194. Wettkampf

 

Laufzeit: 52:58

 

Platz 248 von 446 Finishern

 

Platz 7 von 29 in AK W45

 

Frauenwertung: 45 von 145

 

Wetter: schwüle ca. 23 Grad, sonnig bis bedeckt

tlw. sehr windige Abschnitte

30. Roruper Abendlauf / 10 KM / 08.07.2016

 

Heute führte uns die Reise zum 13. Mal in Folge zum Roruper Abendlauf. Ein wirklich toller Lauf, klein aber fein, mit viel Flair, welcher bei uns zum Traditionslauf geworden ist. Einer von uns beiden – MUSS – dort immer an den Start gehen. Am besten noch beide. Und im Idealfall, immer als Gemeinschaftslauf :-) So auch heute.

 

Wie auch in den letzten Jahren, verbrachten wir die letzten 3 Wochen, vor dem Lauf auf dem wundervollen Kreta. In diesem Jahr zog dort eine Hitzewelle nach der anderen über uns hinweg, so dass man meinen könnte, uns könnten die heutigen 23 Grad nix anhaben. Aber diese schwüle Luft, welche hier bei uns über uns liegt, gibt es auf Kreta selbst bei 38 Grad nicht.

 

Das Training lief für mich im Monat Juni bis einschließlich heute nicht wirklich optimal. Leider habe ich Muskuläre Probleme im Po, welche sich langsam am hinteren Oberschenkel breit machen. Mal stört es mich mehr, so dass ich nur kurze Einheiten bis 5 KM Laufen kann, mal geht es besser und ich schaffe 10 KM und es kam auch vor, dass ich nach 1,5 KM abbrechen musste. Derzeit bearbeite ich es mit einem Igelball und hoffe, dass ich bald wieder voll durchstarten kann :-)

 

Die Voranmeldungen lagen in diesem Jahr schon bei über 1000. So war klar, dass es heute voll werden sollte. Wie aber gewohnt, waren wir zeitig vor Ort und hatten zur Nachmeldung keinen Stress. Wir stießen noch auf einen Bekannten und auch hier hatten wir noch genug Zeit für ein Quätschchen.

 

Beim einlaufen meckerte dann mein Muskel  ein wenig und ich hatte echt Sorge, wie es heute laufen sollte.

 

Zur Startaufstellung reihten wir uns ziemlich weit vorne ein, damit wir gut weg kamen, denn nach kurzer Laufzeit, verengt sich die Laufstrecke und hier knubbelt es sich ganz gerne. Wir hatten aber einen guten Platz gewählt. Wir konnten direkt, eine für mich gute Pace rennen. Eher mussten wir uns sogar ein wenig drosseln. Was uns aber gut gelang. Gleichmäßig liefen wir dann die bekannte Stecke. Ich fokussierte mich voll auf die Pace. Auch wenn das Training in den letzten Wochen ziemlich mau war, so wollte ich heute so schnell wie möglich rennen. Mein Muskel meckerte bei dem Tempo überhaupt nicht. Schnell war mir ziemlich warm, so dass ich mich direkt ab der ersten Getränkestelle den Kopf kühlte. Als es in Richtung KM 4 ging, dröhnte schon von weitem laute Musik. Das war uns ganz neu. So ein Stimmungsnest gab es hier eigentlich immer erst bei knapp KM 8. Voller Vorfreude rannte man dem Krach entgegen und man war sofort auf Gänsehaut-Feeling. So viel Stimmung – einfach der Hammer. Richtig – richtig cool. Wieder ruhiger – liefen wir ziemlich gleichmäßig unsere Pace und es wurde für mich schon immer schwieriger. Bei KM 5 lagen wir dann bei 26:20 Min. Wir waren bei Halbzeit und ich wünschte mir, dass wir die Pace weiterhin so halten konnten.

Im Hinterkopf lief ich dann dem Stimmungsnest an der berüchtigten Scheune entgegen. Eigentlich glaubte ich, dass ich ab hier evtl. noch einen Tacken drauf legen konnte, denn hier wird man schon gut gepuscht und die Strecke verläuft ein wenig abschüssig. Doch Fehlalarm. Ganz im Gegenteil wurde ich sogar eher ein wenig langsamer. Die Luft war raus. Ich bekam es deutlich zu spüren, dass ich in den letzten Wochen meist nur zwischen 5 und 8 KM gelaufen war. Doch ich kämpfte mich durch und versuchte das Tempo so hoch zu halten, wie es nur ging. Als es für den Zieleinlauf auf die Wiese ging – meinem Hassstück, glaubte ich, ich kriege meine Beine gar nicht mehr hoch. Mein Schatz neben mir, machte Tempo, puschte mich, damit wir noch im 52er Bereich landen. Wir kamen dem Ziel näher und es wurde immer enger. Fast schon unerreichbar, wenn ich nicht aus letzter Kraft einen Sprint hätte hinlegen können, als ich auf den letzten 150 – 200 Metern kam J Völlig ko aber glücklich haben wir dann unser Ziel erreicht.

 

Direkt hinter der Ziellinie klopfte uns dann ein Mitläufer auf die Schulter und bedankte sich fürs mitziehen. Er verfolgte uns von Beginn an und freute sich, einen Tempomacher gefunden zu haben, welches exakt auf sein Tempo zugeschnitten war. So waren nicht nur wir glücklich, dass mein Schatz mich so ziehen konnte, so hat mein Schatz noch jemanden glücklich gemacht :-)

 

Es war wieder einmal ein wirklich toller Abenlauf – hier in Rorup. Wir freuen uns auf 2017

 

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