Silvesterlauf Werl-Soest

 

75. Wettkampf

 

Laufzeit 1:21:50

 

Platz 2185 von 4237 Teilnehmer

 

 Platz 26 in AK

 

Frauenwertung: Platz 231 von 1017

 

Toller  Jahresabschlusslauf in der W35 !

 

Der Silvesterlauf von Werl nach Soest ist bei uns zur Tradition geworden. Zum Jahresabschluss gehört er einfach zu uns :-) Zum 4 Mal waren Roland & ich dabei und man kann immer wieder nur sagen: " Dieser Lauf ist absolut klasse!"  


Zum ersten Mal wurde eine Messe angeboten, die wohl auch gerne angenommen worden ist - soweit ich das mitbekommen habe. Besonders gefragt waren scheinbar Handschuhe - aber klar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt :-) Auch tolle Unterwäsche wurde zum Teil für 2,99 Euro bis 4,99 Euro verschleudert. Schade, dass nichts in meiner Größe dabei war, sonst wäre das meins gewesen *lach*.

Da sich aber die Laufshirt`s zur Veranstaltung verändert haben, konnte ich dort nicht wiederstehen. In diesem Jahr hatte man die Auswahl zwischen weiß - schwarz oder grau. Ich gönnte mir ein graues. 2 weiße aus den Vorjahren bestücken ja bereits meinen großen Laufschrank :-)

Das Highlight bei der Ankunft in Werl

 

Da wir letztes Jahr ziemlichen Stress hatten vor dem Startschuss, machten wir uns hier ein wenig eher auf die Socken. Geplant war 10:00 Uhr, doch durch einen Abstecher nach Kaufland, wurde es doch wieder 10:30 Uhr.  Wir kamen aber gut durch und somit waren wir trotzdem früh genug vor Ort.

Kurz bevor wir von der Autobahn fuhren, kündigte ich an, dass es auch Zeit wird, dass wir ankommen, da meine Blase ziemlichen Stress machte. Also getrunken hatte ich wohl genug :-) Als wir uns einen Parkplatz ergatterten, freute ich mich, dass wir da waren und ich meine Blase entleeren kann. Mein Schatz allerdings bewegte sich im Zeitlupentempo - so als stände er unter Drogen - sortierte er im Kofferraum seine Tasche aus. Ich frage mich, was er dort macht, denn die Tasche hat er ja persönlich zu Hause gepackt. Um aber sicher zu gehen, dass alles dabei ist, musste er einfach noch einmal die Tasche umkrempeln.  Ich traute meinen Augen nicht.

 

Meine Blase stand kurz vor dem platzen und er wühlt in aller Seelenruhe dort rum. Kurzentschlossen entscheide ich mich, meinen Rucksack zurück in den Kofferraum zu schmeißen und in die Büsche zu gehen. Bis zum WC sollte wohl noch etwas dauern. Ich starte los, suche mir ein dichteres Fleckchen, was ja im Winter doch ziemlich schwierig ist. Meine Blase meckert immer lauter - ich habe voll Not :-) Als ich links neben mir einen dichteren Busch erblickte, springe ich ohne zu gucken nach links. Ich rutsche aus, doch halte Balance - so dass ich nicht falle. Ohne zu gucken krabble ich im Busch und schaffte es in letzter Sekunde, meine Blase zufrieden zu stellen. Als ich aus dem Busch gekrabbelt komme, steht auch mein Schatz da.

 

Wow - auch er hat es geschafft - seine Tasche aus dem Kofferraum zu holen :-)  Es dauerte nur wenige Sekunden, als ganz sadistisch die Frage " Bist Du in Scheiße getreten " ? hinter mir erschien. Mir fiel direkt meine Rutschpartie ein und ich blicke auf meinen nagelneuen Niki-Schuh Nr. 2 ! Von weißer Sohle war nicht viel mehr übrig. Das war keine Matsche, worauf ich ausgerutscht war. Nein - da hat jemand seinen Darm entleert. * KOTZ- KOTZ - KOTZ * Sofort ziehe ich den Fuß / Schuh durch eine Wiese - doch alles quoll rechts & links nebenher. Ich erhasche eine Pfütze - die direkt leiden musste. Gut, dass ich zwei Paar Schuhe dabei hatte. Ich spielte als Boot mit meinem Laufschuh und würgte was das Zeug hielt. Später sagte ich zu Roland, wenn sich ein Toter nach 10 Jahre entleeren könnte, war derjenige bereits so lange Tod. Ich habe viele Jahre in der Altenpflege gearbeitet und bin viel gewohnt, doch das war selbst für mich zu viel. Aber mein Schatz hatte wenigstens Spaß. Er konnte als ich über der Pfütze hing, sogar ganz schnell die Kamera holen. Wenn er vorher mal so schnell gewesen wäre :-)



