manche einen  Tagesspaziergang herausmachen, hieß es für uns, Laufschuhe anschnüren und los, bis zum Frühstück zurück zu sein.Hier kommt es bei uns nicht darauf an, irgendwelche spezifischen Einheiten wie Intervalle, Crescendo oder Steigerungsläufe zu machen, sondern einfach nach Gefühl.

War der Urlaubsabend zu lang geworden, der Wein zu reichlich, so hieß es einfach auch mal lockeres Loslaufen und den neuen Tag schön zu beginnen.

 

Für uns heißt es im Urlaub zumeist "Zusammenlaufen". Auch wenn wir die längeren Läufe zu Hause mittlerweile mehr oder weniger fast komplett gemeinsam läuft, so ist dies im Urlaub fast ausschließlich. Gemeinsam Eindrücke verschaffen, gemeinsam Erleben. Was kann es schöneres geben ?

 

Im Winterurlaub der vergangenen Jahren haben wir so ein paar Strecken rund um Playa del Ingles abgesteckt, nichts spektakuläres, aber trotzdem schön. Die erste Route beginnt an der Strandpromenade die lang gezogen über einige Kilometer geht. In der einen Richtung am Wasser entlang nach San Agustin. Die andere Richtung zu den Dünen von Maspalomas. Wer jetzt denkt Strandpromenade - das ist flach, sieht sich getäuscht. Es geht öfter knackig bergauf - und ab. Zwei unterschiedliche Strecken wie sie kaum sein können. Die Strecke bis hinter San Agustin geht teilweise entlang an Klippen, selbst in den Tagesstunden mit weniger Spaziergänger als in der Touristenhochburg Playa del Ingles. In diesem Streckenabschnitt kann man auch abseits des Laufens die Seele baumeln lassen und nur die Atmosphäre der herankommenden Wellen genießen. Man glaubt es kaum, weil man nur ein paar Kilometer entfernt ist, aber hier ist das Wetter meist ein wenig rauher. Scheint über Playa del Ingles die Sonne, kann es hier bewölkt sein, meist auf jeden Fall windiger. Rund 4,5 km lang beginnend von den Abwärtstreppen in Playa del Ingles geht es in diese Richtung. Somit eine schöne 9 bis 10 km lange Runde. In Höhe des Einkaufscenter Tropical hat man zudem gegen Ende einen sehr knackigen Anstieg zu bewältigen. Hat man dies geschafft, darf man sich als Belohnung auf das Frühstück im Hotel freuen. 

Der Promenaden-Lauf in Richtung Dünen ist ein wenig kürzer, beginnt mit vielen Treppen runter in Höhe des Playa-Platzes um dem Cafe Ciao Ciao und auf der anderen Straßenseite sofort wieder hoch. Hier wirds somit sofort anstrengend, es sei denn man startet zunächst gehend. Die Strecke in Richtung Dünen ist eine ganz andere als nach San Agustin. Hier hat man sofort einen Blick über dieses Naturschauspiel der Dünen. Nachdem man oben nach den Treppen gestartet ist, bleibt es nahezu flach. Rund 3 km Lauf ist dieser Pendelkurs, wärs mag hat zum Schluss natürlich wieder die besagten Treppen und hat eine 6 km-Runde. Wer mehr möchte, baut einfach die San Agustin-Runde mit ein.

Eine weitere Runde ist der Lauf am Meer entlang in Richtung Faro oder sogar noch weiter in Richtung Meloneras. Aber hier muss man darauf achten, das Ebbe ist oder zumindest Ebbe beginnt. Dann läuft man meist auf harten Sand am Wasser, auch wenn zwischendurch auch mal Abschnitte mit Steine auftauchen. Von diesem Lauf könnt ihr auch unten in der Bildergalerie einiges sehen. Die Strecke bis Faro ist 5,5 km lang, nach Meloneras 7 km. Also könnt ihr selbst gestalten, sollen es nur 11 oder sofort 14 km werden. Ist keine Ebbe, kann es richtig hart werden. Durch den tiefen Sand ist es sehr anstrengend und gerade bei Flut zudem sehr windig. Bei einem mehrwöchigen Urlaub sollte man daher sofort entscheiden, wann man dies macht - weil vielleicht irgendwann die Gelegenheit zu einem traumhaft schönen Lauf nicht mehr unbedingt gegeben ist. Für uns war dies in der 3. Urlaubswoche, wo wir zur letzt wieder auf die San Agustin-Runde ausgewichen.

 

Nach den letztjährigen Rennsteig-Marathon war es nicht mehr beabsichtigt in nächster Zeit einen Marathon zu laufen. Auf jeden Fall keinen auf eine persönliche Zeit mit einem gezielten strapazierten Training. Nunmehr wurde ich nach einem Jahr im Urlaub per Mail überrascht, dass ich als Pacemaker für den Münster-Marathon eingeteilt bin. Vor 2 Jahren war ich dort regestriert worden, aber nicht mehr daran gedacht. "Man soll nie nie sagen", dass Motto hatten wir sehr oft bei vielen Gegebenheiten im Urlaub. Nunja - irgendwie reizt einen auch die Aufgabe vielen Läufer zu einer 3:59:xx zu bringen. Auch wenn ich aus so einen Marathon-Training sehr lange raus bin. Ich glaube schon daran, dies gut zu machen. Klar ist auch: Dafür muss ich in nächster Zeit zumindest ein wenig mehr trainieren und vor allen Dingen, diese Pace so gleichmäßig wie möglich hinzubekommen. Das Training beginnt......in den nächsten Wochen werde ich hier im Blog mal ein wenig darüber berichten.

Sa

26

Mai

2018

"Schwarzes Wasser" - Waldsee - Schloss Diersfordt - Großes Venn

Bei knapp 27 Grad einen schnellen 5er oder 10er Wettkampf laufen hatten wir nicht unbedingt Lust zu. So entschlossen wir uns Samstags in Richtung Hamminkeln zu fahren um dort einige gemütliche Kilometer zu laufen.

 

Beginnend „Am Schwarzen Wasser“ ging es direkt durch ein großes Waldgebiet. Der Weiher wurde benannt nach seiner braunschwarzen Färbung, entstanden vermutlich in der Nacheiszeit durch eine abflußlose Aufblasungswanne, welches sich mit nährstoffarmen Wasser füllte.  Die Strecke ist sehr schön zu laufen, immer wieder führen gut befestigte Wege zu allen Seiten, teilweise auch einige Single Trails. Der Untergrund ist Waldboden, oftmals auch mit Sand. Ideales Training für einfache Trailläufe. Zudem sind es kleine Erhebungen, wodurch die Strecke nicht als ganz flach zu bezeichnen ist. Es macht Spaß hier zu laufen. Da wir einen anderen Zugang zu diesem Waldgebiet nehmen, als ursprünglich geplant, lassen wir den Weiher links liegen und laufen über den Heuweg in Richtung Diersfordt. Hier möchten wir gerne den Waldsee sehen mit den nahegelegenden Schloss Diersfordt. Die Strecke ist für Radfahrer gut ausgeschildert, auch wenn manchmal das eine oder andere Schild fehlt, wo man es benötigte bzw. vermutlich verdreht ist.

