140. Wettkampf

 

Laufzeit: 4:22:27

 

Platz 661 von 890 Finishern

 

Platz 18 von 31 in AK W40

 

Frauenwertung: 94 von 151

 

Wetter: bedeckt, trocken, ca. 16 Grad,

 

Luftfeuchtigkeit 100%

03.10.-06.10.2013 / Bremen & Bremen Marathon / 42,195 KM


 4 wundervolle Tage

 

Am 03.10.2013 begann unser verlängertes Wochenende, welches wir in Bremen verbringen wollten. Mit dem Abschluss am 06.10. - den Marathon zu laufen. Vorher stand ein wenig Sightseeing an. Ganz ruhig und gemütlich sollten die Tage werden und es ist uns diesmal sogar gelungen :-)

 

Für unsere Übernachtungen buchten wir das Bremer Aparthotel. Ein kleines - privat geführtes Apparthotel, wo man wirklich super herzlich empfangen und betreut wird. Hier wird "Herzlichkeit" ganz groß geschrieben. Wir haben uns direkt wohl gefühlt und das änderte sich auch innerhalb unseres Aufenthalts nicht. Ganz im Gegenteil, um so länger man vor Ort war, um so mehr stand für uns fest, wenn noch einmal Bremen, dann sicher wieder hier. Es ist ideal, da man hier eine kleine Kochecke hat und man sich ideal vorbereiten kann, wie man es zu einem Wettkampf gewohnt ist. Das Frühstück buchten wir für Freitag und Samstag nach und auch das kann ich nur empfehlen. Hier wurden wir vom allerfeinsten verwöhnt - bis hin zum Sekt :-)

 

Nach dem einchecken und auspacken, sprangen wir direkt in unser Laufdress. Eine kleine gemütliche 8-KM-Runde stand auf unser Plan. Das Hotel liegt direkt an der Weser / Laufstrecke des Marathons - was natürlich ideal war. Somit brauchten wir nur die Straße überqueren und los ging es Richtung Stadion, welches wir am Marathontag durchlaufen sollten. Leider hatte es zu, so dass wir es nur von außen betrachten konnten. Na gut - von innen dann am Sonntag :-) Es herrschte eisiger Ostwind und mir war zuerst bitter kalt. Kurz nach 4 KM mussten wir noch einen kleinen Abstecher ins Schnoorviertel machen, bevor es wieder zurück zum Hotel ging. Die 4 KM in Richtung Stadion liefen wirklich sehr locker, doch als wir Kehrtwende machten, ging es frontal gegen den Wind und ab hier war es wirklich nicht mehr locker, obwohl wir 20-30 Sekunden pro KM langsamer unterwegs waren, als auf dem Hinweg. Nun bekam ich noch mehr Angst vor Sonntag. Ich betete, dass wir am Sonntag nicht mit diesem Wind laufen mussten.

Nach einer heißen Dusche und unsere eigene Pasta Party ging es noch gemütlich zur Weser. Von hier aus konnten wir den wunderbaren Sonnenuntergang genießen und gemütlich den Tag ausklingen lassen. Es war immer noch super windig und bitter kalt.

 

Für den Freitag hatten wir ein wenig Sightseeing auf dem Programm. Wenn man schon in Bremen ist, sollte man auch ein paar Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Ob den St. Petri Dom, den Roland, das Rathhaus, die Bötcherstraße, die Bremer Stadtmusikanten... Weite Fußwege hat man dafür aber nicht, da alles in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes liegt.

 

Bevor es für uns also (natürlich mit der Bahn) in Richtung Markt ging, ließen wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück schön verwöhnen.

 

Für die Straßenbahn hatten wir nur wenige Gehminuten von unserem Hotel - also auch das war wirklich perfekt. Aus dem Hotel - 2 Mal eine Kurve laufen, ab in die Bahn und sitzen. Schön die Beine schonen :-) Wir verbrachten dann den Vormittag in der Stadt, bevor es dann zum Mittagschlaf ab zum Hotel ging. Auch hier wieder natürlich mit der Bahn, denn nun waren wir doch mehr auf den Beinen, als uns eigentlich lieb war :-)

 