Silvesterlauf WErl-Soest / 31. Dezember 2009 / 15 KM

 

Ein wenig Ehrgeiz packt mich immer wieder

 

Der Silvesterlauf ist unser Jahresabschlusslauf, den wir immer gemeinsam laufen. Angepasst natürlich an meinem Tempo.  Klar muss man sich bereits vor dem Lauf Gedanken machen, welche Pace man in etwa anstrebt. Einfach drauf los, so dass es sich gut anfühlt, ist auch schnell " viel zu schnell " :-) Das kenne ich nur zu gut *lach*  Wir wollen genießen und Spaß haben. Somit wählen wir ein Tempo, welches ich als angenehm empfinde. Doch welches Tempo ist zur Zeit angenehm ? Die Frage war gar nicht leicht zu beantworten. Weihnachten wurde auf Ernährung gar nicht geachtet. Irgendwie gab es nur Zeug, was zum Laufen völlig kontraproduktiv war. Selbst am 28.12. waren wir noch bei Freunden eingeladen. Auch dort wurden wir wieder viel zu gut verwöhnt. Selbst Wein & Likör schmeckten mir noch richtig gut :-) Auch der Nachtisch, mit voll dick Sahne war göttlich *schmatz* Mit all diesen Gedanken, fällt die Wahl der Pace aber leider richtig schwer. Mein schnellstes Training liegt zur Zeit bei 6:14 Min./KM  und das viel mir schon voll schwer. Überhaupt fällt mir zur Zeit jedes Training schwer. Ich kann auch 6:45 Minuten laufen und es ist schwer. Na egal, wir mussten ja einen Richtwert haben und entschieden uns für 5:30 Minuten/KM. Das sollte wohl angemessen sein.

Die Kleiderauswahl ging in diesem Jahr sehr schnell. Ich guckte mir einfach die Fotos von 2008 an :-) Ziemlich ähnlich sollte es auch diesmal werden. Für die ersten KM hatte ich hier aber meine neuen Armstulpen dabei, welche ich mir New York auf der Messe zulegte. Ich muss wirklich sagen, diese Teile sind eine Bereicherung. Sie halten so schön warm bei diesem Wetter und sind selbst beim Laufen gut auszuziehen. Hinten in der Hose gestopft, haben sie mich später auch nicht gestört. Eine tolle Alternative, wenn man sich schlecht zwischen lang oder kurz entscheiden kann!

Als wir unsere Unterlagen hatten, unser Bummel über die Messe gemacht hatten und umgezogen waren, vertrödelten wir noch ein wenig Zeit in der Stadthalle. Das Einlaufen, beschränkten wir spontan auf nur einen KM, weil wir uns einen guten Platz, etwas weiter vorne ergattern wollten. Bisher standen wir noch nie wirklich gut.  Wir standen ca. 10 Minuten vor dem Startschuss in dem Feld und der Spaßfaktor lag wie immer, hoch oben. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Lust hatte, hat sie hier bekommen. So ging es mir zumindest. Ganz plötzlich, konnte ich auf einmal gar nicht mehr abwarten.