 

 

Wir stoßen auf einen Abzweigschild „Grabdenkmal“ was uns natürlich neugierig macht. Nach ca. 200 m sehen wir dort zwei Denkmäler von den Erbauern der Schlosslandschaft von Schloss Diersfordt, den Freiherren von Wylich. Eine Infotafel beschreibt die Geschichte hierzu. Für einen Läufer ist natürlich neben dem rechten Denkmal, linksliegend die kleine Rampe interessant, die steil bergab geht. Ich probiere diese sofort aus, einmal runter und hoch. Nun möchten wir auch das Schloss sehen und laufen weiter in Richtung Schloss Diersfordt, ein Radwegschild taucht auf, welches zur Personenfähre am Rhein führt (ca. 5,5 km entfernt), sicherlich auch interessant. Wir wählen Schloss Diersfordt. Ein Stückchen an der Straße entlang verpassen wir den Zugang zum Waldsee, weil es eher aussieht als ob man auf einen privaten Bauergehöft kommt. Aber ersehen sofort einen Wanderweg, der uns zu unseren Ziel führt. Nun läuft man an diesen sehr großen Baggersee direkt entlang. Dieser See wird durch Kiesabbau stetig vergrößert. Ein altes Kiesabbauboot am Ufer ist sehenswert. Der Diersfordter Waldsee wurde in den letzten 30 Jahre immer mehr rekultiviert. So wurde im Jahre 1987 eine große Insel für Vögel und Biber angelegt. Am Südufer ist ein Steg angelegt für Segel- und Paddelboote. Wir wundern uns erst, das so große Boote auf so einen See stehen, aber nachdem wir nach und nach die Größe des Sees erblicken, sind wir echt überrascht. Selbst ein Besucherboot  können Touristen das künstlich angelegte Biotop besichtigen.

 

 

Wir laufen nun zum Schloss, welches nur ein paar hundert Meter entfernt ist. Das Wasserschloss , welches auf eine mittelalterliche Burg zurückgeht, hat eine fast 700jährige Geschichte. Die Anlage ist zugänglich, linksliegend sind jedoch die Privatgebäude der Besitzer. Rund um den Schloss kann man den früheren Burggraben erahnen. Am Eingang  des Eiskellers befindet sich ein Museum. Im Hofbereich links das Hauptgebäude, welches als Hotel und für Veranstaltungen des Besitzers genutzt wird. Gerade vor Kopf die Schlosskirche. Im Jahr 1928 wurde die Schlossanlage nach einem Brand nahezu komplett zerstört. 1929 wurde es, auf Grund der hohen Kosten, ein wenig kleiner neu aufgebaut. Auch im 2. Weltkrieg wurde das Schloss insbesondere die Schlosskirche stark beschädigt. Es geht weiter. Unser nächstes Ziel ist das Naturschutzgebiet „Großes Venn“ welches sich im Diersfordter Wald in Richtung Hamminkeln befindet. Nach ein paar hundert Meter an der Straße entlang erblicken wir eine Infotafel, welches uns 2 Zugänge zu diesem großen Waldgebiet zeigt. Wir laufen zunächst an der Straße entlang um dann linksabbiegend über einen Waldweg entlang eines Zaunes sozusagen umlaufen. Der Untergrund ist weich, teilweise mit Wurzeln überseht und gut zu laufen. Ein weiteres Mal links ab, befindet sich der Nord-Zugang: Eine Wildschleuse ermöglicht Wanderern oder uns Läufern J den Zugang. Von den Schlossherren von Diersfordt wurde dieses 1.800 Hektar großes Wildgatter um 1850 zur Jagd errichtet. Heute ist dieses Gehege noch 350 Hektar gross. Das gesamte Gebiet besteht aus eiszeitlichen Sanddünen, die zu weiten Teilen mit alten, knorrigen Eichen, Rotbuchen und Waldkiefern bewachsen sind. Zudem sind hier kleine Moor- und Heideflächen besiedelt. Die Strecke ist ein Traum. Der „Große Veen“ bezeichnet den moorigen bis sumpfigen Lebensraum. Rothirsch, Damhirsch, Mufflons kann man hier mit Glück sehen. Wir haben Glück, nur 50 m entfernt erblicken wir eine große Wildschwein-Familie mit Jungtieren. Still und leise lassen wir sie vorbeiziehen und sind vorsichtig. Nun laufen wir über den Moorerlebnisweg, der teilweise über Holzbohlen geht. Immer wieder staunen wir über die Schönheit dieses Gebietes, welches ja nicht so weit entfernt von uns liegt. Die seltene Libellenart Große Moosjungfer, der Moorfrosch und seltene Pflanzenarten wie das rote Torfmoos, Sonnentau, Wollgras oder Rosmarinheide sind nur einige von vielen Arten, die das Große Veen zu einem besonderen Kleinod machen.

 

Es geht weiter über den Hirschkäferrundweg, benannt danach, das hier der sonst seltene Hirschkäfer in großer Population beheimatet ist.

 

 

Langsam wird’s anstrengend, der Untergrund ist zwar sehr schön zu laufen, aber schließlich haben wir fast 18 km bei warmen Temperaturen belaufen. Wir verlassen das Wildgatter und laufen den Weg zurück in Richtung Hauptstraße. Hier sehen eine Baustelle wo ein schrankenloser Übergang über eine Bahnschiene gebaut wird. Also nicht allzu fern dort wo unser Auto steht. Irgendwie müssen wir auf die andere Seite kommen und nach einem kurzen Überqueren dieser Baustelle über einen Sandweg erlangen wir auf den Wirtschaftsweg in Richtung „Am schwarzen Wasser“. 22 Kilometer sind es geworden und die Strecke ist wirklich ein Traum und erlebnisreich für Naturfreunde.

 

Die Strecke lässt sich beliebig noch ausbauen mit Abstecher zum Bislicher Wald, gegenüberliegend vom „Großen Venn“ oder in der anderen Richtung zum Auesee bzw. zum Rhein. Ein wahres Läuferparadies.

 

Fr

18

Mai

2018

Entlang der Bocholter Aa "3. Etappe von Lowick nach Dinxperlo (NL) und zurück"

Unsere nächste Etappe begann an für uns ungewöhnlichen Tag für einen längeren Lauf, am Freitagnachmittag. Bei sonnigen Wetter ging es weiter an der Aa entlang von Lowick rüber über die holländische Grenze nach Dinxperlo. Nach einem Kilometer über Asphalt, ging es danach über feinen Schotter über eine traumhafte Strecke. Kleine Stauseen, Vogelgezwitscher von allen Seiten, Schafe - Kühe - Pferde, die am Deich der Aa grasten - einfach Natur pur !

 

Doch zuvor mussten wir schon nach ca. 2 km einen kleinen Umweg laufen. Da auf der Höhe der Liederner Ringstraße eine neue Brücke über die Aa gebaut wird, mussten wir der Umleitung folgen. Aber dieser kurzer Umweg von vielleicht 1 Kilometer sorgte der Stimmung keinen Abbruch. Direkt nach der Baustelle ging es weiter an der Aa mit etlichen wunderschönen Eindrücken.

