149. Wettkampf

 

Laufzeit: 1:53:58

 

Platz 116 von 147 Finishern

 

Platz 1 von 2 in AK W40

 

Frauenwertung: 12 von 22

 

 

Wetter: bedeckt bis sonnig, 7-9 Grad, gefühlt kälter, tlw. windig

 

22.02.2014 / Vredener Halmarathon / 21,1 KM

 

Letzte Woche Sonntag noch in Bertlich zum HM - heute schon in Vreden. Hier waren wir heute zum ersten Mal - doch alles hat gut geklappt. Parkplatzmöglichkeiten hat man hier genug und die Organisation war auch super. Schnell waren wir nachgemeldet und hatten so noch ein wenig Zeit, uns umzusehen. Wenn man neu ist, hat man ja viele Fragen. Wo ist Start? Wo ist Ziel? Wo sind Dusch bzw. Umkleidekabinen? Und und und. Da nicht alles direkt ersichtlich beschildert war, hatten wir natürlich die ein oder andere Frage an den Helfern/Helferinnen. Aber das war gar nicht schlimm - alle waren hier super nett und hilfsbereit.

 

Das Wetter war mit trockenen - teilweise sonnigen 7 - 9 Grad eigentlich ideal, doch als wir uns für unser Rennen fertig machten, schnatterten wir ganz gut. Ich empfand es als deutlich kälter, was wahrscheinlich an den Wind lag. Somit entschied ich mich dann wieder für ein Hemd mit langen Armen und ja sogar für Handschuhe. Und das war auch gut so, denn selbst diese zog ich erst im Ziel wieder aus :-)

 

Letzte Woche lag mein Plan eigentlich so, dass ich hier eine Pace zwischen 5:30 - 5:35 laufen wollte, doch irgendwie kam mir spontan der Gedanke, mehr zu versuchen, sollte ich mich gut fühlen.

 

Beim warm Laufen, erkundetn wir zuerst einmal den ersten KM der Strecke. Es geht hier direkt entlang der Widukindstraße - leicht aufwärts- kein riesiger Anstieg aber lange ganz leicht aufwärts. Wer aber ein wenig hügelig trainiert, sollte das kaum spüren. Viel schlimmer war der Wind, der hier zu spüren war. Mir fiel es schwer und schon war der Gedanke, evtl. schneller zu rennen auch wieder verflogen :-) Aber das ist eben warm Laufen - da sieht es oft anders aus, als dann eben im Rennen.

 

Das Starterfeld mit 147 Teilnehmern war überschauber - auffällig wenig Frauen dabei. Ich wählte einen Startplatz ganz weit vorn, denn auf Slalom laufen hatte ich keine Lust. Als der Starschuss viel, war aber das Gegenteil - ich wurde völlig überrannt, obwohl ich schon den ersten KM in 5:06 lief. Es zogen so viele an mir vorbei, dass ich gefühlt schon letzte war. Ich musste mich trotzdem für KM 2 mal direkt bremsen, denn auch wenn ich gerne schneller unterwegs sein wollte - auf PB wollte ich dann auch nicht losrennen :-) Somit drosselte ich meine Pace, die sich dann auf um die 5:20/km einpendelte. Es dauerte auch nicht lange und ich war irgendwie allein unterwegs. In weiter Ferne setzte sich das größere Feld von mir ab. Aber egal - ich wollte schneller laufen, aber mich nicht völlig verausgaben. Mit einer Pace um die 5:20/km hatte ich meine Pace gefunden, die ich gut halten konnte. Es war flott und gefühlt leicht anstrengend. Ich rannte von KM zu KM - jeden KM ziemlich gleichmäßig und freute mich, dass es so gut lief. Immer noch war ich einsam und allein unterwegs. Ich überholte niemanden und auch ich wurde nicht überholt. Immer wieder hatte man Passagen dabei, an denen man doch ein wenig mehr Wind hatte, als einem lieb gewesen ist. Man verlor dadurch zwar keine Pace, wie letzte Woche in Bertlich, doch Kraft kostete es an manchen Stellen dann doch. Waren aber wieder Streckenabschnitte dazwischen, wo man kein oder wenig Wind hatte, erholte ich mich dann auch wieder und die Pace fühlte sich wieder angenehm anstrengend an.