Nach unsere Pause, ging es dann (erneut mit der Bahn *lach*) ab zum swissotel - wo die Startnummernausgabe und eine kleine Mini-Messe war. Auf der Messe ergatterte Frau sich natürlich noch ein paar Lauf-Handschuhe :-) Erst als wir unsere Unterlagen durchgeschaut haben, bekamen wir mit, dass gegenüber dem Hotel - im Pio, am Samstag auch eine Pasta Party stattfinden sollte. Das war ja mal eine Überraschung :-) Somit stand spontan auch diese für morgen auf unser Programm, anstatt unsere geplanten - eigenen Nudeln. Bevor wir diesen wundervollen Tag in eine kleinen Pizzaria ausklingen lassen haben, ging es noch einmal durch die Stadt - denn hier war heute die Shoppingnacht.

 

 

Nun war schon Samstag. Für heute hieß es zuerst einmal 4 lockere KM in Richtung Werder-See, bevor es erneut zu unserem Verwöhnfrühstück ging. Wieder hieß es, nur einmal die Straße überqueren und los ging es. Hier konnten wir  ein weiteres Stück der Marathonstrecke kennen lernen :-) Der Wind war bis heute übrigens längst Vergangenheit. Es fiel mir trotzdem erstaunlich schwer, obwohl mein Puls so niedirg war, wie lange nicht mehr. Seit meiner Einnahme von Antibiotikum - wegen der Entzündung - und der Laufpause, lief ich durchweg in einem hohen Pulsbereich. Das machte Hoffnungen auf Morgen, dass mein Körper das Zeug nun endlich abgebaut hat.

 

Nach dem Verwöhnfrühstück hieß es Sightseeing mit der Bahn :-) - schließlich mussten wir heute unsere Beine noch mehr schonen *hi-hi*. Ganz spontan fuhren wir zuerst - wie gewohnt - bis zum Marktplatz und dort stiegen wir um, in eine noch unbekannte Richtung *lach - schick die beiden los* Wie durch ein Zufall entdecken wir den Speicherhafen. Auch hier führt die Marathonstrecke durch. Kurzentschlossen stiegen wir kurz dahinter aus und machten auch hier ein wenig Input. Den Hafen selbst ersparten wir uns, denn wir wollten heute ja nicht zu viel laufen. Schließlich sollten wir das ganze morgen ja eh sehen :-)

 

Auf dem Heimweg Richtung Hotel, machten wir noch einmal ein Stop am Marktplatz (wo wir auch noch auf Daniel & Kerstin stießen, die den Halbmarathon laufen wollten). Hier fingen so langsam die Vorbereitungen für den Marathontag an. Mit einem Kaffee von Starbucks, ließen wir das ganze auf uns wirken, bevor es wieder zu einem Mittgschlaf ging. Also Pause hatten wir für diesen Marathontag sicher genug :-)

 

Am frühen Abend ging es dann zur Pasta Party ins Pio. Hier trafen wir dann Tanja. Gemeinsam machten wir uns einen schönen - gemütlichen Abend, mit Pasta und anschließend einer heißen Schokolade. @ Tanja: Es war schön, Dich gesehen zu haben :-)

 

Wie geplant lagen wir dann zeitig in unsere Haia. Alles war für den Renntag geplant und der Puls stieg immer mehr an.

 

Obwohl ich mittlerweile richtig nervös war, konnte ich erstaunlich gut schlafen :-)

 

Es ist Marathontag! Die Nacht war ruhig, obwohl ich wahnsinnig nervös war. So lange keinen Marathon mehr gelaufen. Fast ein ganzes Jahr lag dazwischen. Mit gemischten Gefühlen, blicke ich darauf, was heute wohl passieren könnte. Schon bis zum Osnabrück-Marathon lief mein Marathon-Training nicht so gut, wie ich es kenne. Ich habe mich irgendwie durch alle langen Läufe gequält. Der längste lag dann bei 30 KM – anstatt wie gewohnt bis 35 KM.