 

Nach ca. 9 Kilometern näherten wir uns einem Radfahrschild, wo auf ein rechtes Abbiegen Richtung Dinxperlo hingewiesen wurde. Da wir dort die kleinste Kirche Hollands sehen wollten, verließen wir uns auf dieses Schild. Auf Google-Map hatte ich ein Tag zuvor noch gesehen, dass man entlang der Aa fast drauf zuläuft. Ein Fehler dem Schild zu folgen, denn so machten wir erneut einen kleinen Umweg. Nicht tragisch - aber so war unser weiterer Lauf nach Anholt mehr als gefährdet. Wir wollten heute nicht weit über 30 Kilometer laufen. Also folgten den Schild und kamen ins deutsche Dörfchen Suderwick an. Wirklich "Dörfchen"! Ein paar Häuser, ein paar Straßen - mehr nicht. Aber das besondere: Dinxperlo und Suderwick wirken wie ein Ort. Überquert man eine Straße im Ort, ist man direkt auf holländischer Seite.

 

Ein paar hundert Meter gegangen und geguckt wo die Kirche nun ist, die wie wir zuvor lasen, in einem Gewerbegebiet war. Gesagt - getan ! Irgendwie kamen wir nicht weiter. Also fragten wir einen Holländer danach. Der wusste es selber nicht ganz genau und konnte uns zumindest die Richtung nennen. Nach weiteren 500 m fragten wir einen holländischen Angler an einem Teich ein weiteres Mal. Auch er schaute uns eher verduzt an, konnte uns aber zumindest den Weg beschreiben. Diese Kirche musste wirklich sehr klein sein !! :-)

Und da war sie !! Und sie war wirklich sehr klein ! Leider abgeschlossen und durch dem Fenster blickend sah man nur einen Stuhl und einige Gemälde einer Ausstellung. Das Innenleben dieser Kirche war nicht viel größer als der eines Aufzugs.

Eine interessante Geschichte verbirgt sich hinter dieser Kirche. Der Notar de Riestap hatte das Grundstück und eine hohe Geldsumme von seinem verstorbenen Onkel geerbt. Mit der Auflage dort eine Kirche zu errichten. Nun ja - um nicht viel von der Geldsumme auszugeben, baute er halt eine Kirche mit nur 6,40 m Länge und 4,50 m Breite. Die kleinste Kirche der Niederlande.

Da die Zeit nun langsam drängte und ein weiteres Laufen nach Dinxperlo Zentrum noch mehr Kilometer auf den Tacho brachte, entschlossen wir uns sofort wieder in Richtung Aa zu laufen. Und das klappte auch zunächst hervorragend. Bereits nach ein paar hundert Metern waren wir wieder über die Grenze an der Aa. Hatten sozusagen, noch nichtmals viel an Umweg eingebüst. Dort verließen wir uns auf ein Radweg-Schild mit dem Hinweis "Anholt 5,1 km"! Eine kurze gemeinsame Überlegung und gleichzeitigen sagen: Ja machen wir !

Doch schon nach fast einen Kilometer war dieses Vorhaben beendet. Denn hier erschien ein Schild mit "Anholt 6 km". Das hieße erneut zurücklaufen, von da irgendwie nach Anholt und das ganze Stück wieder zurück zur Aa.

Wir wäre auf mindestens 34 km gekommen. Also entschlossen wir uns mit den heutigen Eindrücken zurück in Richtung Bocholt zu laufen.

Dies war auch eine gute Entscheidung, denn die Anstrenung der letzten Wochen merkte man uns an. Nach 23 km waren wir am Auto angekommen und das war auch gut so. Denn wir waren beide ganz schön k.o. !

So fuhren wir dann von "Bocholt - der Stadt ohne Erdnussflips" direkt nach Hause und schwärmten auf dem Rückweg immer wieder über diese schöne Laufstrecke.

Sa

14

Apr

2018

Entlang der Bocholter Aa "2. Etappe - Bocholt - Lowick - Bocholt - Aasee - Rhede - Rhedebrügge - Hoxfeld

Endlich sind wir dazu gekommen unsere 2. Etappe "Entlang der Bocholter Aa" zu starten. Wettkämpfe, Training oder viel Privates sorgten dafür, dass es erstmal im Hintergrund stand. Da wir spontan entschieden, den 10 Km-Lauf in Lintorf am Sonntag nicht zu starten, hieß es eher noch einmal "Kilometerfressen". Die Route war abgesteckt und wir entschieden uns mit den Bus R 51 nach Bocholt zu fahren, ein Stück Pendelkurs zu laufen und dann zurück. Am Ziel der 1. Etappe am Pröbstingsee parkten wir unseren Wagen und gingen zur Haltestelle. Nachdem wir den Busfahrer den Tag versauten, in dem wir fragten: Ist ein Tagesticket preiswerter als ein Einzelticket, mussten wir bis Bocholt mit ansehen, dass er sein Ticket-Drucker völlig aufgehangen hatte. Tickets über Tickets, so viele wollten wir gar nicht. Er musste zwischendurch sogar die Rolle auswechseln. Gut das von den Einstiegenden am frühen Morgen keiner ein Ticket mehr brauchte. Da wäre nichts mehr möglich gewesen! Am Bocholter Bahnhof ausgestiegen hieß es erstmal "Ohh die Kirche da sieht gut aus - da wollen wir hin", bevor es entlang der Arkanden an der Aa durch Zentrum ging. Ein paar Sehenswürdigkeiten erhascht, aber nichts spektakuläres. Eben eine große Stadt !

Schöner wurde es dann raus in Richtung Lowick und Boytinkhook. Hier war man sofort in einer anderen Welt, ein traumhaft schöne Gegen und man lief direkt an der hier sehr breiten Aa. Je weiter man rauslief umso neugierer wurde man. Doch wir mussten ja schließlich auch zurück und würden sonst zu viel Kilometer laufen. Also Kehrwende und schon festgelegt, wo wir die 3. Etappe starten werden. Nachdem wir wieder durch Bocholt entlang der Promenade liefen, fing es an, dass wir ein paar ungeplante Umwege liefen. Zunächst hielten wir uns nicht an dem Schild an Aa wo es zur alten Textilfabrik ging - "Durchgang wegen Baustelle gesperrt". Nein, die beiden Schlauen meinten, wir laufen einfach mal und gucken, entweder kommen wir durch oder klettern irgendwie rüber. Am Ende angekommen traf beides nicht ein - da war nix mit klettern! Also Kehrtwende ! Ein großer Umweg und so weit weg von der Aa, das wir eine Anwohnerin fragen mussten, wie und wo wir wieder dort hinkommen. Das klappte gut und schnell waren wir auch am Aasee angekommen. Nächste Frage: Umlaufen wir ihn einmal oder laufen wir direkt weiter an der Aa Richtung Rhede. Wer die beiden kennt, weiß - das sie das erste wählten. Einmal umrunden hieß dann auch plus 3 Kilometer. Aber egal, schließlich ist dieser See eine Umrundung wert. Wir waren nun bei Kilometer 14 angekommen und machten erstmal Picknick!

