Silvesterlauf von Werl nach Soest

Wieder einmal toller Jahresabschluß

Bereits zum 10. Mal in Folge ging es am Silvestermorgen zum Silvesterlauf von Werl nach Soest. Bei idealen Lauftemperaturen von 7 Grad und kaum Wind war die Vorfreude riesengroß, auch wenn unser Training bedingt durch den Umzug mehr als bescheiden war. Zudem ärgerte mich seit einer Woche eine Knieverletzung. Radfahren und normales Gehen ging, aber sobald man lief kam ein stechender Schmerz.

Also hieß es die Tage zuvor – schonen. So startete ich im Glauben, alles wäre o.k.! Diesmal mussten wir ein wenig eher losfahren – die Entfernung nach Werl ist nun noch größer. Aber für diesen Lauf ist es wert, ein wenig länger zu fahren.

 

Vor Ort trafen wir viele bekannte Läufer- und Läuferinnen: Thomas, Claudia, Michi, Silke und Ralph – im Ziel sogar nachher noch Franz, den wir von einigen Laufreisen kennen. Das ist unsere Vor- und Nachatmosphäre.

 

Umgezogen, Kleiderbeutel aufgegeben – alles das Bekannte, wie schon öfter aus den Vorjahren in Berichten beschrieben. Wir stellten uns diesmal ein wenig weiter nach hinten auf. Eine nicht so gute Entscheidung. Selbst nach dem Startschuss, pünktlich um 13.30 Uhr und Überqueren des Startbogens ging schon nach ein paar Metern nichts – man stand sogar. Man brauchte schon eine Zeit um in unseren richtigen Wohlfühltempo zu kommen. Ein Hauptziel gab es diesmal nicht – keine Verbesserungsvorgaben wie in den Vorjahren. Das Ziel hieß diesmal, die 10. Medaille von dieser Veranstaltung zu ergattern. Zumal die Medaillen jedes Jahr ihr Motiv ändern und einfach wunderschön sind.

Schon nach einigen hundert Metern merkte ich, dass die Laufpause kaum was bewirkt hat. Das Knie schmerzte leicht, auch wenn nicht so akut wie vor einigen Tagen. Solange ich keine Unebenheit lief und am Laufen war – ging es. Aber Anlaufen – nach einem Stehenbleiben für Foto machen – begann meist mit einen leichten Schmerz. Also locker weiterlaufen. Wir hatten unser Tempo gefunden- zunächst auf Schnitt 5:26 Min. – nachher immer ein wenig schneller. An der Getränkestation trabte ich weiter, ließ Angelika – die sich ein Tee holte – wieder anschließen. Klappte alles prima ! Was uns überraschte, viele Läufer machten nach km 5 schon Gehpausen oder wurde immer langsamer. Bei uns war es eher wie ein Crescendo.

 

Die Stimmung an der Strecke gewaltig – ob in Westtönnen, Osttönnen oder Ampen, ja oftmals sogar mitten an der Bundesstraße stehen die Leute in Spalier. Mehrere Bands spielen und das Publikum klatscht ab. Allein dafür lohnt sich immer wieder hier der Start.

Wir haben uns mittlerweile auf ein Tempo von 5:24 Min./km eingespielt und wir überholen und überholen. Wir nähern uns Soest und nun ist nicht mehr weit bis zum Ziel. Ein Spurt auf den letzten Kilometer bringen Angelika die 1:20:35 Std., was sogar einen Schnitt von 5:22 Min./km ausmacht.

Es hat wieder einmal Spaß gemacht, auch wenn wir sehr verhalten angegangen sind und zuvor sehr pessimistisch waren. Im Ziel treffen wir nochmals alle oben erwähnten und plaudern über diesen wieder mal gelungenen Lauf. Traditionell ging es nach dem Shuttle nach Werl auch in die Pommesbude "Alter Keller" und versorgten uns mit einen "Manta-Teller"

Jetzt heißt es leider für uns beide Laufpause, aber die nächsten Ziele im neuen Jahr sind schon gebucht.