Blumensaatlauf Essen

 

106. Wettkampf

 

Laufzeit 1:53:04

 

Platz 289 von 448 Teilnehmer

 

Platz 44 von 98 in AK

 

Frauenwertung: Platz 5 von 11


19. November 2011 / Blumensaatlauf Essen / 21,1 KM

 

Einfach nicht meine Strecke


oder einfach zu viel gewollt? !!!!!


Heute stand meine 4. Teilnahme, hier
beim Blumensaatlauf an. Ich bin bereits 2 Mal die 10 KM Distanz gelaufen, sowie
einmal den Halbmarathon. Auch heute, war der HM geplant. Meine bisherigen
Erfahrungen waren nie gut. Die Veranstaltung und die Strecke ist top.
Eigentlich ideal, um zum Saisonabschluss noch einmal alles zu geben, doch ich
mache hier immer das Gegenteil. Ich sterbe hier immer ab. Ob nun 10 KM oder HM
- irgendwie ist das hier nicht meine Strecke, warum auch immer. Oder liegt es
einfach daran, dass ich zuviel möchte, weil ich weiß, hier hat man die ideale
Strecke? Ich weiß es nicht!

Wobei mein Zeitziel von 1:50 bis 1:52 ja nicht so falsch gegriffen war. Im
Idealfall träumte ich von einer sub. 1:50. Das wollte ich aber je nach
Rennverlauf entscheiden. Eigentlich!

Bei sonnigem Wetter und 12 Grad, machten wir uns zeitig auf dem Weg, da uns das
Parkproblem vor Ort bekannt ist. Vor Ort angekommen, hatten wir Glück und
ergatterten uns den letzten Parkplatz in dem Gewerbegebiet, welches uns von
einem der Helfer genannt wurde. Ein kurzer Fußmarsch zur Sporthalle und schon
konnten wir uns nachmelden.

Obwohl wir nun eigentlich noch viel Zeit hatten, verflog diese doch viel zu
schnell. In Ruhe umgezogen, noch unseren Freund Rainer getroffen - sowie einen
Arbeitskollegen (mit Frau) von Roland und schon konnten wir uns auch schon warm
machen. Hier wollten wir eigentlich noch Rainer auf der Zielgeraden puschen,
doch irgendwie verpeilten wir um einiges die Zeit. Es reichte gerade mal noch,
um uns 2 KM einzulaufen, bevor wir uns wenige Minuten vor dem Startschuss
einreihten.

Nun stand ich da und wollte einfach nur los. Ich war gespannt, wie heute mein
Rennen verlaufen sollte.

Als wir auf die Reise geschickt wurden, kam ich schnell in meinem Tempo,
welches direkt so zwischen 5:13 und 5:15 lag. Da es sich richtig richtig gut
anfühlte, dachte ich nicht weiter nach, sondern lief einfach nach Gefühl
weiter. So als hätte ich Tempomat eingestellt, ziehen die KM - fast auf die
Sekunde genau - an mir vorbei. Ich schaute nicht auf meine Uhr - immer nur,
wenn sie mir den nächsten KM signalisierte - sondern verließ mich voll auf mein
Laufgefühl. Es lief so locker, dass es sich die ersten KM sogar schon fast zu
langsam anfühlte, doch Tempo anziehen kniff ich mir dann doch - das Risiko war
mir zu groß. Schließlich hieß es HM zu laufen und das kann dann sehr lang
werden ..... :-)

Doch nun war mein Ziel klar - ich versuche den Idealfall! Als ich bei ca. 5,4
den ersten Wendepunkt lief, kam ich direkt aus dem Schritt. Hier verlor ich
direkt 5 Sekunden. Die Sekunden waren ja kaum der Rede Wert, doch der
Laufschritt ist bei mir sofort irgendwie durcheinander. Man läuft fast die
komplette Strecke stur geradeaus, dann muss man plötzlich so steil einen Radius
rennen - ich mag das nicht. Aber so ist das hier nun mal und das wusste ich. Es
geht wieder zurück in Richtung Start.- Zielbereich und ich finde auch in meinem
Tempo wieder. Weiterhin rennen meine Beine das Tempo, wie von selbst. Es fühlte
sich immer noch total gut an und ich werde ein wenig optimistisch, evtl. sogar
eine PB zu rennen. Bei KM 10 zeigt mir meine Uhr eine Zeit von 52:17 Minuten.
Ich freute mich, denn mir war schon bewusst, dass ich auf einen guten Kurs
unterwegs war. Ich kramte mir mein Gel raus, drückte es mir in den Mund und
mache eine kleine Gehpause an der Verpflegungsstelle, nach dem 2. Wendepunkt.
Keine Ahnung, ob das nun mein Verhängnis war, oder was auch immer. Ab hier war
es mal wieder vorbei. Mein Laufschritt fühlte sich direkt anders an. Viel
steifer und nicht mehr rund. Von locker war spontan keine Rede mehr. Ich fand
ab hier nicht mehr zurück in meinem Tempo. Ab hier verlor ich von KM zu KM
etliche Sekunden. Zuerst wollten meine Beine kein schnelleres Tempo mehr und
nach dem letzten Wendepunkt war auch meine gesamte Kraft und Motivation nach
unten. Der Lauf war gegessen. Der Idealfall war längst Vergangenheit, doch eine
Zielzeit von 1:52 sollte es auf jedem Fall werden. Ich war bei KM 16 - 17 so
KO, dass ich kurzfristig sogar über eine Gehpause nachdachte, doch mein Wille -
mir meine Zeit nun nicht ganz kaputt zu machen, war dann doch stärker. Auch
wenn meine Laufzeit nun bei um die 5:30/km lag, so motivierte ich mich
zumindest nicht zu gehen. So schleppte ich mich nun von KM zu KM und kämpfte
mich erneut ins Ziel. Wenige Meter vor dem Ziel schaue ich noch einmal auf
meine Uhr und sehe, dass eine sub 1:53 nur noch drin wäre, wenn ich einen
Tacken Gas geben könnte, doch es ging nix mehr. Gar nix mehr! Nicht eine
Millisekunde schneller. Ganz im Gegenteil, ich verlor bis ins Ziel an Zeit. Mit
einer Zielzeit von 1:53:04 habe ich es dann zwar ohne Gehpause geschafft, doch
war völlig im Eimer. Mein Schatz stand kurz vor dem Ziel noch am Streckenrand,
doch auch das half mir diesmal gar nicht. Auch Rolands Arbeitskollegen treffen
wir noch im Zielbereich und tauschen uns noch ein wenig aus. Mein Schatz und er
waren zufrieden und das war dann zumindest schön :-)

Was uns dann richtig freute, war - dass unser Freund Rainer ein richtig tolles
Rennen hingelegt hat. Hier noch einmal an Rainer: "Super gemacht - ich bin
stolz auf Dich"!

 

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