 

Mettwürstchen, Brote, Riegel und Süßigkeiten - schließlich musste der Rucksack für den weiteren Weg leerer gemacht werden. Da wir zuvor schon ein Schild in Rhede gesehen hatten, ging es nach der Pause erstmal dort hin. Wir liefen ein Abschnitt wo wir uns von der Aa entfernten, fragten eine Hundehalterin ob man hier wieder dort hin kommt. Ihr war es eher unbekannt, also wieder zurück. Am Ursprungsweg angekommen waren wir erstaunt, dass wir eigentlich wohl doch auf den richtigen Weg waren und der andere nach Hamminkeln führte. Also einen älteren Herrn gefragt, der uns nicht genau sagen konnte, ob dort an der Aa ein weg entlang ging. Wir probierten es einfach aus, liefen zwar direkt an der Aa aber nachdem wir eine Brücke überquerten hieß es wahrhaftig Richtung Hamminkeln. Also erneut zurück! Kurz vor dem Weg wo wir die Hundehalterin trafen, entschieden wir uns letztlich eine Straße entlang zu laufen. Zunächst dachte man es wäre eine Hauptstraße, entpuppte sich aber als einen schönen Wirtschaftsweg nach Rhede. Richtigen Weg wieder gefunden! Nach zirka 2 Kilometern waren wir dann wieder an der Aa und der schöne Streckenabschnitt entschädigte für das uselige Hin- und Herlaufen von zuletzt. Wir liefen durch die Hohenhorster Berge und den Winkelhausener Berge in Richtung Rhede. Tolle Strecke mit dem Highlight dem Wasserkraft und den Fischtreppen. Kilometer 24 war mittlerweile hinter uns, eigentlich sollten es nicht mehr werden. Aber irgendwie mussten wir ja zurück!

Die Sonne kam mittlerweile raus und unsere Getränke wurden immer weniger bis wir irgendwann in Rhedebrügge rauskamen. Die Bocholter Aa entfernte sich nun hinter der Halde Hoxfeld in Richtung oberhalb des Pröbstingssee, wir liefen bis Kilometer 31 an der Straße entlang. Das reichte für heute - es musste nicht mehr werden.

Ein toller Lauf, auch wenn es einige Umwege gab. Wir freuen uns auf die nächste Etappe mit Start in Lowick, denn nun wird es richtig schön.

Sa

31

Mär

2018

Höhenmeter fressen für den Hermannslauf

Grün-Donnerstag, Karfreitag und Ostersamstag - 3 mal Laufen und das mit mächtigen Profil. In der vergangenen Woche liefen wir noch den Klippenlauf in Ibbenbüren, am Donnerstag ging es wieder weiter mit Anstiege laufen. Nach einem chaotischen Nachmittag mit viel Verkehr "in datt Ruhrpott", wo die Leute ja so sehr den Stau-Tourismus lieben und gerne den Feierabend dort verbringen, ging es zum Parkplatz am Alpincenter. Zunächst lief jeder in seinem Tempo zum höchsten Punkt hinauf, anschließend herunter um erneut aufwärts zum Tetraeder. Weil es so gut war anschließend das gleiche nochmals in der umgekehrten Reihenfolge, wobei mir am letzten richtig steilen Anstieg zum Alpincenter vom Tetraeder kommend, die Lunge regelrecht aus dem Hals hing. Aber wichtig - gut geschafft, und das auch in einer guten Zeit.

Am Karfreitag ging es dann für mich laufend und Angelika als Fahrradbegleitung in Richtung Marienthal, jedoch vorher abbiegend über Homer und Erdbrügge sowie Isselquelle zurück. Nochmal 13 km gefressen.

Der Abschluss dann am Samstag unser gemeinsamer langer Lauf über 24 km beginnend unten in Gross-Reken.

Zunächst einen Abstecher zum Melchenberg hoch, um nachher durch die Natur kreuz und quer jeden Hügel zu erlaufen. Sah man dort einen Anstieg gings hoch, sah man eine Brücke wurde diese sofort erlaufen. So entschieden wir uns auch über die Vennehues Berge in Richtung Heiden zu laufen. Entlang des beschilderten Radweges waren als nächstes spontanes Ziel die Düwelsteene. Kurze Pause, kleiner Single-Trail und ab erneut in Richtung Reken. Diesmal den gekommenden Weg zurück, was zum guten Schluss den knackigen Anstieg am Melchenberg durch den Wald bedeutete. Als Belohnung gab es dann zumindest ein Abwärtslaufen nach Reken zum Auto. Ein toller gemeinsamer Lauf, der bei sonnigen Weter sehr viel Spaß und Höhenmeiter gebracht hat.

So

13

Aug

2017

Entlang der Bocholter AA "1. Etappe von Velen nach Hoxfeld"

Unser Laufprojekt „Entlang der Bocholter Aa“ ist nun gestartet. Die 1. Etappe sollte von Velen nach Hoxfeld gehen. Nachdem wir unser Fahrzeug in Hoxfeld unserem heutigen Etappenziel geparkt hatten, fuhr uns der Fietsenbus nach Velen. Die Busfahrerin hatte sich scheinbar so etwas schon gedacht und fragte uns: Laufen Sie das alles jetzt wieder zurück ? Ein paar Worte gewechselt und schon waren wir im Ort wo der Schwarze Bach und Vennbach zur Bocholter Aa fließen. Traumhaft schönes Läuferwetter mit wolkenlosen blauen Himmel. Aber das sollte sich im laufe dieser Etappe nach und nach ändern. Im Vordergrund steht bei unserem Laufprojekt nicht nur das Laufen, sondern vielmehr auch vieles von der Umgebung zu erkunden. So ist die Bocholter Aa zwar rund 56 km lang, aber dadurch, dass wir einige Sehnenswürdigkeiten ansteuern, wird unsere Tour sicherlich über 80 km lang sein. Klar könnte man diese Tour auch auf weniger Etappen bringen, aber das Gemütliche soll im Vordergrund stehen. Das heißt vielleicht auch mal an den einen oder anderen Zwischenstopp länger verweilen. Aus dem Grund hatten wir auch gewählt nicht den Wagen in Velen zu stellen, um nicht wegen eines Rücktransfers mit dem Bus in Zeitdruck zu geraten.
 

In einer Bäckerei versorgten wir uns noch mit Rosinenbrötchen und dann gings los. Start war für uns am Sportschloss Velen. Dieses Schloss ist nachweislich aus 1221, wo es noch im Besitz der Freiherren von Velen war. Nachdem es 1931 komplett ausgebrannt war, wurde es von 1933 bis 1934 nach alten Plänen neu errichtet.  Im Schlossparkt sind Orangerie, Forsthaus, Fasanerie und Tiergarten erhalten. Seit Ende der 80ziger Jahr ist das Schloss ein Tagungs- und Veranstaltungshotel.
 

Scheinbar starten viele von hier eine Radtour entlang der Aa, denn immer wieder trafen wir einige unterwegs bei Zwischenstopps die die gleiche Route wählten. Wir liefen entlang des Tiergartens in Richtung Ramsdorf. Nach dem gestrigen 10 km-Wettkampf fiel es uns am Anfang richtig schwer ins Laufen zu kommen. Landschaftlich schon jetzt einfach wunderschön. Weitblickend über die Felder zu sehen und die schöne Natur einfach in sich aufzusaugen. Nach ca. 7 km erreichten wir den kleinen Ort Ramsdorf. 