Nachdem ich dann den Osnabrück-Marathon wegen meiner Verletzung aussteigen musste, schlug das Schicksal doppelt zu und ich durfte eine längere Pause machen, als mir lieb war. Somit lagen nun ein paar Wochen hinter mir, mit nicht wirklich gutem Training bis gar kein Training. Einen 25 KM und einen 30 KM – Lauf konnte ich dann vor Bremen noch machen. Auch dieser 30er lief alles andere als Rund. All diese Gedanken verfolgten mich. Kann ich das überhaupt noch? Komme ich durch? Wie komme ich durch? Wie schnell soll / kann ich laufen? Oh man und ich war nicht einmal unterwegs J Normalerweise kommen doch so wirr-warr Gedanken erst bei KM 30+ *Hi-Hi*

Trotz so vieler wirr-warr Gedanken und nicht perfekter Vorbereitung, lag mein Plan darin, eine Pace von 6 Minuten pro KM zu versuchen. Mein Wunsch war trotz allem, eine Zeit zwischen 4:15 – 4:20 zu schaffen.

Zum Lauf:

Da wir am Vortag alles super geplant haben, ging es wie geplant pünktlich in Richtung Marktplatz. Vor Ort angekommen, schossen wir noch ein paar Fotos und gingen einmal alles ab, um zu sehen, wo man hier duscht und so weiter. Schnell füllte sich der Platz, da auch die 10-KM-Läufer eintrafen. Deren Startschuss fiel nämlich nur 10 Minuten vor dem Marathon-Startschuss. War es zuerst noch ruhig und gemütlich, wurde es - für mich – nachher doch ein wenig zu wuselig, denn das Starterfeld der 10er war riesig. Mein Puls stieg und stieg und ich wollte einfach nur noch los.

Da ich eine Pace von um die 6 Minuten plante, wollte ich eigentlich hinter den Pacemaker 4 Stunden starten. Dieser stand allerdings fast am Ende des Feldes und somit reihte ich mich doch, vor die 4 Stunden Gruppe ein. Ich dachte mir – OK – irgendwann ziehen sie ja an Dir vorbei und dann suchst Du Dir ein Plätzchen, wo Du Dich wohl fühlst.

Der Startschuss fiel pünktlich und das Feld bewegte sich zuerst ganz langsam bis gar nicht. Doch ab der Startmatte ging es dann flüssig in den Laufschritt. Das gesamte Feld um mich herum lief  perfekt gleichmäßig und ich kam sofort kam in eine Pace, womit ich mich wohl fühlte. Es lief einfach super. Ich glaube, bei noch keinem Marathon lief es von Start an so rund.

Zuerst geht es durch die Stadt über Kopfsteinpflaster, doch das behinderte mich zur Zeit gar nicht. Zu sehr war ich damit beschäftigt, endlich unterwegs zu sein. KM 1 piepte meine Uhr. Pace 5:54. Wow super und es fühlte sich so perfekt an. Auch KM lag mit 5:56 absolut gut und auch mein Empfinden war echt perfekt. Es fühlte sich sogar schon viel zu locker an. Kurz dachte ich an das Gespräch mit Tanja – gestern Abend. Sie meinte nämlich, versuch einfach, wenn Du Dich fühlst. Immer noch bin ich vor der 4 Stunden Gruppe unterwegs, was mich echt wunderte. Da ich ja gerade knapp unter 6 Minuten unterwegs war, sollten sie doch eigentlich längst an mir vorbei sein. Na egal, da ich wusste, dass bei mir das Tempo passte, lief ich einfach nach Gefühl weiter. Kurz vor KM 3 war es dann so weit und die Gruppe setzte sich vor mir. Ganz wie von allein, liefen meine Beine einfach mit und ich ließ es geschehen. Warum auch nicht, ich fühlte ja selbst, dass mein Körper mehr wollte / konnte. Von nun an wurden die KM leicht schneller, aber für meinen Geschmack zu ungleichmäßig. Die Pace lag zwischen 5:33 bis hin zu 5:55. Ich lief zwar wie aufgezogen mit der Gruppe mit, doch ich spürte diesen Tempowechsel teilweise doch sehr. Vor allem den KM mit 5:55 spürte ich extrem. Hier erholte ich mich fast so, wie bei einer Trabpause im Intervall-Training. Das ganze machte ich dann bis ca. KM 7,5 mit. Dann entschloss ich mich, mich vor der Gruppe zu setzen und meinen Lauf zu laufen.