Als dann pünktlich der Startschuss fiel, ging es zunächst nur zäh voran. Ab der Startmatte allerdings ging es ziemlich flott, so dass wir direkt unser Tempo laufen konnten. Diesmal standen wir wohl deutlich besser - würde ich sagen. Ohne großartig auf die Uhr zu gucken, lagen wir bei KM 1 bei 5:26 Minuten. Ich entschied direkt, dass man dieses Tempo so in etwa halten kann, denn es fühlte sich richtig gut an. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man die Geschwindigkeiten fühlt. Im Training fällt alles schwer und das fühlte sich voll gut an. Die Strecke führt fast nur geradesaus - immer leicht hügelig - mit einem leichten Wind von der Seite. Leichter Nieselregen begleitet uns. Mich stört aber irgendwie nichts. Weder die Kälte - noch der feine Nieselregen - noch die Hügel. Gleichmäßig fliegen die KM so an uns vorbei und es fühlte sich einfach nur gut an. Leicht anstrengend, aber nicht zu schwer, so dass ich diesen Lauf trotzdem genießen kann. Nur mit dem Unterhalten, sah es bei diesem Tempo natürlich anders aus. Roland allerdings sagte zu mir: " So sei ich wenigstens mal ruhig *lach*! Zwischen KM 7 und 8 zieht sich ein etwas steilerer Hügel. Je nach empfinden, kann man das auch schon als Anstieg bezeichnen. Da ich auf jede Bodenwelle reagiere, empfinde ich das eher als Anstieg und wir nehmen hier gut Tempo raus. Wir verlieren ca. 20 Sekunden, aber das war mir egal. Leicht anstrengend durfte es ja sein, aber bei KM 7 oder 8 wollte ich nicht knüppeln. Auch der nächste KM lag mit einer Pace von 5:36 Minuten deutlich über 5:30 Minuten, da ich ein wenig Zeit benötigte, bis sich das Tempo wieder gut anfühlte. Danach pendelten wir uns wieder auf unsere vorherige Pace ein, nur so ganz einfach, wie vor dem Anstieg viel es mir nicht mehr. Die Beine liefen diese Pace von allein, aber meine Atmung war doch deutlich angestrengter. Aber egal, ich hatte trotzdem Spaß. Immer wieder standen rechts und links am Streckenrand mehrere Zuschauer und feuerte alle an. Schnell genießt man dann doch einfach nur und denkt gar nicht über Pace oder Puste nach. Nach KM 10 hatte ich im Kopf, später das Tempo ein wenig zu erhöhen, wenn ich dann noch kann. Manchmal ist es zwischen Roland und mir, wie bei Gedankenübertragung. Ich denke - Roland sagt. Als ich daran dachte, evtl. ein wenig Tempo zu machen, schlug Roland das vor :-) Ich sagte ihm, dass ich Richtung Ziel schneller machen möchte. Zwischen KM 13 und 14 macht die Strecke einen Schlenker durch ein Wohngebiet in Soest. Diesen Streckenabschnitt mag ich überhaupt nicht. Man läuft fast die ganze Strecke sturr geradeaus, auf einem schönen Untergrund und plötzlich kommen Kurven, Bordsteine - ein Stück Wiese. Damit komme ich immer wieder nur schwer zurecht. Immer bin ich froh, wenn ich dieses Stück hinter mir habe. Mit Tempo erhöhen war hier schon mal gar nichts. Mein Kopf war hier überhaupt nicht frei, um sich auf ein schnelleres Tempo zu konzentrieren. Außerdem puste ich dieses Stück Strecke immer vor mir her, als lege ich einen Spurt ein. Ich war froh, als die letzte Linkskurve kam und wir nur noch in Richtung Ziel mussten. Wir ziehen das Tempo an, doch es ist erstaunlich schwer. Meine Beine waren so auf die Pace eingestellt, die wir nun 14 KM gelaufen sind, die wollten gar nicht schneller :-) Nur mit viel Mühe schaffte ich es trotzdem. Roland spornte mich an, ich solle mir die Dame vor mir packen, doch auch sie zog das Tempo in Richtung Ziel an. Ich biss den letzten KM die Zähne zusammen, weil mein Ehrgeiz mich packte, doch ich holte diese Dame nicht ein - auch wenn ich mich deutlich näherte. Immerhin zeigte die Uhr mir eine Pace von 5:07 Minuten für den letzten KM an :-) Im Ziel freue ich mich wahnsinnig über die Zeit, denn damit habe ich nun gar nicht gerechnet. Mit Stloz und viel Freude nehme ich meine Medaille entgegen, bevor es schnell zum umziehen geht. Zur Belohnung ab es noch eine ungesunde Pommes - Currywurst, bevor es wieder zurück in Richtung Werl geht.

Was mich ganz besonders freut, ist meine Platzierung in der Frauenklasse :-)

 

 

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