Ramsdorf hat sofort einige Sehenswürdigkeiten. Neben der Burg Ramsdorf, welche 1425 errichtet wurde, empfiehlt sich hier ein kleiner Spaziergang durch den historischen Ortskern. Hier treffen das Moderne und das Alte aufeinander. Man fühlt sich wie in einem kleinen Urlaubsort. Nur ein paar hundert Meter entfernt befindet sich die St. Walburga Kirche, welche im Jahr 1410 errichtet wurde. Der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert oder ein lebensgroßer heiliger Christophorus aus Eichenholz von 1520 sowie andere Ausstattungen wären sicherlich im Inneren sehenswert gewesen, aber bestimmt nicht in unseren Laufklamotten. Nun ging es weiter und nun stießen wir auch auf die Bocholter Aa mit einigen schönen Wegen über kleine Brücken. 

Unser nächstes Ziel war Burg Gemen. Der Himmel hatte sich langsam zugezogen und wir ahnten schon Schlimmes als wir die schwarzen Wolkenfelder erblickten. Laut Beschreibung der Radroute hieß es das wir entlang der „Borkener Berge“ laufen sollten. Aber dies war scheinbar sehr übertrieben, denn diese waren nicht unmittelbar auf unseren Weg sondern noch in einigen Kilometern Entfernung. Bei km 12 erreichten wir Burg Gemen. Eher würde man sagen es ist ein Schloss, welches vor über 900 Jahren aus einer Wasserburg entstanden ist. Für jeden Touri im Münsterland auf jeden ein Muss. Wir waren mittlerweile schon 3 Mal dort und finden es immer wieder schön. Mittlerweile haben wir auch ein paar Regentropfen abbekommen, aber das ist wirklich nicht erwähnenswert. Über die Geschichte dieser Burg Gemen möchte ich Euch nicht langweilen, das können gerne Interessierte über Wikipedia lesen. Nur so viel sei noch zu erwähnen, dass die Burg zur 100-Schlösser-Route gehört und im Jahr 1979 sogar auf einer 25 Pfennig-Marke der Deutschen Post abgebildet wurde. Anfang September findet hier auch ein kleiner Volkslauf statt, der Burglauf Gemen. Seit 1946 wird das Schloss als Jugendbildungsstätte genutzt. Im vorderen Schlosspark machten wir eine kleine Pause umgeben von einer ganzen Schar Enten, die uns neidisch auf unsere Rosinenbrötchen blicken. 

Es ging weiter und wir liefen nunmehr fast unentwegt an der Aa entlang. Einfach wunderschön ! Borken, oder besser gesagt – wir streifen nur Borken. Für jeden kulturell interessierten hat die Borkener Innenstadt einiges zu bieten: Neben einigen Bauwerken wie zum Beispiel der Kuhmturm, einem Rest aus der Stadtbefestigung oder die Prosteikirche St. Remigius. Gegenüber dort ist übrings ein tolles griechisches Restaurant J 

Auf unserer 1. Etappe – treffen wir immer wieder auf eine dreiköpfige Fahrradgruppe aus Bocholt, die viele „Bierchen-Pausen“ auf der Strecke macht und letztlich sogar später in Hoxfeld ist, wie wir. Nun liefen wir auf Splitt und Waldboden entlang der Aa in Richtung Pröbstingsee. Die letzten Kilometer stehen an, aber durch die ganzen Zwischenstopps mit Gucken da und gucken da, sind wir auch ganz schön kaputt nach 23 Kilometern als wir Haus Pröbsting erreichten. Hier ist aus dem ursprünglichen Rittergut Haus Pröbsting, wo sich nun eine Klinik drin befindet, in den 1970er Jahren ein Naherholungsgebiet entstanden. Neben einem Badesee mit Strand, Klettergarten, Tretbootfahren findet hier auch immer eine Drachenboot-Regatta statt. Die Bocholter Aa fließt nicht durch den See, ist aber mit ihm verbunden. 

Wir erreichten unser Auto, zogen uns ein paar frische Sachen an und setzten uns nun draußen im Seecafe zu einem leckeren Stück Apfelkuchen und einem Kaffee. Die Sonne war nun wieder herausgekommen und das war nun der verdiente Lohn für unsere ersten 23 Kilometer auf unsere Tour. 

So

23

Jul

2017

Heiden - Düwelsteene - Waterberg - Waldvelen - Ostricker Berg

Heute ging es nicht weit entfernt außerhalb von Heiden in den Wald in Richtung Düwelsteene (auf plattdeutsch). Zunächst auf Waldboden mit viel Matsch und Pfützen. Nach ca. 3 km erreichten wir diese "Teufelssteine". Eine Megalithanlage ca. 3.500 bis 2.800 vor Christi. Während der jüngeren Steinzeit vor rund 5000 Jahren wurden die bis zu sieben Tonnen schweren und vom Eis geschliffenen Findlinge zu einem Ganggrab von 11,5 m Länge und etwa 1,7 m Breite zusammengestellt. Die Findlinge wurden zur „Baustelle“ geschafft. Dort hat man sie unter Einsatz von Hebeln und Muskelkraft aufgerichtet. Für das Dach der Megalithanlage suchten sich die Baumeister einseitig flache Steine aus. Auf diese Weise entstand eine geschlossene Kammer mit einer Innenhöhle von rund 1,5 m, deren Boden mit Steinplatten gepflastert war. 1932 führten die Heimatvereine Ramsdorf und Borken Ausgrabungen durch und setzten die prähistorische Stätte wieder in Stand. Dabei wurden menschliche Überreste und Keramikscherben gefunden. Über die Teufelssteine gibt es viele Legenden.

Der Legende zufolge erhielten die Teufelssteine ihren Namen nach einer Begegnung des Teufels mit einem ansässigen Schusterjungen in Heiden. Der Teufel, welcher auf dem Weg nach Aachen war, um den dortigen Dom zu zerstören, trug auf dem Rücken einen großen Sack mit den heute hier liegenden Steinen. Sein Gegenüber führte zwölf Paar zerschlissene Schuhe mit sich. Diesen habe er gefragt, wie weit es denn noch bis Aachen sei. Der Schusterjunge sah die Steine, erkannte den Teufel an seinem Pferdefuß und ahnte böse Absichten. Deshalb habe er dem Teufel die Schuhe gezeigt und erklärt, dass er selbst gerade aus Aachen komme und auf dem Weg nach Heiden all die Schuhe zerschlissen habe, weil es soweit entfernt sei. Der Teufel wäre aber daraufhin so entmutigt gewesen, dass dieser die Steine auf den Boden geworfen und von dannen gezogen sei.

Nicht nur Kindern sagt man gerne, dass sie die Steine zählen sollen. Wenn man sie ein zweites Mal zählt, kommt gewiss ein anderes Ergebnis heraus. Man sagt, dass der Teufel in der Zwischenzeit einen Stein entfernt oder wieder dazugelegt habe.

Ebenso wird behauptet, dass niemand die Steine ohne Schaden von ihrer Stelle holen und zerstören könne. Einst holte sich ein Bauer einen flachen Deckstein und verwendete ihn als Platte für seinen neuen Backofen. In der Geisterstunde der folgenden Nacht entstand im ganzen Haus ein Poltern und Lärmen, die Kühe hatten sich im Stalle losgerissen, die Schweine rannten wie toll im Stall umher und die Hühner flatterten entsetzt von ihren Stangen. Bei näherem Hinsehen fand man den neuen Backofen eingestürzt. Aber am folgenden Tage lag der flache Stein wieder an seiner ursprünglichen Stelle in Gesellschaft der anderen Teufelssteine.

