139. Wettkampf

 

Laufzeit: 37:48

 

Platz 31 von 78 Finishern

 

Platz 1 von 4 in AK W40

 

Frauenwertung: 2 von 28

 

Wetter: sonnig, ca. 16 Grad

 

29.09.2013 / Bertlicher Straßenläufe / 7,5 KM


Große Überraschung


Heute ging es wieder einmal zu den Bertlicher Straßenläufen. Es war die bereits 90. Auflage und das Wetter spielte für Bertlicher Verhältnisse super mit. Nur der Wind, der hätte an manchen Stellen auch noch ein bischen weniger sein dürfen. Aber wollen wir mal nicht meckern, für Bertlich war es perfekt.

 

Große Erwartungen hatte ich nicht, da ich nach meiner Verletzung beim Osnabrückmarathon mir auch noch eine Entzündung zugezogen hatte und länger pausieren durfte, als mir lieb war. Für die Entzündung durfte ich Antibiotikum schlucken und dieses Zeug haut mich immer um. Gut, dass man es nicht so oft bekommt. Den Münstermarathon, den ich gewonnen hatte, durfte ich somit auch leider streichen.

 

Als ich alles hinter mir hatte und wieder ins Training einsteigen durfte, blieb mir nicht viel Zeit, um mich noch ein wenig auf den Bremen Marathon vorzubereiten. Genau genommen hatte ich noch zwei Möglichkeiten, eine längere Einheit zu laufen. Wie aber erwartet, kam ich nur sehr zäh ins Training zurück und hatte somit Glück bei meinem 30er so richtig schön abzustürzen. Super und das 7 Tage vor den geplanten Lauf hier in Bertlich. Da mir jede Laufeinheit einfach nur schwer viel, entschied ich mich somit für die kürzeren 7,5 KM, obwohl ich ja kurzfristig überlegte noch einmal 15 KM zu laufen. Oder sogar einen halben im Marathontempo, doch dafür lag mir Bremen doch zu nah.

 

Gleichzeitig studierten wir ja die Ergebnislisten der letzten Jahre, weil wir schon immer so einen wundervollen Pokal gewinnen wollten. Bisher hatten wir uns aber immer für die falsche Distanz entschieden. Doch heute hat es bei mir geklappt *FREU*

 

Zum Lauf:

 

Mein Plan für die heutigen 7,5 KM lag darin, eine Pace zwischen 5:05/km - 5:10/km zu laufen. Nach den letzten Trainingseinheiten glaubte ich aber nicht wirklich daran, diese Pace zu halten. Doch austesten wollte ich es trotzdem.

 

Da hier keine Chipmessung ist und das Starterfeld ja nicht so riesig war, wählte ich für meine Startaufstellung die 3. Reihe. Der Startschuss fiel pünktlich, ich rannte mit dem Feld wie gestochen los.

 

Ohne auf die Uhr zu schauen, rannte ich bis mir meine Uhr signalisierte, dass KM 1 erreicht war. Pace 4:43! Das war nicht nur leicht unter meinem Plan, sondern etwas mehr :-) Komisch dabei fühlte es sich doch so gut an. Geht also doch noch *hi-hi* Doch ausreizen, bis ich abstürze wollte ich es auch nicht und somit nahm ich direkt Tempo raus, was mir auch nicht schwer fiel, da ich eh gerade das berüchtigte Bertlicher Feld zu überlaufen hatte :-) Die Pace lag dann die nächsten 2 KM bei 5:06 und 5:07.

 

Als ich auf das Feld eine gute Sicht nach vorne hatte, überflog ich mal, wie viel Frauen hier im Feld waren. Denn ich hatte nicht nur Hoffnungen, diesen Pokal für meine Altersklasse zu gewinnen, ich hatte auch Hoffnungen bei den Damen weit vorne zu landen. Soweit mein Auge reichte, zählte ich mich als 5. Frau, doch weiter vorne sollten ja wohl auch noch welche dabei sein.

 

Ab ca. KM 3 fing es dann an, dass ich die ersten 2 Frauen kassierte und im Blickwinkel hatte ich bereits die nächste, an der ich mich langsam ran kämpfte. Das motivierte mich, denn eigentlich wurde ich ja langsamer. KM 4 und 5 lagen nämlich bei knapp 5:15. Schneller konnte ich hier aber nicht, weil mich hier der Wind sehr störte. Als es nach KM 5 entlang der Straße ging, setzte mein Körper so viele Glückhormone in mir frei und ich sagte mir " Heimspiel"!

 

Wir haben  in diesem Sommer so viele KM in Bertlich abgespult, dass man hier fast blind rennen könnte. Wie vom Blitz getroffen, konnte ich so an Tempo zulegen, dass ich mit einer Pace von um die 4:50/km in Richtung Ziel rannte. Immer wieder erblickte ich eine weitere Frau vor mir und kassierte sie ein. Das machte so verdammt viel Spaß, dass ich echt nicht spürte, wie schnell ich noch unterwegs war. Als es auf den Sportplatz ging, erblickte ich meinen Schatz und noch eine weitere Dame. Mein Schatz schrie noch, ich solle anziehen, doch dass ich als Frau so weit vorne rannte, sagte er mir nicht. Auch der Sprecher erwähnte nix, die wievielte Frau ich war, doch trotzdem hatte ich mir die Dame vor mir noch kassiert :-)

 

Mit einer Zielzeit von 37:48 Minuten erreichte ich dann das Ziel und war völlig platt. Damit erlief mir heute endlich diesen traumhaft schönen Pokal und erreichte sogar den 2. Platz von 28 Teilnehmerinnen in der Gesamtwertung.

 

 

 

 

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