212. Wettkampf

 

Laufzeit: 2:37:07

 

Platz: 445 von 583

 

Platz 16 von 30 in AK W45

 

Frauenwertung: 73 von 132

 

Wetter: soonig bis bedeckt, ca. 10 Grad

24.03.2018 Ibbenbührener Klippenlauf / 24,7 KM / 500 HM

 

Nachdem das Jahr 2017 kein echtes Glanzjahr war, ich in November - einmal nach ganz langer Zeit einen richtig doofen Infekt hatte und noch pausieren musste, habe ich mir in der Silvesternacht gesagt - das Jahr 2018 soll wieder anders laufen. Mein Ziel war es, wieder mehr Wettkämpfe und wenn möglich - jeden Monat mindestens 200 KM. Gesagt getan, den Januar konnte ich dann mit 202 KM abschließen. Das war ein gelungener Start ins neue Jahr, mit meinem Vorsatz. Ab Februar standen dann eigentlich die ersten Wettkämpfe an. Doch diese zwei, die auf dem Plan standen, mussten dann direkt auch gestrichen werden, da auch wir von dieser blöden Grippewelle nicht verschont geblieben waren. Noch nie in meinem Leben, war ich so krank. Also Schüttelfrost und Fieber mit Werten um die 39 Grad, sind echt nicht lustig. Aber gut, so habe ich auch diese Erfahrung einmal machen dürfen :-) Leider wurde dadurch mein Plan direkt in Monat 2 zerstört und ich hatte gerade 150 KM in Februar stehen. Gott sei Dank war das schnell hinter mich gebracht und ich konnte doch recht flott wieder los. Aber man merkte, dass das Ganze viel Kraft gekostet hat. Alles fiel sehr schwer, doch auch hier muss man sagen, ich war relativ flott zurück. Zumindest, was die Distanz angeht. An Tempo fehlt mir immer noch einiges. Aber egal. Wichtig war, wieder los zu können und hier beim Klippenlauf an den Start zu gehen. Neben den Hermannslauf, ist das eines meiner Läufe, auf die ich nie wieder verzichten möchte, so lange ich meine Laufschuhe schnüren kann. Ich liebe diesen Lauf. Die Strecke ist einfach ein Traum, wenn auch ziemlich schwierig, für eine Flachlandläuferin :-)

 

Neben dem pausieren wegen Grippe, war es auch schwierig bis unmöglich für uns, eine profolierte Waldstrecke für unser Training zu finden, da der Sturm - in Januar - dafür gesorgt hatte, dass so ziemlich alle Wälder gesperrt waren. So auch unsere geliebte Erler Heide. Aber zumindest ein wenig Wald, konnten wir dann in März, hier im Tiergarten Raesfeld genießen.

 

Somit lag der Fokus für den Klippenlauf - glücklich sein mitlaufen zu können und es locker angehen lassen. Einen tollen Trainingslauf, für den anstehenden Hermannslauf genießen.

 

Zum Lauf:

 

Der Startschuss fiel pünktlich und locker ging es los. Da für mich die Distanz von 24,7 km derzeit schon echt viel ist, verzichtete ich auf`s warm laufen und begnügte mich mit dehnen. Somit konnte ich für mich sicher gehen, dass ich mich nach dem Start, tatsächlich nicht mitreißen lasse und gemütlich los laufen konnte. Und es klappte wirklich gut. Schon fast zu gut, denn irgendwie lief es bis einschließlich km 6 sehr gemächlich. Aber gut, bis dahin hatte ich dann auch schon die ersten 2 Klippen geschafft. Die erste konnte ich komplett hoch laufen und bei der zweiten, fehlte mir tatsächlich auf den letzten paar Schritten die Puste und ich musste ein paar Schritte gehen. Das ärgerte mich ein wenig, denn es waren echt nur ein paar Schritte, aber es ging nicht. Ab KM 7 lief es dann insgesamt runder, lockerer und fast wie von selbst. Ich genoss die tolle die Strecke und erfreute mich über jeden geschafften KM - insbesonders, wenn ich die nächste Klippe meistern konnte. Bei KM 10 lag ich bei 1:03:30. Das war rund 3 Minuten langsamer, als in 2017. Somit war bereits hier klar, dass ich deutlich langsamer sein sollte, als im vergangenem Jahr, aber das war mir egal. Ich lief genau so weiter, wie bis hier her. Versuchte, egal an welchem Abschnitt, so lange wie möglich zu laufen. Und ich habe das an so ziemlich jeder Klippe echt gut meistern können. Auch wenn ich nicht alle komplett hoch laufen konnte, meine Gehpassagen - selbst an den Klippen - waren nie lang. Klar, habe ich deutlich Tempo raus genommen, wenn es aufwärts ging, aber so kann ich sagen, die meiste Distanz von den 24,7 KM, habe ich laufend gemeistert und das freut mich riesig. Nachdem ich die letzte Klippe geschafft habe - welche für mich die schlimmste war, obwohl die vorletzte eigentlich die besagte Hassklippe ist, benötigte ich echt ein wenig mehr Zeit, um wieder so viel Puste zu haben, um ein wenig Tempo aufnehmen zu können. Dort oben angekommen, war ich doch ziemlich ko. Aber auch hier, konnte ich einiges hoch laufen und das freut mich. Nach ca. Halbmarathon-Distanz sagte ich mir dann, jetzt sind die ganz dicken Anstiege geschafft - jetzt  "nur noch" ein paar Hügel - jetzt versuche bis ins Ziel so schnell es noch geht. Und siehe da, ich habe mir alles richtig eingeteilt. Die letzten 3 KM konnte ich von KM zu KM immer mehr Tempo aufnehmen und der letzte war dann mit einer Pace von 5:30 mein schnellster KM. Als ich den letzten KM voll in Fahrt war, stand auch mein Schatzi noch an der Strecke und strahlte über beide Backen. So war klar, dass auch er glücklich ins Ziel kam. Noch einmal abgeklatscht, ging es dann glücklich ins Ziel. Mit einer Zielzeit von 2:37.07 bin ich zwar langsamer als im letzten Jahr, aber rundum glücklich und zufrieden, weil ich weiß - wie ich diesen Lauf gemeistert habe. Für meinen Kopf, war das ein gelungener Trainingslauf für den Hermannslauf.

 

Anschließend gab es unseren obligatorischen Kuchen zur Belohnung

 

Fazit: Ganz einfach gesagt - in 2019 wieder! Ich liebe mittlerweile solche Läufe viel mehr, als die überfüllten Straßenläufe.

 

 

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