Waldlaufserie

 

108. Wettkampf

 

Laufzeit 47:55

 

Platz 127 von 150 Teilnehmer

 

Platz 7 von 8 in AK

 

Frauenwertung: Platz 18 von 29


14. Januar 2012 / Westdeutsche Waldlaufserie Essen / 9,2 KM


Toller Einstieg in die neue Laufsaison!


Zum Einstieg der neuen Laufsaison
ging es heute ab nach Essen - zur Magarethenhöhe. Das Wort Magarethenhöhe sagt
schon einiges aus. Hier heißt es 5 Runden rauf und runter - insgesamt 150
Höhenmeter zu rennen. Noch im letzten Jahr traute ich es mir nicht zu -
Tempolauf über solch einen Kurs - nein Danke! Doch für dieses Jahr sieht meine
Planung ein wenig anders aus, also musste ich da einfach mal durch :-) Das
Hügeltraining war für den Hermannslauf 2011 schon ein wenig intensiver, als in
diesem Jahr - somit war ich mir nicht sicher, wie ich hier meine Renntaktik
planen sollte. Mein Ziel war eine Pace von 5:15 Min. bis 5:20 Min. pro KM. Eher
Richtung 5:20! Mehr traute ich mir im Moment auf solch einen Kurs nicht zu, da
ich im Training irgendwie nur anstrengend laufe - egal ob unter 6 Min. pro KM
oder drüber. Roland seine Meinung sah etwas anders aus - er glaubte ich könnte
mehr..... ach wie Recht er mal wieder hatte :-)

Das Wetter war für diese Jahreszeit ein Traum. Zwar nur 3 oder 4 Grad kalt,
aber trocken und sonnig. Besser geht es doch für Mitte Januar nicht - oder?
Nach der Nachmeldung ging es zuerst in die Umkleide. Schön in Ruhe fertig
gemacht - wir hatten ja mal wieder Zeit satt - ging es anschließend über eine Einlaufrunde.
Gemeinsam mit meinem Schatz durfte nun auch ich mal "laufend" diesen
Rundkurs kennen lernen. Man war das jetzt schon schwer. Wir bummelten mit einer
Pace um die 6:30 und ich pustete schon wie wild. Na super - das kann was geben.
Meine Nervosität stieg so hoch, wie lange nicht. So beim warm laufen, konnte
ich mir echt nicht vorstellen überhaupt eine Pace von um die 5:20 zu rennen. Da
hier überwiegend nur die super guten Vereine rennen, hatte ich schon Angst
unter die Top 10 von hinten zu gelangen :-)

Die Zeit rannte mal wie schnell an mir vorbei, als es dann auch schon zur
Startaufstellung ging. Das Feld mit 150 Teilnehmern ist nicht riesig und noch
geringer ist der Frauenanteil mit gerade mal 29. Alles ziemlich überschaubar.
Da mir klar war, dass ich in solch einem Starterfeld ziemlich weit hinten
lande, wählte ich auch meine Startaufstellung ziemlich weit am Ende der
Aufstellung. Ganze 7 Sekunden benötigte ich, bis ich über die Startlinie kam,
bevor es dann auch direkt ziemlich steil abwärts ging. Nach nur knapp 300 Meter
legte ich mich schon fast hin, weil es tatsächliche Hundehalter gibt, die
selbst zu solchen Momenten ihren Hund nicht anleinen können. Für einen Moment
komme ich richtig gut aus dem Tritt und ärgerte mich natürlich. Der lange Abstieg
zieht sich 600 - 700 Meter, bevor es dann nach einer Rechtskurve auch ziemlich
gut aufwärts geht. Erstaunlicher Weise kam ich hier richtig gut hoch. Klar
verlor ich zum abwärtslaufen (KM 1 = 5:07) ein paar Sekunden, aber ich lag voll
im Soll mit der Pace, die ich plante (KM 2 = 5:13). Voll Cool - niemals hätte
ich daran geglaubt solch einen Anstieg in dieser Zeit zu rennen *FREU* Von KM 2
nach 3 heißt es sowohl aufwärts - als auch abwärts. Was für mich hieß, dass ich
aufwärts zwar ein paar Sekunden verlor, allerdings alles wieder aufgeholt habe,
als ich abwärts rannte. So zogen nun auch die KM und Runden an mir vorbei. Rauf
etwas langsamer - runter wieder alles mehr als gut gemacht. Das ganze ging dann
bis KM 6 gut und dann verließ mich beim aufwärts laufen die Kraft total. Bis KM
6 hatte ich eine gesamte Pace von 5:09 pro KM - doch als ich in der 4. Runde
diesen gemeinen Anstieg nach dieser langen Abwärtspassage rennen musste,
wollten meine Beine und meine Puste einfach nicht mehr mitmachen. Hier verlor
ich richtig viel Zeit, denn KM 7 war dann mit 5:38 nun der langsamste KM in
diesem Rennen. Es lag aber allein an der Kraft, beim aufwärts laufen, denn als
es den nächsten KM wieder runter ging, rannten meine Beine wieder 5:11 - bevor
dann der komplett langsamste KM mit 5:43 folgte :-) Als ich den letzten Anstieg
Richtung Ziel erklomm, stand auch mein Schatz schon am Streckenrand um mich
noch für die letzten paar Meter anzufeuern. Obwohl ich platt wie ein Plätzchen
war, schaffte ich es noch, meinen Daumen hoch zu halten, denn die Freude über
meine erreichte Zielzeit war trotz der riesigen Anstrengung bereits auf der
Strecke schon riesig. Voll außer Puste, erreiche ich mit einer Zielzeit von
47:55 Minuten eine für mich undenkbare Zeit. Mir ist klar, dass die
Kraftausdauer für den Hermann und für den Brüder-Grimm noch um einiges
verbessert werden muss, doch für den heutigen Jahreseinstieg war es viel viel
mehr, als ich mir selbst erhofft habe. Bis zu den beiden Höhepunkten habe ich
ja noch Zeit - das Jahr beginnt ja gerade mal.

Für den 2. Teil dieser Serie erhoffe ich mir, dass ich diese 2 KM nicht wieder
voll daneben haue. Wenn ich das schaffe, bin ich noch glücklicher, als ich eh
schon mit diesem Lauf bin!!!!

 

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