119. Wettkampf

 

Laufzeit 1:42:23

 

Gesamtwertung:

 

Laufzeit: 5:24:20

 

Platz 312 von 438 Teilnehmer

 

Platz 29 von 56 in der AK

 

Frauenwertung: Platz 55 von 112

 

Wetter: ca. 16-17 Grad, sonnig bis bedeckt

 

Startzeit: 9:00 Uhr


10. Juni 2012 / Brüder-Grimm-Lauf Etappe 4


Frau Holle Etappe  !


Bergflöhe, Bergflöhe - GO-GO-GO  *eine Person weiß warum LACH*

 

Die Nacht war zum erholen viel zu kurz, obwohl wir
zeitig in unser Schlafsack lagen. Zunächst lag ich lange wach und konnte nicht
einschlafen und als ich dann endlich einschlief, war es wie die Nacht zuvor.
Immer wieder wurde ich aus meinem leichten Schlaf gerissen. 


Genau wie nach der ersten Nacht, waren wir wieder die
ersten, die sich leise unter die Dusche schlichen. Hier bekam ich einen
Kälteschock. Das Wasser eisig kalt. Zunächst dachte ich, das kommt, wenn es
eine Zeit läuft, doch „Fehlalarm“. Es war und blieb kalt. Na gut – Augen zu und
durch – hieß es nun *grins* 


Ein wenig zu früh standen wir später an der Stadthalle
Gelnhausen – dort wo gestern Abend der Abend beendet wurde. Wir saßen nun
draußen und warteten, dass die Tore geöffnet wurden *LACH* Als ich so da saß,
spürte ich eine wahnsinnige Anspannung in mir hoch kriechen – wie ich sie bis
jetzt noch nicht hatte – hier beim BGL. 


Das angebotene Frühstück, war mit viel Liebe
hergerichtet und alle Male ausreichend. Von Brötchen über verschiedene Sorten
Müsli bis hin zu Kaffee / Tee und Säfte. Wirklich toll! 


Nach dem Frühstück ging es zurück – um unser
Schlaflager ein letztes Mal abzubauen und in unser Auto zu verstauen. Es wurde
später und ich immer nervöser. Heute war ich zum ersten Mal richtig aufgewühlt.
So nervös, wie vor keiner Etappe bis jetzt. Gut, dass es beim „ich packe meinen
Rucksack“ jetzt nicht ganz so schwierig war. Denn nach der vierten Etappe hieß
es nur duschen – ab das Auto nachholen – schnell nach Bad Orb um ein wenig zu
futtern und weiter mit unserem Auto in Richtung Ziel. Hier sollte nämlich unser
Auto dann auf uns warten, damit wir am Ende des Tages schnell in Richtung
Heimat kommen. 


Viel Zeit zum ausruhen, sollte es heute somit nicht
geben. Nicht viel Zeit zum ausruhen? Oh mein Gott – und das nach der vierten
und wohl schwierigsten Etappe. Bei diesen Gedanken bekam ich Angst. Mein Puls
raste wie wild. Nun war es an dem Punkt, an dem ich irgendwie nur noch los
wollte. Ich wollte einfach nur laufen und nicht denken. Denken hieß nichts
Gutes *LACH* 


Gut, dass die Zeit schnell verging und wir uns in
Richtung Untermark Gelnhausen machen konnten. Nämlich hier hieß es, um 9:00 Uhr
Startschuss zur 4. Etappe. Mit knapp 17 KM und 357 Metern Höhendifferenz war es
die Etappe, mit den höchsten Höhenmetern. Wie oben auf dem Diagramm schön zu
sehen, geht es direkt aufwärts und das bis ca. KM 11,5. 


Auf das warm laufen haben wir dann hier zum ersten Mal
verzichtet und ich dehnte nur meine müden Muskeln. Als ich mich so umsah, sah
ich, dass es scheinbar allen anderen so ging wie mir. Alle schienen ziemlich
nervös gewesen zu sein.


Ich war froh, als ich mir dann endlich meinen
Startplatz suchen konnte. Ich hatte bereits jetzt schon einen Puls als stand
ich kurz vor`m kollabieren. Wie in den anderen Etappen, wählte ich meine
Startaufstellung ziemlich mittig. War es in der dritten Etappe schwierig weg zu
kommen, so war es hier noch schwieriger. 


Der Startschuss fiel pünktlich – in meinem Bereich hat
sich fast nichts getan. Es dauerte rund 20 Sekunden, bis auch ich die
Startlinie überqueren konnte. Nach nur wenigen Metern führt die Strecke nach
rechts. Hier wird die Strecke ein wenig enger – für meinen Bereich zu eng, um
weiter zu traben – wir kamen kurz zum stehen. Für`s nächste Jahr ist mir klar –
weiter nach vorne. Mit 6:37 war mir dieser KM dann doch ein wenig zu langsam –
denn KM sollte für die nächsten paar KM wohl der einfachste sein. 


Aber egal – das Feld gab dann schnell genug Platz, um
in seinen eigenen Schritt zu kommen. Die nächsten KM lagen zwischen 6:20 bis
6:25 bis ich in Richtung KM 5 ein starkes unwohl sein in meinem Magen
verspürte. Lange konnte ich mit diesem Gefühl nicht weiter laufen – ich musste
einen Abstecher machen. Gut, dass wir uns im Wald befanden und Vanman uns noch
darauf aufmerksam machte, dass wir Körpereigene Substanzen ruhig hier lassen
dürften *LACH* Wieder verlor ich unnötige Zeit, doch im Grunde war es egal. Ich
lag bis hier her schon unter der Zeit, die ich mir selbst nie zugetraut
hätte. 