Die Strecke führte uns gerade entlang am Werder-See. Man lief auf der einen Seite und auf der anderen Seite konnte man die schnelleren oder eben langsameren beobachten. Als ich in Richtung KM 8 an der Gruppe vorbei zog, ging es gerade entlang einer Partymeile und es hieß zum ersten Mal Gänsehaut pur. Einfach eine klasse Kulisse! Der Streckenabschnitt ist einfach traumhaft. Von nun an lief ich gleichmäßiger weiter und genoss es, so gut unterwegs zu sein. Meine Beine liefen wie aufgezogen.

Bei KM 10 nahm ich dann mein erstes Gel. Drei waren für heute geplant. Noch hatte ich genug Puste und ich konnte es in einem langsameren Laufschritt zu mir nehmen und auch den Becher Wasser nahm ich beim Laufen. Das klappt bei mir nur sehr selten. Ich freute mich. Es dauerte nicht lang und um mich herum hat sich eine kleine Gruppe von 5/6 Leuten zusammen getan, welche ich aus der 4 Stunden-Gruppe im Kopf hatte. Also haben sie das wohl ähnlich empfunden wie ich. Von nun an, waren wir eine tolle Gruppe, die sich gefunden hat. Immer wieder führt uns die Strecke an Publikum entlang, die wirklich jeden anfeuerten. Einfach klasse. Die KM zogen weiterhin locker an mir vorbei – fast als sei ich programmiert. Es ging  immer wieder an viel Natur vorbei und ich fand es wirklich toll.

Die Strecke war toll, das Publikum war super, meine Pace fühlte sich super an und mein gefundenes kleines Grüppchen passte auch einfach. Es war somit perfekt, wie man es sich nur wünschen konnte. Nur eines fand ich nicht wirklich gut. Es gab alle 5 KM eine Versorgungsstelle, doch immer nur Wasser. Bei KM 15 fragte ich, ob es denn auch mal Iso gäbe, doch das wurde verneint. Klar es gab auch immer viel Obst (Äpfel, Orangen und Bananen) – doch was machten Leute wie ich, die so etwas während eines Laufes nicht vertragen? Also ging es auch hier nur mit Wasser weiter.

Zwischendurch kam ich mit den einen oder anderen in ein kurzes Gespräch. Ein Mitläufer erzählte mir dann, dass er bereits zum 6. Mal dabei sei. Er warnte mich, dass wir bei ca. KM 25 mit dem Halbmarathon-Feld zusammen kommen. Hier neigt man wohl gerne dazu, mit deren Tempo mit zu rennen und sich kaputt zu rennen, wenn man noch gut drauf sei. Also war ich gewarnt J Denn noch fühlte ich mich so gut, dass ich sogar im Hinterkopf hatte, das Tempo am Ende vielleicht zu erhöhen J - doch es kam dann doch ganz anders!

Und zwar bei exakt HM kam es plötzlich ganz anders. Ich überlief die Matte (2:02:48) und es wurde schwieriger. Kurz dahinter kam eine Versorgungsstelle, die ich zu spät erblickte, um mir zeitig mein Gel zu öffnen. Alles ging in Sekundenschnelle. Verpflegungsstelle gesehen – stehen geblieben – Gel aus der Tasche gekramt – zu mir genommen – Becher Wasser genommen und langsam weiter gegangen. Meine kleine Gruppe gesucht, doch die war schon einiges vor mir. Ich versuchte noch einmal da ran zu kommen, doch es ging nicht. Warum auch immer, von nun an kam ich nicht mehr in mein bisher gelaufenes Tempo. Es war ein richtig dummes Gefühl, zu wissen, man hat noch einen HM vor sich und der Körper macht nun was er will.

Ich schleppte mich somit nur noch von Versorgungsstelle zu Versorgungsstelle und freute mich auf die jeweilige Gehpause, die ich dort immer einlegen konnte. Das Zusammen kommen mit den Halbmarathonläufern empfand ich, so weit hinten im Feld, nicht als problematisch. Es wurde in meinem Bereich weder extrem voll noch zogen schnellere mich runter. Nur vereinzelt, doch das störte mich nicht wirklich. Viel zu sehr war ich damit beschäftigt, wie ich nun hier durch kommen sollte.

