Mittelrhein-Marathon Koblenz

 

19. Wettkampf

 

Laufzeit 2:18:55

 

Platz 2317 von 3153 Teilnehmer

 

Platz 119 in AK

 

Dieser Halbmarathon hier in Koblenz ist mein 4. Halbmarathon

 

Die Vorbereitungen liefen gut. Ich lief im Training bewusst erst immer etwas später, damit ich mich ein wenig auf die Hitze vorbereiten konnte, denn es war ja abzusehen, dass es ein sehr warmer Lauf werden sollte. Im Training klappte es ganz gut und ich lernte ein wenig, mit der Hitze beim Laufen umzugehen. Aber jeder Läufer weiß, umso heißer die Luft, umso höher das Tempo desto schwieriger der Lauf. Da Roland hier mein Hase sein sollte, besprachen wir, dass auch er seinen Trinkgürtel für mich mitnimmt, er an den Verpflegungspunkten trinkt und wieder zu mir dazu stößt. Bereits vorher hatte ich das Gefühl, dass meine Fitness so langsam wieder nach oben klettert. Auch wenn ich in den letzten Wochen kaum auf Tempo trainieren konnte. Leider hält die Fitness nicht über solch eine Distanz durch. Selbst im Training, wenn ich deutlich langsamer laufe, merke ich ab KM 12 - 13, dass meine Kondition gut nachlässt.

 

Zum Lauf:

 

Zu diesem Event waren rund 9500 Teilnehmer gemeldet, 9100 davon gingen an den Start, wovon ca. 4000 für den Halbmarathon gemeldet waren. Auf der Seite von der Rhein Zeitung wurde geschrieben, dass vorher schon einige Läufer vor der Hitze kapitulierten und auf den Start verzichteten. Beim Halbmarathon kamen dann 3153 ins Ziel.

 

Am Freitag ging es los zu unserem Event !!

 

Bereits am Freitagmittag, nach dem Mittag, fuhren wir in Richtung Koblenz und freuten uns auf diesen Lauf, obwohl man wusste, dass wir von der Hitze begleitet werden würden. Wir verbrachten ein schönes verlängertes Wochenende, mit allem, wozu wir Lust hatten.

 

Mit dem Hotel haben wir eine super Entscheidung getroffen. Hier kann man nur ein großes Lob aussprechen, wie sehr alle Mitarbeiter oder auch die Besitzer sich auf diesen Tag in Koblenz eingestellt haben. Der Besitzer erzählte uns noch am Abreisetag, dass der komplette Ablauf in diesen Tagen dort umgeschmissen wird, weil sie sich ganz an die Zeiten der Läufer richten, denn dort sind viele Läufer und Läuferinnen untergebracht. Selbst das duschen nach dem Lauf, oder ein viel früheres Frühstück als normal, war überhaupt kein Problem. Da dieses Hotel nur ca. 15 Gehminuten vom Ziel entfernt lag, nutzten wir natürlich diese Möglichkeit. 

 

 

 

2. RZ Mittelrhein-Marathon Koblenz / 18. Juni 2006 / HM

 

Nachdem wir das Zimmer früh geräumt hatten und unser Frühstück hinter uns hatten, machten wir uns schon zeitig auf zum Hauptbahnhof. Dort eingetroffen wurden wir direkt empfangen von Helfern, die uns dort zugewiesen haben, wo wir hin mussten. Der Zug, ein Sonderzug nur für diesen Event, traf sehr früh ein und füllte sich schnell.

 

Zeitig fuhren wir zum Start nach Boppard. Dort hatte man dann die Möglichkeit seinen Kleiderbeutel abzugeben. Aber da wir alles im Hotel lassen konnten und uns nachher auch dort duschen konnten, brauchten wir uns darum nicht zu kümmern. Auf jeden Fall sahen wir etliche LKW`S, die dafür bereit standen und die meisten  nutzten auch diese Möglichkeit. Irgendwie war es schon witzig, sich vom Hotel, mit einem Zug über 21 Kilometer weit weg fahren zu lassen und dann wieder zurückzulaufen (-:

 

Pünktlich fiel der Startschuss und ich war froh endlich loszulaufen. Umso später es wurde umso nervöser wurde ich. Die Aussicht auf den ersten Kilometern war atemberaubend. Eine lange gerade, entlang am Wasser und nur Läufer und Läuferinnen soweit das Auge reichte. Einfach nur genial !!! Die Strecke selbst war zwar nicht ganz flach, wie beschrieben, aber trotzdem einmalig. Komplett asphaltiert und landschaftlich einfach nur klasse. In Verbindung mit den kleinen gemütlichen Orten, welche man durchlief, machte es diesen Lauf einfach nur zu einem Muss. Der einzigste Nachteil war, dass die Sonne so rund 30 Grad hergab und die Strecke zu 90 % sonnig zu durchlaufen ist. Aber egal, es war trotzdem mein schönster Halbmarathon.

 

Die Verpflegung, war vollkommen ausreichend.  Man konnte alles nehmen, ob Elektrolyte, Wasser, Bananen, Äpfel, Kohlehydratriegel, später Cola an Red Bull. Einfach alles, was man brauch. Auch duschen und Wasserbehälter für die Schwämme waren ausreichend vorhanden. Roland organisierte mir an einigen Punkten, das was ich brauchte, somit brauchte ich mich nicht darauf zu konzentrieren. Ich ging oft einfach nur unter die Wasserschläuche oder machte in den Wasserbehältern mein Cappy nass, während Roland die Verpflegung besorgte. Das war schon klasse so.

 

Wir konnten, im Großen und Ganzen, ziemlich gleichmäßig laufen auch wenn meine Kraft so nach 12 - 13 Kilometern langsam nachließ, obwohl Roland mich gut versorgt hat. Auch wenn ich bei KM 17 so erschöpft war, dass ich drauf und dran war zu gehen, weil meine Beine irgendwie nicht mehr so wirklich wollten, schaffte ich nach einer Aufmunterung durch Roland doch das Tempo zu halten. Er sagte mir irgendwann, wenn ich jetzt durchhalte schaffe ich unter 2 Stunden 20 und das hielt mich irgendwie aufrecht, denn genau das war mein Ziel.

 

Auf der Zielgeraden wurden einige ärztlich versorgt, was ich Gott sei Dank nicht so ganz genau gesehen habe, denn ich hatte nur noch den Tunnelblick, bedacht darauf, die Ziellinie zu überqueren.

 

Auch das Publikum konnte ich nicht mehr so wirklich wahrnehmen und genießen, ich wollte einfach nur noch ins Ziel und stehen bleiben, so schlapp waren meine Beine. Das habe ich noch nie erlebt. Ich musste mich richtig darauf konzentrieren, dass meine Beine sich noch vorwärts im Wechsel bewegten.

 

Auch wenn die letzten 3 Kilometer sehr schwer waren, es war einfach nur klasse und super schön !!! Wenn die Hitze einen auch begleitet, diesen Lauf muss man selbst gelaufen sein, um das zu erleben.

 

 

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