Oben am Kuhruh angekommen, hieß es abwärts bis zum
Kirschengraben. Hier hieß es, sich so gut wie möglich zu erholen um Kraft für
den anstehenden Anstieg zu sammeln. Während ich mit Vorsicht hier abwärts lief,
weil es über Schotter ging und ich meinen Sturz vom Hermannslauf vor Augen
hatte, rasten andere an mir vorbei – in einem Tempo, als flogen sie über die
Strecke. Nein das traute ich mir hier nicht – die Angst zu stürzen war zu groß.
Zu schnell war diese Ausruhpassage vorbei und es ging weiter aufwärts. Ich
sagte mir immer nur – halte durch, ab KM 11,5 ist alles vorbei…… So schaffte
ich es – wenn auch langsam keine Gehpause mehr einzulegen, bis KM 11,2
*GRINS* 


Die Zuschauer oben an den 4 Fichten waren zum greifen
nahe – ich wusste da ist der Berg zu Ende, doch ich hatte keine Kraft mehr. Ich
sagte mir: „gut 100 Meter, dann trabst Du weiter“ Genau in diesem Moment
überholt mir ein Mitläufer. Auch er war völlig KO. Er gab mir die Motivation nach
exakt 100 Metern wieder in einem Trabschritt zu kommen *FREU* 


Oben angekommen – kamen wir ins Gespräch. Er war schon
viele Male dabei und schaffte es heute zum ersten Mal – bis ganz nach oben zu
laufen *COOL* Wir tranken gemeinsam und liefen ein wenig gemeinsam weiter. Er
zeigte mir noch seinen Lieblingsplatz hier auf dieser Etappe und er hatte
Recht. Es gibt nach den 4 Fichten einen Platz - auf der linken Seite – mitten
in dem Wald – da sieht es aus, als sei dort ein riesiger Park. Wenn dann noch
die Sonne scheint – und das war heute so – sieht es aus, als sei dieses
wunderschöne Fleckchen beleuchtet. Wirklich traumhaft schön! 


Schnell war es vergessen, dass es eben noch so mega
schwer war! 


Ab KM 13 war ich dann wieder allein unterwegs – der
Mitläufer gab beim abwärts laufen ein wenig mehr Gas als ich – so ließ ich ihn
ziehen. Mir war der Weg noch zu uneben, um mehr zu riskieren. Lieber etwas
langsamer und mit Bedacht hier runter, als auf dem Boden zu liegen. Mein Schatz
mahnte mich vorher ein paar Mal, dass ich bloß vorsichtig sein soll. 


Erst ab KM 15 war mir die Strecke sicher genug um mehr
Gas zu geben. Meine Pace lag bei KM 16 sogar bei unter 5 Minuten *GRINS* Schon
erstaunlich, wie viel Zeit man sich hier doch wieder raus laufen konnte. 


Kurz vor dem Ziel wieder kurzen Zwischen-Stop bei
meinem Schatz – was auch Vanman natürlich kommentierte - mit „so viel Zeit muss
sein“ Er sieht eben alles und ihm fällt auch direkt dazu was ein *LACH* 


Mit einer Zielzeit von 1:42:23 hatte ich nun auch
diese Etappe geschafft. Der stolz in mir wuchs und wuchs. Nun hieß es nur noch
eine Etappe, dann bin ich eine Brüder-Grimm-Finisherin und ergattere mir mein
erstes Shirt. Das geheimnisvolle Shirt, wo vorher niemand weiß, welche Farbe es
haben wird *GRINS* 


Im Ziel traf ich noch den Mitläufer (von den 4
Fichten) und auch er freuet sich, dass ich es so gut geschafft habe, denn er
wusste, dass ich zum ersten Mal dabei bin. Wir tauschten uns noch ein wenig
aus, bevor es schnell unter die Dusche ging. Hier hieß es „Duschen mit Kalli“
*HE-HE* Kalli ist voll cool. Sobald er entdeckt wird, wird er gefeiert und er
freut sich wie ein Schneekönig – so auch natürlich hier! Kalli ist der Beste!!


Fazit: 


Als ich hier im Ziel war, fragte mich mein Schatz ganz
zweideutig: „NA – willst hier immer noch laufen?“ *LACH* Meine Antwort war
selbstverständlich „KLAR“ Dieses Event – die Strecken – die Leute – hier dabei
zu sein ist einfach der Hammer. Was man hier fühlt, kann man in keinen Bericht
fassen – das muss man selbst erleben. Ich bin stolz und glücklich, mich für
diese Teilnahme entschieden zu haben!


Beschaffenheit der Strecke:


Neuenhaßlau bis Niedermittlau Bahnhofssiedlung
größtenteils feste Wirtschafts- und Waldwege, danach bis zum Niedermittlauer
Heiligenkopf asphaltierte Straßen - es folgen gut befestigte Waldwege bis zur
Ortslage Meerholz - ab da bis zum Ziel Gelnhausen nur noch asphaltierte Straßen

 

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