 

Ich lief und lief und lief - wie ein Uhrwerk. Selbst die Getränkestationen nahm ich nicht mit, weil ich super im Schritt war und ich mir das einfach nicht kaputt machen wollte. Aber ich hatte auch kein Bedürfnis etwas zu trinken. Später in der Umkleide bekam ich dann mit, dass die Getränke eh mega kalt gewesen sein sollten und da war ich noch glücklicher so entschieden zu haben. Die ersten KM zogen so schnell an mir vorbei und schon steuerte ich den Wendepunkt entgegen. Ich treffe noch meinen Schatz, der schon ca. 2 KM Vorsprung hatte. Als ich den Wendepunkt passierte sah ich dann endlich auch mal, dass ich doch noch ein paar Teilnehmer/-innen hinter mir hatte :-)

 

Die erste Hälfte lag nun erstaunlich schnell und erstaunlich gut hinter mir. Doch ab KM 15 sollte es dann anders kommen. Warum auch immer - bekam ich plötzlich totale Magenkrämpfe und verlor ein paar Sekunden. Von KM 15 nach 16 musste ich dann leider austreten, was mir im Wettkampf äußerst selten passiert. Ich versuchte zuerst noch, nicht raus zu müssen, doch es half nichts..... Hier verlor ich dann mit einem Schlag rund 50 Sekunden. Als ich wieder zurück auf der Strecke kam, zog auch direkt eine Mitläuferin und ein Mitläufer an mir vorbei. Dicht hinter mir eine 4er Gruppe. Durch diesen Austritt war ich dann zwar nicht mehr allein unterwegs, wie bis hier her, aber lieber wäre ich allein weiter gerannt, denn von jetzt an, war das Rennen für mich gelaufen. Ich schaffte es nicht mehr, meine vorherige Pace aufzunehmen. Mit einem Schlag lief ich pro KM 10 - 15 Sekunden langsamer und es fühlte sich so verdammt schwer an. Durch die Pause glaubte mein Körper wohl, er sei fertig und weigerte sich auch nur 5 Sekunden schneller zu werden. Da rannte ich gut 15 KM eine Pace um die 5:20 und es fühlte sich recht gut an und nun kämpfte ich, zumindest die 5:30 zu halten und schaffte das kaum. Ich war wütend, doch ändern konnte ich daran ja auch nichts. Der 4er Trupp zog irgendwann an mir vorbei - ich versuchte mich noch an sie zu heften, doch es klappte nicht. Mein Körper weigerte sich. Somit lagen die letzten KM nur noch bei 5:30 - 5:35, wie noch letzte Woche geplant :-)

 

Kurz bevor es in Richtung Ziel ging, stand mein Schatz und freute sich über meine tolle Zeit - er wusste ja nicht, dass ich auf einen deutlich schnelleren Kurs unterwegs war. Mit einer Zielzeit von 1:53:58 überquerte ich dann die Ziellinie und erlief hier meinen 9. schnellsten HM von 36. Und ja - ich freue mich trotzdem über diese tolle Zeit :-)

 

Auch wenn ich mich zwischendurch mit Magenkämpfen rumärgern durfte, so war es insgesamt ein toller HM

 

Das ich dann sogar noch Platz 1 in meiner AK erreichte überraschte mich, denn es liefen ja 11 Frauen vor mir. Die W40 ist ja in der Regel deutlich besser besetzt. Aber egal - für mich heute toll :-)

 

Die Strecke war insgesamt toll zu laufen, wenn auch teilweise ein wenig zu viel Wind. Zur Veranstaltung kann ich nur sagen "einfach top". Hier komme ich gerne wieder.

 

Nun geht es ab in die Marathonvorberitung *FREU*

 

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