GAG-Erlebnis Halbmarathon

 

53. Wettkampf

 

Laufzeit 2:01:20

 

Platz 1001 von 1456 Teilnehmer

 

 Platz ?? in AK

 

GAG-Erlebnismarathon / 10. August 208 / HM

 

Gemeinsamer Lauf mit dem Kilometerfresser Rainer !!!

 

Heute ist schon die erste Woche von meinem 12 Woche-Trainingsplan (Marathon Frankfurt) vorbei. Als lange Laufeinheit, entschied ich mich, hier beim GAG Erlebnislauf teilzunehmen. Die Distanz passte hervorragend in die erste Woche. Nur das geplante Tempo von 5:40 Min. - 5:50 Min. stimmte natürlich nicht, mit dem eigentlichen Tempo, für den langen Lauf überein. Schön wäre eine Zielzeit von unter 2 Std. gewesen, doch es sollte locker bleiben. Auf quälen hatte ich von vorn herein keine Lust und als Training sollte das geplante Tempo, eine tolle Einheit werden. Da Rainer (Kilometerfresser) ebenfalls das Ziel sub 2 Std. vor Augen hatte, planten wir einen gemeinsamen Lauf, solange wir das gleiche Tempo Laufen können. Im Hinterkopf und im Plan haben wir aber auch abgemacht, dass einer von uns sich absetzt, wenn er kann. Aber nun von vorne:

 

Mitten in der Nacht (4:40 Uhr) schellte unser Wecker und die Nacht war natürlich viel zu kurz. Roland und ich waren noch soooooo müde, aber trotzdem rafften wir uns schnell aus dem Bett. Da wir bereits am Abend zuvor alles vorbereitet hatten, sollten wir eigentlich Zeit satt haben, doch wir täuschten uns. Es war geplant, dass wir um 5:55 Uhr und um 6:10 Uhr unsere Freunde Rainer und Ciaron abholen, aber irgendwie klappte das auch nur sehr knapp (eher mit kleiner Verzögerung). Da es sich aber nur um 2-5 Minuten handelte, war das aber für beide kein Problem.

 

Das Wetter sah zur Zeit noch richtig gut aus und es sah auch nicht danach aus, dass es extrem warm werden sollte. Mit 19 Grad, konnten wir zu der Jahreszeit sogar gut zufrieden sein - da waren wir uns einig. Leider hielt es nicht an!!! Bis wir in Köln ankamen, unsere Unterlagen abgeholt hatten und umgezogen waren, setzte ein Dauerregen ein, welcher uns komplett begleitete. Na toll und das, wo ich doch Regenwettkämpfe hasse. Ein 5er oder ein 10er bei Dauerregen ist schon nicht angenehm, doch wie sollte ein HM bei Dauerregen aussehen? Damit hatte ich noch keine echte Erfahrungen gemacht - bis heute :-)

 

Aufgrund des Regens, war man schon nicht wirklich motiviert, sich großartig warm zu laufen, denn schon nass im Startbereich zu stehen, finde ich nicht ganz so prickelnd. Trotzdem raffte ich mich auf und plante wenigstens einen KM. Als ich leicht durchnässt den KM getrabt bin und wir uns gerade aufstellen wollten, kam die Hiobsbotschaft: "der Start, wurde aufgrund der hohen Teilnehmerzahl um 30 Minuten verschoben". Na prima, also umsonst warm gemacht und zu früh die Banane gefuttert. Aber egal, warum sollte man sich die gute Laune verderben lassen. Im Hinterkopf dachte ich sogar, dass wir vielleicht Glück haben und der Regen bis dahin nachlässt, aber das war nur Wunschdenken.

 

Als wir also mit 30-minütiger Verspätung auf die Reise geschickt wurden, waren wir schon nass, aber trotzdem bei guter Laune und froh, dass es endlich los ging. Rainer und ich planten die richtige Aufstellung, denn wir kamen ohne Gedränge - gut weg. Die Strecke gefiel mir die ersten 3-4 KM irgendwie gar nicht. Irgendwie völlig unübersichtlich und chaotisch, durch sehr viele Kurven. Kurz vor KM 3 kamen wir sogar einmal fast zum Stillstand, da die Laufstrecke plötzlich ganz eng wurde. Ich weiß nicht, ob es am Streckenprofil lag, aber wir schafften es irgendwie nicht wirklich, ein gleichmäßiges Tempo zu finden. Ständig lagen wir knapp unter 5:40 Minuten. Auch wenn es von den Beinen her locker lief, mein Puls signalisierte mir etwas anderes und früh kündigte ich beim Rainer an, dass ich das Tempo so nicht halten kann. Auch wenn wir dann für ein paar KM geschafft haben, mit einer ziemlich gleichmäßigen Pace um die 5:40 Minuten zu laufen, strengte es mich doch sehr an.

