Die letzten Stunden in einer anderen Welt 

Abreisetag ! Leider ! Doch jedem Moment möchte noch voll auskosten. Die Koffer haben wir schon am Vorabend vorbereitet. Wir sind erneut früh auf dem Beinen. Gegen 12:45 Uhr sollen wir vom Hotel abgeholt werden in Richtung Flughafen Newark. Beim Frühstück lassen wir mit Jens und Bettina diesen außergewöhnlichen Marathon Revue passieren. Wieder einmal typisch für mich und Angelika: Trotz Marathon haben wir einen großen Teil von New York gesehen und erlebt. Nach dem Frühstück gehen wir zum Central Park. Hier hat nur für ein paar Stunden der "Nach-Marathon-Shop" eröffnet. Extra limitierte Finisher-Artikel. Zunächst wollte ich mir noch in einem Sportgeschäft auf der Fifth Avenue ein paar neue Nimbus 11 holen (statt hier für 150 Euro, dort für umgerechnet 65 Euro). Das fällt nun aber aus.
Wie schon gewohnt, vor dem Verkaufszelt eine lange Schlange und man darf erneut rund eine halbe Stunde warten, bis man hineingelassen wird.


Es sind keine Spottpreise, dafür aber tolle Andenken an ein unvergessliches Ereignis. Ich kaufe mir noch eine Laufjacke für rund 60 Euro und Finisher-Cappy für 15 Euro. Das letzte Bargeld ist verhökert, aber egal - wir sind ja nur noch ein paar Stunden hier. Angelika schlägt auch noch einmal zu ! Nebenbei kauft Angelika noch zwei paar Jeans in einem Geschäft. Umgerechnet 20 Euro für eine Levis ! Da muss man zugreifen. Auch finden wir in den letzten Stunden unseres New York-Aufenthalts auch ein Kiosk wo es Briefmarken gibt. Die komischen dunkeln Kästen an verschiedenen Straßenecken, die eher aussehen wie Mülleimer, erweisen sich als tatsächliche Postkästen *grins*grins*. Und ich dachte das wäre ein Altkleiderkasten und wollte schon meine alten Laufschuhe dort entsorgen :-) :-)

Zurück zum Hotel, alles im Koffer verstaut, Zimmerkarte abgegeben und Gepäck in einem Extra-Raum verstaut. Weiter gehts ! Ein bißche "Input" muss noch sein. Auf der Stadtrundfahrt hatte uns der Reiseleiter vom New Yorker Bahnhof erzählt, der sicherlich eine Besichtigung wert sei. Da dieser nur ca. 1 km von uns entfernt ist, machen wir noch einen kurzen Abstecher dort hin.

Er hat nicht zuviel Versprochen! Beeindruckend die alte Fasade, noch besser die Innenarchitektur. Vieles in hellbraunen Marmor gehalten, alles irgendwie edel - nicht zu vergleichen mit deutschen Bahnhöfen. Warteplätze sind hier teilweise in Polstersessel ! Wer einmal in New York ist, sollte sich diesen Bahnhof unbedingt ansehen.

 

Gegen 12:20 Uhr sind wir wieder am Hotel, ein Mitarbeiter von InterAir ist ein wenig beunruhigt. Kurzfristig hat sich der amerikanische Präsident angesagt und dieser kommt genau durch unsere Straße. Was für Amerika heißt: Die Straße wird abgesperrt mit Geländer, Polizeikontrollen an jeder Ecke und...... es darf keiner durchfahren, rein und rausgehen. Unser Bus wird somit umdisponiert und wird für die Fifth Avenue avisiert. Auch das ist nicht ohne Gefahr für den Busfahrer, denn halten darf er dort eigentlich nicht. Da verstehen die Ordnungskräfte keinen Spaß, dem Busfahrer droht sofort der Entzug seiner Lizenz. Was für viele auf Unverständnis stößt, ist das solche Aktionen der Polizei nicht ein Tag vorher bekannt gegeben werden. Wir marschieren mit unseren Koffern zur Fifth Avenue und mit über einer halben Stunde Verspätung kommt auch unser Bus. Toll, denken wir! Bis wir am Flughafen sind und einchecken können, sind sicher alle Sitzplätze nebeneinander vergeben. Wir abschieden uns vom InterAir-Betreuer und Uli Sauer, der hier auch den Marathon lief. Im Bus treffen wir auf eine kleine Gruppe der Gladbecker Fun-Runner. So klein ist wieder mal die Welt.

 

Am Flughafen haben wir jedoch das Glück, dass wir mit unseren Koffern schnell am Schalter sind und einchecken können. Klappt alles prima - doch nun kommen weitere Kontrollen. Erste Kontrolle, zweite Kontrolle, dann Schuhe ausziehen, barfuss durch die Kontrolle, Taschenkontrolle und endlich haben wir das ganze hinter uns. Irgendwie möchte man nur noch schlafen auf dem Rückflug. Leider wird das nur ein "Sekundenschlaf". Zum einen schmerzt meine Schulter extrem, zum anderen haben vor uns in der Sitzreihe eine Family sitzen, die wirklich an Unverschämtheiten nicht zu toppen ist. Eines der Kinder liegt mit ihrem Sitz fast in mein Abendessen und erst als die Stewardess 2 mal darauf hinweist, wird für ein paar Minuten der Sitz nach vorne gemacht. Unsere Nachbarleute haben mit den übrigen Familienmitgliedern das gleiche Problem. Bei einem 8 Stunden-Flug einfach eine Katastrophe. Ein Abschluss, den man nicht braucht. Gegen 6 Uhr morgens landen wir pünktlich in Düsseldorf. Unvergessliche 5 Tage liegen hinter uns. Auch wenn es teilweise sehr stressig war - es war ein Erlebnis. Hier in New York muss man einmal gewesen sein und wenn möglich auch den Marathon laufen sein.

Direkt nach unserer Ankunft fahren wir zu meinem Hausarzt, welcher genau in diesen Wochen Urlaub macht. Der Vertretungsarzt ist eine reine Katastrophe. Er rappelt und zieht wie ein Doofer an mein Arm, so dass ich bald an die Decke springe. Kloppt mir irgendeine Cortison-Spritze ins Gelenk und meint, wenn ich Pech habe, habe ich mit diesem Schulter-Arm-Symdrom sehr lange zu kämpfen. Echt motivierend ! Zwei Tage später gibts eine weitere Spritze und so langsam kann ich zumindest wieder den Arm bewegen.
Mal schauen wie es wird. Ich soll zumindest den Arm viel bewegen, was für mich auch heißt - ein bisschen laufen kann ich ja in ein paar Tagen :-)

 

 

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