Das Großsteingrab dieser Anlage findet sich auch im Wappen der Gemeinde Heiden.

Zunächst apshaltiert geht es nach ein paar hundert Meter weiter gerade aus über einen Reiterweg. Der Boden ist nicht gerade einfach zu laufen, aber ideal als Trainingseinheit für den Teutolauf. Es immer leicht ansteigend bis wir zum Waterberg kommen. Viele Trailwege, nun geht es jedoch aus dem Wald hinaus in Richtung Waldvelen über die Brücke der B 67. Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen und wir erwischen einen Schauer nach den anderen. Nach ca. 1,5 km biegen wir links ab zum artesischen Brunnen an der Grenze von Heiden und Velen.

 

Ein artesischer Brunnen ist ein Brunnen in einer Senke unterhalb des Grundwasserspiegels, in dem Wasser unter Überdruck steht. Dieses hydraulische Potenzial ist so hoch, dass das Wasser von selbst, das heißt ohne Pumpen, bis zur Erdoberfläche oder höher aufsteigt. Hier ist gleichzeitig eine Kneipp-Anlage, wo Angelika es sich nicht zweimal sagen lässt, die Laufschuhe auszieht und durchs Wasser wandert. Die Qualität des Wassers ist ausgezeichnet: von weit her holen sich viele Zierfischliebhaber das Wasser für ihr Aquarium. Nun machen wir uns auf den Rückweg durch den Wald über Waterberg, Uhlenweg und Lehmkuhle. Zwischendurch bauen wir ein paar Single-Trails durchs Gelände ein, auf und ab. Der Spaß hat jetzt richtig begonnen. Weiter gehts zum Ostricker Berg nun erst wieder auf Asphalt. Zwei knackige Anstiege und anschließend zurück zur Freilichtbühne und zum Waldkindergarten "Waldmäuse". Der Waldkindergarten ist für sein Freispiel bekannt. Hier spielen die Kinder mit den Materialien, die der Wald bietet: Stöcke, Äste, Baumwurzeln, umgefallene Baume, Rinden, Baumscheiben, Tannenzapfen, Kastanien, Steine, Lehm, Wasser, Erde u. v. m.. Aus diesen Materialien entstehen in der Phantasie der Kinder Burgen und Schlösser, Bote, Autos, Züge, Kaufläden, Küchen, Kinderzimmer oder sogar Meere. Diese Phantasiewelten regen zum intensiven Rollenspiel an, in dem alle vier zentralen Bildungsbereiche angesprochen werden. Nebenan ist die Freilichtbühne.
Die Freilichtbühne ist der Austragungsort für die plattdeutschen Theaterstücke der Laienspielschar der Kolpingsfamilie Heiden.

20 km, die wieder einmal wunderschön waren und eigentlich viel zu schnell vorbei gingen. Wir haben trotzdem Glück, denn nun hat sich das Wetter wirklich schlagartig geändert und ein Regenschauer nach den anderen bestimmt die Rückfahrt. In der kommenden Woche wollen wir die Strecke ähnlich laufen, aber noch den Bollengraben bis zum Waldsee Reken hinzufügen.

So

09

Jul

2017

Burlo-Vardingholter Venn/Entenschlatt - De Kulve / Winterswijker Woold

 

Unser Wochenend-Lauf führte uns diesmal in das Naherholungsgebiet Burlo-Vardingholter-Venn Entenschlatt, direkt an der holländischen Grenze zu Winterswijk.

 

Nach einem Waldweg ging direkt rechts ab über einen schmalen Single-Trail und anschließenden Lauf direkt am Grenzweg Deutschland/Holland. Die Grenzschranke mit Beschilderung wies uns darauf hin, dass wir uns im De Kulve-Gebiet von Winterswijk befanden. Zunächst wieder zurück auf deutschen Boden erliefen wir den Vardingholter Venn erneut mit einigen schönen Single-Trails.

Angenehm zu laufen, da der spendende Schatten der Bäume uns Schutz vor den sehr warmen Temperaturen gab. Nachteil, natürlich wie üblich zu dieser Jahreszeit – die angriffslustigen Bremsen, trotz Einsprühen mit Insektenspray. Zurück nun für längere Zeit auf holländischen Boden erneut über den Grenzweg zum Winterswijk Woold. Ständig wechselnder Untergrund – ob Schotter, Sand, Asphalt, Waldboden – war ideal als Vorbereitung für den Teutolauf im Herbst.

Der Winterswijker Woold ist nicht durchgängig ein Wald, immer wieder kommen frei Abschnitte, die einen schönen Ausblick über die Landschaft bieten. Hier lässt sich ein Lauf auf vielen weiteren Kilometern ausbauen, was wir mit Sicherheit in Zukunft auch machen werden, denn gerade holländische Seite ist sehr schön.

Wir stießen nun auf die „de Borkense Baanse“, eine alte stillgelegte Bahnverbindung, die 1880 eröffnet wurde, um das Ruhrgebiet mit Holland zu verbinden. Der Personenverkehr wurde hier bereits Anfang des 2. Weltkrieges aufgegeben, der letzte Güterzug fuhr 1979. Der holländische Teil wurde danach als Naturschutzgebiet ausgegeben. Kleine Seen umgeben diese Moorlandschaft. Wir liefen nun wieder auf deutschem Gebiet entlang des Bahngraben und Klostergraben in Richtung Burlo. Über den Voßkamps Diek näherten wir uns wieder unseren Startpunkt. 18 wunderschöne Kilometer, die einladen zu weiteren Läufen, vor allen im Gebiet "De Kulve"

 

Sa

03

Jun

2017

Vom Marienthal in den Dämmerwald

Dieses Mal ging es ins Marienthal in der Nähe von Hamminkeln. Wir starteten am 2. Wanderparkplatz an der Malberger Straße entlang des Weselerwaldes. Ziel war es den Wanderwegen entlang durch den Dämmerwald rund 14 km zu laufen.

 

Eine sehr schöne Strecke, breit ausgelegt, mit vielen unterschiedlichen Untergründen. Die Strecke ist nicht zu profiliert, auch wenn es zwischendurch immer einige Rampen zu bewältigen gibt. Leider sind wir scheinbar nicht an der vorgesehenen Wanderroute entlang gelaufen, liefen nachher zurück in Richtung Drevenack bevor wir an einen weiteren Streckenpunkt wieder in den Dämmerwald liefen. Kaum eine Menschenseele war hier zu sehen und so bogen wir nur einmal bei km 13 am Schultenweg falsch ab - statt rechts, nach links und entfernten uns vom Auto. Das Problem war nun, bei den warmen Temperaturen - unsere Getränke waren im Kofferraum. Irgendwann kamen wir an einen Punkt aus, der uns bekannt war. Aber sehr weit vom Wanderparkplatz. Irgendwann sind wir dann nach 16 Kilometern an der Malberger Straße zurückgegangen. Trotzdem war es eine wunderschöne Strecke, die wir mit Sicherheit öfter laufen werden.