 

Das Streckenprofil, die völlig matschige Strecke und der Dauerregen schlugen sich immer mehr auf meine Laune. Ich hatte keine Lust, mich heute zu quälen, es sollte ein lockerer Trainingslauf werden. Wirklich locker, konnte ich das ganze hier aber doch nicht nennen. Auch wenn es sehr anstrengend war, hielten wir das Tempo bei. Anstrengend durfte es ja auch sein, aber verausgaben war heute nicht mein Plan. Bei KM 15 lagen wir noch 15 Sekunden unter der Vorgabe sub 2Std., doch dann kam bei mir körperlich und psychisch so langsam der Einbruch. Ich nahm noch ein Gel zu mir, aber das half mir - nicht wirklich mehr.

 

Das Streckenprofil war auf der ersten Hälfte schon sehr anspruchsvoll, doch die 2. Hälfte setzte noch einen darauf. Mittlerweile war man so nass, dass ich gefühlte 20 kg schwerer war. Ich hatte die Nase voll und keine Lust mehr, auch wenn die sub 2 Std. zum greifen nah war. Auch hat sich eine dicke - fette Blase an meinem linken Fuß gebildet und diese schmerzte immer mehr. Als zwischen KM 16 - 17 ein richtig knackiger Anstieg vor meinen Augen erschien, bekam ich noch einen psychischen Stoß oben drauf. Ich verfiel in einem Gehtempo und machte dem Rainer klar, dass er davon ziehen soll. Hier war Ende - ab hier hieße es quälen, für eine sub 2 Std. und dazu war ich heute einfach nicht bereit. Sowohl von der körperlichen Verfassung und vom Kopf her - gab ich hier den Lauf auf.

 

Es fiel mir sehr schwer, wieder in einen Laufschritt zu kommen, doch als ich es geschafft habe, ging es zu Beginn sogar wieder recht gut und ich näherte mich dem Rainer. Zuerst glaubte ich noch einmal aufzuschließen, doch als ich den nächsten Anstieg vor Augen hatte, gab ich den Gedanken schnell wieder auf und dachte mir - alles ist egal - laufe einfach so locker wie möglich bis ins Ziel. 700 Meter vor dem Ziel gabelte ich noch einen Läufer auf, der mindestens genau so angeschlagen war, wie ich. Ich schaffte es ihn aufzumuntern, dass er sich an mich hängen soll, denn ich sei auch völlig Fratze. Irgendwie war das gut für uns beide, denn so zogen wir uns gegenseitig bis über die Ziellinie und bedankten uns mit großer Freude, direkt als wir im Zielbereich ankamen :-))) Das war dann doch noch ein positiver Abschluss - von diesem schweren Erlebnishalbmarathon!!! Mit der Zielzeit von 2:01:20 bin ich unter den gegebenen Umständen voll zufrieden, wenn es auch anstrengender war, als geplant!

 

Zur Belohnung ging es anschließend in eine Pommesbude, wo ich einen super leckeren Gyrosteller gefuttert habe :-)) Ich muss sagen, das war mit unter, das beste Gyros, was ich kenne. SUPER LECKER !!!

 

Auch wenn es eine sehr schwere Strecke ist und es ein paar Kritikpunkte gab, so werde ich dort bestimmt nicht zum letzten Mal gelaufen sein. Über die wenigen Kritikpunkte kann man hinweg sehen, denn es war heute erst die 3. Veranstaltung in Folge. Trotz der Verzögerung kann man der Veranstaltung gratulieren!!! Wenn man hier gelaufen ist, weiß man, was man geschafft hat :-)

Im Frauenfeld, welches mit 335 Teilnehmerinnen nicht besonders groß war, liege ich knapp in der Mitte :-)

P.S.: Rainer hat übrigens die sub 2 Std. geschafft !!! Hier noch einmal meine Gratulation - HUT AB und vielen Dank für den gemeinsamen Lauf!!!!

 

Der Name der Veranstaltung hat sich bestätigt - es war ein Erlebnishalbmarathon !

 

 

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