Benrather Volkslauf

Erster Halbmarathon seit 1 Jahr

Den letzten Halbmarathon, den ich in meinen Tempo gelaufen bin, war vor einem Jahr…….in Benrath!

Wenn mir einer Ende Januar gesagt hätte, ich würde 2 Monate später einen Halbmarathon in 1:33 laufen, den hätte ich schlichtweg für dumm gehalten. Schmerzen im Knie und im Rücken, zunächst ging es gar nicht voran. Alle möglichen Medikationen ausprobiert bis hin zu einer Kniebandage. Zudem hatte ich durch die ungesunder Futterei und den Gran Canaria-Urlaub sage und schreibe 7 kg (!) mehr Gewicht auf den Rippen.

Es lief total schleppend. In Vreden dann ein erster Lichtblick beim 10er, der Klippenlauf lief noch besser und nun stand ein Halbmarathon auf Tempo auf dem Plan.

 

Die Kniebandage lies ich diesmal zu Hause, wagte es ohne diesem Störfaktor zu starten. Das Wetter, nicht ideal. 18 Grad sind zwar nicht viel, doch wenn man in den letzten Monaten bei anderen Temperaturen lief und von jetzt auf gleich es in diesem Bereich kommt, empfindet der Körper dies als sehr warm. Beim Einlaufen mit Angelika merkten wir das sehr gut, so liefen wir zwar mit einem Kurzarmshirt mit Singlet drüber, aber selbst das war schon zu warm. Was tun, wenn der Start mitten im Wald ist, es nicht mehr lang bis zum Start ist? Shirt wegbringen - zu knapp ! So deponierten wir unsere Shirts hinter einen Baumstumpf, um diese im Anschluss vom Wettkampf wieder abzuholen.

 

Das Starterfeld mit rund 500 Teilnehmern bei so einer kleinen Veranstaltung ist schon beachtlich. Aber nicht ohne Grund kommen viele Läufer gerne hier hin: Alles liebevoll organisiert, hier fehlt es an nichts. Sogar eine Brutto/Nettomessung mitten im Wald. Auch wenn man, auf Grund von einigen Baustellen in Benrath, nicht unbedingt in der Nähe parken kann - dafür kann der Veranstalter nichts. In der Ausschreibung wird zudem darauf hingewiesen - so kann man vorsorgen und auch rechtzeitiger Anreisen.

Der Kuchen für die Zielbelohnung war reserviert. Es konnte losgehen! Wenn ich die 10er Zeit von 43:56 Min. von Vreden zur Grundlage nahm, auf Halbmarathon hochrechnete, zudem noch ein wenig drauf addierte auf Grund der längeren Distanz, war mein Ziel eine 1:33 bis 1:34 schon ein wenig unrealistisch. Zumal es hier auf Waldboden und viel Splitt ging. Aber ich versuchte es einfach.

 

Zunächst geht es durch den Düsseldorfer Stadtwald. Das Feld zieht sich schnell auseinander und man kann gut frei laufen. Man hat seine Grüppchen schnell gefunden. Das Tempo passt auch. In etwa so wie letztes Jahr. Schon jetzt merkt man - es war die richtige Entscheidung nur in Singlet zu laufen. Man schwitzt jetzt schon aus allen Poren.

Der Untergrund wechselt häufig: Waldboden, dann wieder Splitt bzw. kleiner Schotter. Relativ flach, aber nunmal, wie es im Wald ist wellig. Nach km 3 gehts bei einer Eisenbahn-Unterführung, hoch und runter - es läuft prima. Das Feld zieht sich immer mehr auseinander.

 

Den Elbsee lässt man rechts liegen. Es hat sich eine Gruppe von 6 bis 8 Läufern gefunden, wo abwechselnd jeder das Tempo macht. Dahinter nichts zu sehen, davor nur in weiter Entfernung. Man kann nicht immer nebeneinander laufen, so jetzt sich jeder mal nach vorne und macht das Tempo. Auch hat man nun immer mehr Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer auf den Wegen als man den Eller Forst erreicht. Das ist in diesem Jahr leider sehr störend. Manchmal ist die eine oder andere Hundeleine quer über den Weg gespannt, oder Familien lassen ihre Kinder mit dem Fahrrädchen quer über die Strecke fahren. Bei einer Kleingärtneranlage geht es zunächst kurz auf Asphalt, bis es wieder auf Waldboden geht. Manchmal geht es auch dort nur hintereinander, weil Steine aus dem Boden ragen. Jeder sucht seine Ideallinie. Der Splitt der immer wieder kommt gefällt mir gar nicht, hier verliere ich immer ein wenig Zeit. Bei km 10 erreicht man das Naherholungsgebiet Nordstrand. Zeit hier 43:21 Min.! Die Zwischenzeit ist trotz Untergrund schneller als beim 10er in Vreden. Aber es ist nunmal nichtmals die Hälfte erreicht. Mit einem Mal zieht sich die Gruppe völlig auseinander. Die Abstände immer größer. Einige verlieren den Anschluss. Ich laufe alleine, muss aber ständig irgendwelchen Spaziergängern ausweichen. Ärgerlich vor allen Dingen bei denen, die zu Dritt nebeneinander einen entgegenkommen und keinen Schritt zur Seite machen.

 

Auch wenn es am Unterbacher See flach ist, der Untergrund und die Wärme machen einen langsam zu schaffen. Als ich km 13 beim Strandbad Süd erreicht habe, schließen 2 Läufer auf und ziehen an mir vorbei, in einem Tempo wo ich denke: Oha, stürzt Du so ab ? Ist aber nicht der Fall. Beim ersten schließe ich wieder bei der Eisenbahnunterführung bei km 14 auf. Den anderen überhole ich bei km 17. Man läuft nun eine Schleife durch den Wald. So langsam bin ich doch k.o.! Aber im Kopf habe ich noch immer diese 1:33 ! Man ist wieder im Stadtwald und die eine oder andere lange Gerade zieht sich wie Kaugummi. Es geht auf die Zielgerade. Von ganz weitem sieht man die Zieluhr, aber auch hier eine lange Gerade und die Zeit rennt und rennt. Die 1:32 habe ich auf den letzten Kilometern verloren, aber zumindest die Zeit vom letzten Jahr mit 1:33:13 Std. ist erreicht. Ich bin wieder da - zumindest auf dem Stand vom Frühjahr des letzten Jahres. So kann es weitergehen.

 

Als Angelika ins Ziel kommt sind wir beide einfach nur happy hier gestartet zu sein. Das war gut für den "Kopf" !

243. Wettkampf Datum Distanz Zeit Geamtplatz AK-Platz Schuh
 Düsseldorf 01.04.2016 HM 1:33:13 Std. 39. von 435
9. von 40
Nike Pegaus
 
   

 

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