Obwohl ich immer weiter abbaute, lief ich trotzdem wie programmiert weiter, denn alle 5 KM wurde meine Pace um ca. 15 Sekunden pro KM langsamer. An den Versorgungsstellen gab es bis auf 2 Mal nur Wasser. Ich sehnte mich nach was anderem. Iso oder Cola wäre echt gut gewesen. Warum nur lief ich heute ohne Gürtel? Meist habe ich dieses Teil mit, ausgerechnet heute nicht. Ich quälte mich durch, bekam von der Strecke nicht wirklich alles mehr mit und auch das Publikum, welches wirklich jeden beklatschte, konnten mich nicht wirklich mehr motivieren. War es Anfangs nur mein Körper der aufgab, zog auch später mein Kopf hinterher. Und zwar am Stadion – da verließ mich auch mein Kopf. So sehr freute ich mich darauf, dort anzukommen, weil ich glaubte da sei Party und das Publikum kann mir hier noch einmal einen Schub geben. Bevor ich ins Stadion lief, motivierte ich mich immer noch, irgendwie im Laufschritt zu bleiben, da ich immer noch auf Kurs sub 4:20 lag. Doch als ich ins Stadion einlief und ich nur von dem Sprecher empfangen wurde, war ich völlig geknickt. Eine halbe Runde ging es hier durch – der Sprecher gab mir 7 Mal mit – nur noch 4 ½ KM – oh man, ging mir das auf den Keks. Der arme konnte ja nix dafür, aber ab hier hat mich irgendwie alles verlassen und er nervte mich einfach nur. Wie mich von nun an alles nervte.

Im Hinterkopf – jetzt nicht mehr stehen bleiben, Du läufst immer noch auf sub 4:20 ging es aus diesem Stadion raus. Leicht links und ich erblickte eine Versorgungsstelle – Blitzgedanke „nein weiter laufen“ – der zweite Blick war eine ganz gemeine Rampe – erneut Blitzgedanke „Wasser nehmen – hoch gehen“! Schon komisch, wie schnell die Meinung sich änderte J Gedacht getan – Wasser genommen und ganz gemütlich dort hoch spaziert. Die Zeit war spontan egal J

Als es entlang der Straße ganz langsam weiter ging, sagte ich mir erneut – nicht mehr stehen bleiben. Ich war völlig KO – meine Pace mittlerweile bei knapp unter 7 Minuten. Wusste gar nicht, dass ich das Tempo noch kann J Bei KM 40 freute ich mich, dass ich es gleich endlich hinter mir haben sollte, doch beim nächsten Schild „wieder KM 40“ bekam ich einen Schock. War ich nun völlig durcheinander? Oder lief hier irgendetwas schief? Ich lief an diesem Schild vorbei – die Strecke machte einen leichten Knick nach rechts und es ging abwärts durch eine Brücke durch. Wo es abwärts geht, geht es meist auch aufwärts – wieder kamen böse Gedanken in mir hoch, doch ich schleppte mich in einem Trabschritt dort rauf. Oben angekommen gab mir ein Mann mit, nur noch zwei Kurven. Oh man, ich hätte ihn knutschen können J Es ging somit tatsächlich nur noch um 2 Kurven – zählen konnte ich also noch – doch es soll mich jemand fragen, wie viel Publikum hier noch stand – ich weiß es nicht.

Super glücklich erblickte ich das Zieltor, welches ich nun mit 4:22:27 durchlaufen habe. Kurz dahinter fiel ich meinem Schatz in die Arme, dem es heute leider genau so erging.

Lange hielten wir uns nun noch im Zielbereich auf um unsere Lager aufzufüllen. Hier wurde reichlich geboten. Brötchen, Muffins, jede Menge Obst und so weiter. Die anschließende Dusche war dann das schönste, denn mein ganzer Körper fühlte sich direkt furchtbar an. Am liebsten wäre ich unter dem heißen Wasser stehen geblieben, doch das ging ja nicht J

Bevor es dann Richtung Heimat ging, gab es noch einen riesigen Kaffee von Starbucks J

Fazit: Ich kann nun sagen „ich hatte einen wundervollen Halbmarathon“! J Die erste Hälfte lief ich – die zweite Hälfte war ich nicht mehr Herr meines Körpers. Noch nie musste ich mich eine komplette Hälfte durch einen Marathon quälen – doch trotzdem freue ich mich jetzt auf Mallorca. Bremen war insgesamt toll. Der Marathon – nicht leicht zu laufen – wie ich finde, doch trotzdem ist er für mich der schönste Stadtmarathon. Wir waren sicher nicht das letzte Mal dabei

 

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