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Di

16

Mai

2017

Rund um den Lünsberg - Borken

 

Der Lünsberg mit seinen angrenzenden Wäldern liegt östlich von Borken in Richtung Reken. Wir starteten vom Sammelparkplatz an der Ramsdorfer Straße. Sehr schnell ging es in den dichten Nadelwald. Zunächst in Richtung der alten Kaserne, wo nun ein kleines Gewerbegebiet entstanden ist. Viele Wanderwege, Wege für Mountainbiker aber auch viele schmale Single-Trails, die gerade uns Läufer sehr viel Spaß machen. Teilweise geht es richtig gut Auf-und Ab. An vielen Stellen muss man vorsichtig sein, wegen Schotter oder Baumwurzeln, die auf diesen Wegen aus dem Boden schauen. Der Untergrund ist ständig wechselnd.

 

Neben dem Waldweg sind es auch sehr oft Sandwege, die viel von Reitern genutzt werden. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Wir näherten uns einer Panzerstraße, welche früher für das Militär genutzt wurden. Und wieder ein anderer Untergrund. Wer für den Hermannslauf o.ä. eine ideale Trainingsstrecke sucht, ist hier gut aufgehoben. Es ist an diesem Tag eine richtige Waschküchen-Luft und mit dem sehr vielen Vogelgezwitscher meint man, man ist in einen tropischen Regenwald. Nach vielen anstrengenden Single-Trails  wechseln wir die Straßenseite, vorbei an einen Angelteich geht es in Richtung Hövelsberg. Nach mehreren Sandpassagen, laufen wir vorbei an kleinen Hütten, wo uns der Borkener Läufer Stefan Beckmann anschließend erzählt, dass hier früher Schweine gehalten wurden. Beide Seiten haben ihren Reiz. Waren es zunächst die vielen schmalen Singles-Trails, so gefällt mir hier nun mehr das Landschaftliche noch besser.

 

An einem Weg hat jemand aus Holz und alten Materialen eine Puppe an einem Baum befestigt, die je nach Jahreszeit gekleidet wird. Jetzt hat sie ihr Sommerdress an. Hinter den Baum liegt eine Tüte, wo drin sich die Weihnachtssachen befinden.

 

Jetzt haben wir auch immer wieder ein paar knackige Rampen zu bewältigen. Die Strecke macht süchtig nach mehr. Man möchte immer mehr sehen was nach dem nächsten Hügel oder Abzweig kommt. Aber irgendwann müssen wir so langsam Kehrtwende machen und richten uns ein wenig an die vorbeilaufende Bundesstraße 67 um wieder zum Parkplatz zu finden. Trotzdem nehmen wir noch einige Single-Trails, Wiesen- oder Sandwege mit. Zum Schluss sind wir richtig k.o. und machen auf einem Reiterweg, der schwierig zu durchlaufen ist eine kleine Pause. 15,5 km stehen heute auf dem Tacho! Gerne wären wir noch mehr gelaufen, denn so manches wie z.B. das Hügelgräberfeld Ramsdorf oder den See am weißen Vennbach haben wir nichtmals gesehen. Nächstes Mal wird das nachgeholt.

 

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Mi

29

Mär

2017

Neuer Blog-Artikel

Abschied vom Marathon ! „Time to say goodbye“

 

In den vergangenen 12 Jahren sind wir sehr viele Marathons gelaufen, ob in Deutschland oder im Ausland. Teilweise steckte eine intensive Vorbereitung darin. Das kostete Zeit, aber auch Kraft! Wir werden nicht jünger und daher ist der Aufwand von Jahr zu Jahr höher, zumal man auch immer mehr Wehwechen bekommt.

 

Nun haben wir uns entschlossen, mehr oder weniger vom Marathon Abstand zu nehmen. Wir wollen noch viele Wettkämpfe bestreiten, auch auf kürzeren Distanzen. Das können wir nicht immer, weil längere Vorbereitungsläufe auf dem Programm stehen. Zudem nehmen diese langen Läufe sehr viel Zeit vom gemeinsamen Wochenende weg. Wir beide haben noch viele andere Interessen neben dem Laufen. Die kommen eigentlich immer wieder zu kurz.

 

So werden wir im April mit dem Hamburg-Marathon und im Mai mit dem Rennsteig-Marathon Abschied von dieser Distanz nehmen. Die wichtigsten Marathons in Deutschland sind wir gelaufen, wir haben schöne wie auch negative Erlebnisse gehabt. Nun widmen wir uns anderen Läufen.

 

Sicherlich werden jetzt einige sagen: Geht doch rüber zum Ultra ! Alles gemütlich, alles nur Fun ! Aber „Sorry“, das ist in keinster Weise unser Ding, ohne dass ich jetzt irgendwelche Ultra-Läufer damit auf dem Schlips treten möchte. Es ist einfach ein ganz anderes Laufen, was uns nicht gefällt. Und wie gesagt – diese Ultras nehmen ebenfalls viel Zeit von einem kurzen Wochenende.

 

Es wird zwar bestimmt kein Abschied für immer sein, aber im Grunde steht diese Distanz nicht mehr auf unserem Programm. Vielleicht laufen wir in den nächsten Jahren mal einen schönen Marathon im Ausland auf Fun. Aber sicherlich nicht mit einer so intensiven Vorbereitung wie bisher.

 

Wir werden uns auf landschaftlich schöne Läufe, auch Trail-Läufe konzentrieren – die aber nie über die Marathon-Distanz gehen werden. Unser Wunsch ist es auch mal spontan eine schnelle kurze Distanz zu laufen, ohne vorherigen Kräfteverschleiß eines langen Laufes, den man noch in den Beinen hat.

 

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Do

24

Dez

2015

Weihnachtslauf in der neuen Heimat

Der ganze Umzugsstreß hat ein Ende. In den vergangenen 4 Monaten drehte sich alles rund um unseren Umzug. Auch wenn man alles hervorragend geplant hat, immer wieder sorgten unerwartete Überraschungen für Termine, die viel Zeit kosteten und das Laufen war nebensächlich. Angelika hatte etliche Termine mit Umzugsunternehmen, Küchenbauer u.a., mich begrüßte man schon als Stammkunden im Baumarkt.

 

Nun hat alles langsam ein Ende. Es sind zwar noch einige Dinge zu erledigen, aber die haben auch Zeit bis nach Weihnachten. Jetzt haben wir auch wieder ein wenig Zeit um zu Laufen.

 

Traditionell liefen wir am Heiligabend eine gemeinsame Runde. Diesmal in der neuen Heimat. Vorbei am Tiergarten ging es durch den Westricher Wald, Pötterberg in Richtung Erle und zurück über Schloss Raesfeld. Zusammen kamen dabei 18 wunderschöne Kilometer. hier ein paar Eindrücke.

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Fr

03

Apr

2015

Erste Eindrücke mit der Suunto Ambit3 Sport

Ob jetzt verschiedene Polar, ob mit Fußpod oder GPS-Antenne – ob Garmin 305 Forerunner, 310 XT oder die 610 und 620er, ich bin schon mit vielen Uhren gelaufen.

Oft war nach der Anfangseuphorie die Ernüchterung riesengroß. Die Polar RCX war sehr angenehm zu tragen, doch einen großen Nachteil empfand ich in der fehlenden Intervall-Trainings-Messung. Auch der GPS-Empfang überzeugte mit der Antenne nicht unbedingt.

