Roruper Abendlauf

 

100. Wettkampf

 

Laufzeit 0:51:59

 

Platz 215 von 399 Teilnehmer

 

Platz 9 von 27 in AK

 

Frauenwertung: Platz 31 von 120


08. Juli 2011 / Roruper Abendlauf / 10 KM


Mal wieder WK mit meinem Schatz !!!


Letzte Woche noch beim Drevenacker Abendlauf - heute - hier in Rorup. Hier
hieß es allerdings die doppelte Streckenlänge zu bewältigen. Nämlich 10 KM!
 Und das ganze bei sonnigen 25 Grad *schwitz*

Eigentlich rennt man einen 10er so nebenbei, wenn man im guten Training steht,
doch nach meinen letzten Wochen, war ich schon ziemlich nervös und fragte mich:
"Boh 10 KM Tempo - kann ich das noch?". Der 5er in Drevenack war ja
schnell gestorben :-)  

Da ich diesen Lauf gleichzeitig als gutes Tempotraining sah, plante ich eine
Pace von 5:00 Minuten bis 5:05 Minuten pro KM. Das wollte ich halten, solange
es irgendwie ging - natürlich auch mit Bedacht auf meinen Arm / meine Schulter.

Ich war mir eigentlich klar, dass ich das nicht - bis ganz schwer, über die
komplette Strecke halten kann, doch ich wollte es trotzdem, weil es mein
eigentliches Tempo war und ich auch so schnell wie möglich wieder dort
anschließen möchte.

Das ich für dieses Tempo Körner auf der Strecke lassen musste, war mir klar,
dass ich mich aber über einen meiner schwersten 10er quälen sollte, damit habe
ich nicht gerechnet.

Aber mal von vorn:

Wir wählten bei der Startaufstellung einen Platz, nicht ganz so weit hinten wie
sonst, da ich schon schlechte Erfahrungen dort gemacht hatte. Die Läuferinnen
um mich herum planten eine Zielzeit um die 50 Minuten und somit glaubten wir,
dass wir uns gut einsortiert hatten. Als der Startschuss fiel, bewegte sich das
Feld zwar sehr schnell, doch es war trotzdem einfach nur eng. Wir konnten zwar
direkt unser Tempo aufnehmen, doch es war ziemlich schwierig, weil man höllisch
aufpassen musste - in diesem Pulk. Nur ganz zäh zog sich das Feld auseinander.
Selbst als uns unsere Uhr KM 1 signalisierte (der übrigens ein paar Sekunden
unter 5 Minuten lag) - war es immer noch ziemlich voll und eng. Irgendwo
zwischen KM 1 und 2 konnte man sein Tempo ungestörter laufen. Bereits hier
merkte ich, dass mir das Tempo heute irgendwie noch schwerer fiel, als in
Drevenack. Eigentlich kein Wunder, denn die Sonne knallte erbarmungslos auf uns
herunter. Und wie man es gewohnt ist, stand die Luft über die Felder. Irgendwie
hatte ich das Gefühl, dass ich beim atmen gar nicht genug Sauerstoff bekam.
 Bei KM 2 zeigte uns unsere Uhr exakt 10 Minuten. Das zeigte uns, das wir
nun doch knapp über 5 Minuten liefen. Eigentlich lag es nun - wie wir es uns erhofft
hatten, doch mir ging es nicht gut dabei. Egal - wir rannten weiter. Ich
hechelte vor mir her, als sei ich schon bei KM 8 oder 9. Neben uns eine
Teilnehmerin, der es scheinbar genau so erging. Roland spürte es auch sehr
schnell, dass heute nicht mein Tag war und gab sein bestes mich zwar irgendwo
zu ziehen, doch auch immer wieder mit Vorsicht - nicht zu schnell unterwegs zu
sein. An den Verpflegungsstationen versorgte er mich mit Wasser. Darauf
brauchte ich mich nicht konzentrieren. War auch gut so, denn es kostete genug
Kraft, irgendwie die KM abzuspulen. Ich baute jeden KM leicht ab, so dass die
Uhr bei KM 5 eine Zeit von 25:32 anzeigte. Mir war klar, wenn es heute nur ein
5er gewesen wäre - ich hätte nicht deutlich schneller sein können. Es lag
gerade mal die Hälfte hinter mir - ich war völlig platt. Es wäre auch schön
gewesen, wenn es hier zu Ende gewesen wäre - doch das war es heute nicht. Ich
biss die Zähne zusammen, rannte die KM einfach nur noch irgendwie - so schnell
es ging. Klar ich hätte auch sagen können:" OK das war`s - nimm bewusst
Tempo raus und trabe ins Ziel"! Doch das war nicht das, was ich wollte.
Ich wollte - auch wenn es super schwer war, trotzdem alles geben - bis ins
Ziel. Neben mir erschien immer wieder diese Teilnehmerin, die von Anfang an in
meinem Bereich unterwegs war. Sie baute mit mir zusammen ab und kämpfte sich
mit mir gemeinsam über die Felder. Von genießen war hier heute keine Spur -
nicht einmal einen KM! Selbst als es in Richtung der "Feten-Scheune"
ging, freute ich mich nicht wirklich. Ich wollte keine Fete - ich wollte nicht
mehr laufen - ich wollte nur noch ins Ziel. Mir war höllisch warm - ich war
platt ohne Ende. Die kalte Dusche allerdings, welche immer an dieser Scheune
für alle Teilnehmer bereit steht, nutzte ich noch gerne. Das war für ein paar
Millisekunden das schönste an diesem Rennen. Als es zwischen KM 9 und 10 das
letzte Mal links ab ging, freute ich mich. Hier war mir klar, gleich ist der
Spuk vorbei :-) Mit letzter Kraft quäle ich mich über die letzten Meter und
wünschte mich nur noch ins Ziel. Die letzten 350 Meter, welche über eine Wiese
zu bewältigen sind, forderten den letzten Rest von mir. Ich schaffte es
trotzdem noch, einen Blick auf meine Uhr zu schmeißen und das Tempo zu halten,
damit ich zumindest noch eine 51er Zeit erreichte :-) Das war wieder der
Kampfgeist in mir - eigentlich hätte ich auch sagen können: "scheiß drauf
ob nun 51 oder 52" - aber ein wenig Ehrgeiz schadet ja nicht *lach*

Im Ziel war ich zuerst geknickt. Eigentlich glaubte ich fest daran  -
mindestens eine Minute schneller sein zu können. Als ich im Ziel wieder ein
wenig besser drauf war und wieder einigermaßen normal atmen konnte, sah alles
anders aus. Ich finde die Zeit nun doch gut, wenn ich bedenke, dass ich viele
Wochen null Tempo trainiert habe und wir bei dem Wetter unterwegs waren, doch
wie ich es geschafft habe - schockt mich.

Mein Arm / meine Schulter macht weiterhin keine Probleme *FREU*

Jetzt heißt es für mich, wieder richtig ins Training einzusteigen. Meine
KM-Umfänge habe ich ja schon problemlos steigern können. Ab nun heißt es -
wieder regelmäßig auf Tempo zu trainieren - öfter hügelig laufen und auch der
ein oder andere Lauf - rauf zum Tetraeder stehen zeitnah auf meinem Plan.

Wie man in der Übersicht (linke Spalte) sieht - zählt diese Veranstaltung zu
unserer Lieblingsveranstaltung. Das bleibt auch so - im nächsten Jahr werden
wir wieder dabei sein. Jetzt habe ich mit dieser Strecke eine Rechnung offen
:-)

 

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