Bis dahin war noch immer der alte Garmin Forerunner 305 das Highlight. Hier passte eigentlich alles, bis darauf das die Uhr wirklich sehr groß und schwer war. GPS-Empfang war ordentlich, die Distanz passte sehr gut und auch das Intervall-Training war zufriedenstellend. Lediglich die Haltbarkeit der Uhr war eine Katastrophe. Mehrere Uhren musste ich während der Garantiezeit zurückschicken. Hier half oft kein Hard-Reset, noch irgendwelche Software-Updates. Da muss man den Garmin-Service loben, der ohne viel Schnick-Schnack sofort eine neue mir zusandte.

Auch die 610er war zunächst ganz o.k., jedoch hatte sie oft Aussetzer oder hing sich sogar während des Trainings vollständig auf. Desweiteren hatte die Uhr Probleme mit dem rechten oberen blauen Startknopf. Auch musste ich die Uhr einsenden.

Zu letzt bekam ich sogar die höherwertige 620er zugeschickt. Viele Funktionen, aber ein grausiger GPS-Empfang bzw. die Distanz hatte große Differenzen.

Ob 610er oder 620er, bei beiden Uhren hatte ich Probleme mit dem Brustgurt. Nach jedem Training hatte ich wunde Stellen an der Brust. Ich versuchte verschiedene Varianten u.a. sogar mit einen Extra-Stoffschutz. Klappte alles nicht. So lief ich meist ohne Brustgurt, was ja nicht unbedingt Sinn der Sache war. Beide Uhren waren auch im privaten als normale Armbanduhr angenehm zu tragen. Auch fand ich die Touch-Funktion am Display sehr schön. Doch was nutzt das, wenn der Rest nicht passt.

Die schönste Uhr bringt nichts, wenn dieses teure Teil nichtmals die Garantiezeit übersteht. Schlimm für solch teure Uhren. Trotzdem sei zumindest zu erwähnen, das der Garmin-Service hervorragend war und sofort mir eine neue zuschickte.

Nun ja – so wechselte ich nun auf eine ganz neue Marke um: Auf den finnischen Hersteller Suunto. Die Ambit3 wird in verschiedenen Variationen angeboten, ob für Triathleten, Bergläufern oder normalen Läufern. Ich entschied mich für die Sport, wo ich diese auch fürs Radfahren benutzen kann.

Der erste Eindruck war sofort klasse. Beim Intervalltraining passte die Distanz im Stadion nahezu perfekt. Auch die Distanz bei uns im Wald, wo man die exakte Distanz wusste, passte spitze.

Das sollte alles zunächst nichts heißen, wichtig war – wie läuft es sich über einen längeren Zeitraum mit ihr ? Auch hier kann ich sagen, bisher alles hervorragend. Selbst der Brustgurt scheuert nicht, ich bin jetzt jede Einheit mit ihm gelaufen – keine wunde Stelle. Die Uhr findet den GPS-Empfang sehr schnell, was bei manch anderen Uhren nicht der Fall war. Ich war zunächst skeptisch, auf Grund der vielen Funktionen, dass die Bedienung sehr umständlich ist. Die ellenlange Anleitung ließ darauf hin deuten. Doch schon nach ein paar Trainingseinheiten kam man auch damit sehr gut zurecht. Die Bedienung ist somit ebenfalls klasse. Wobei auch viele Funktionen "Spielerei" sind und man nicht nutzt.....Ich nutze lieber diese Zeit fürs Training. :-)

Das Training wird im sogenannten Movescout online hochgeladen, was ähnlich dem vom Garmin ist. Die Auswertungen sind klasse und man hat selbst jetzt noch nicht alle Funktionen der Uhr kennengelernt. Einziger Wermutstropfen gegenüber der Garmin 620 ist der fehlende Vibrationsalarm. Aber damit kann man Leben, wenn der Rest passt.

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ich werde von berichten….

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So

15

Mär

2015

Längste, an einem Stück gelaufene, Trainingseinheit - 51 km

Irgendwas verrücktes fällt einem Läufer immer noch ein. Nachdem ich im vergangenen Monat spontan in Wittringen einen Marathon mit 8 1/2 Runden (mann, war das perfers) gelaufen bin, setzte ich jetzt im März noch einen drauf.

Die Woche war eigentlich nicht Ohne - Krafttraining in der Mucki-Bude, 2 flotte Trainingsläufe, 1 längerer flotter Lauf über 20 km mit 6 Anstiegen, 30 km Moutainbike.....

Aber trotzdem reizte es spontan Marathon zu laufen.....

Aus dem Marathon wurde dann ein Ultra......

Aus dem Ultra wurde dann mit 51 km, die längste, an einem Stück gelaufene Trainingseinheit. Zudem mit einem Schnitt von 5:37 Min./km nichtmals so langsam.


Gestartet am Parkplatz von Adler Ellinghorst. Diesmal war ich mit Pkw zum Lauf, auch wenn wir nicht so weit entfernt wohnen. Aber zwischendurch sollte mein Wagen die Getränkestation ab km 30 sein. Der Laufrucksack war zudem ausgestattet mit Riegel, Fotoapparat, Handy, Salztabletten und Getränken. Einfach mal um zu testen, wie es sich anfühlt damit länger zu laufen.

Von Wittringen aus ging es über Van der Valk in Richtung Mottbruchhalde. Der normale Weg der "Ostermannrunde" ist auch weiterhin gesperrt. Deshalb ging es links entlang um die Halde, anschließend durch den Gewerbepark und am Hahnenbach vorbei wieder auf die ursprüngliche Runde. Zunächst spielte ich mit dem Gedanken noch die "Halde im Wandel" hoch zu laufen. Aber gleichzeitig dachte ich mir: "Heute zählt die Distanz - schieß Dich nicht mit irgendwelchen größeren Anstiegen vorher ab, dass Du einbrichst").

Also ging es in nun in Richtung Halde 19. Hier hat man am seitlich vom Sportplatz gelegen einen guten knackigen Anstieg. Danach umrundete ich die Halde und lief spontan eine weitere kleine Halde hoch in Richtung Karnap, die ich noch nicht kannte. Auf dieser Strecke finden sich auch scheinbar nicht viele Läufer ein, denn die Strecke ist sehr abgelegen und trail zu laufen.

Nun fasste ich spontan die Entscheidung in Richtung Nordsternpark zu laufen. Ein Stückchen durch Essen-Karnap ging es von da an entlang des Rhein-Herne-Kanals nach Gelsenkirchen. Neben Kopfsteinpflaster nahm ich hier auch die Einladung an ein Stück über Wiese zu laufen. Vorbei am Amphitheater über die Brücke eine Runde um das Gehege der "Kühe" und zurück auf die ursprüngliche Ostermannrunde.

Getränkestation war nun unterhalb der Ostermannhalde bevor es durch Bottrop wieder nach Wittringen ging. Da ich bereits Asphalt, Schotter, Wiese, Kopfsteinpflaster und Waldboden hinter mir hatte, kam mir spontan der Gedanke noch einen weiteren Untergrund einzubauen: 2 Runden um die Finnenbahn. Danach Zwischenstation am Auto um zu trinken und weitere Runden hier in Wittirngen zu drehen. Bis km 49 konnte ich das Tempo auch gleichmässig halten, aber danach wurden die Beine doch sehr schwer und ein paar Sekunden büsste ich ein. Es hat richtig Spaß gemacht so spontan mal was "verrücktes" zu machen.

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Do

25

Sep

2014

Laufen an der Nordsee