Stadtfest Lüdinghausen

 

88. Wettkampf

 

Laufzeit 51:51

 

Platz 144 von 217 Teilnehmer

 

Platz 4 von 10 in AK

 

Frauenwertung: Platz 18 von 49


 17. September 2010 / Stadtlauf Lüdinghausen / 10 KM


Wer hätte das gedacht ?


Hier stand der letzte Lauf aus der Streiflichter Laufserie auf dem Plan.
Nicht ganz sicher, ob ich starten soll - wegen dem Berlin Marathon - entschied
ich mich dann aber am Ende - zu einer Teilnahme. Das Ziel - unter den
ersten drei bei der Streiflichter Laufserie - habe ich zwar schon lange
abgeharkt, aber den bisher erlaufenen 5. Platz wollte ich aber doch ganz gerne
behalten. 

Ich hatte keine Ahnung, welche Zeit ich versuchen sollte. Da ich schon in der
ersten Taperwoche bin, wollte ich mich hier nicht ganz in Grund und Boden
laufen, aber ein erfreuliches Ergebnis sollte trotzdem sein! Und wie gesagt,
meinen Platz 5 oder evtl. sogar Platz 4 - wollte ich beim letzten Lauf auch
nicht hergeben.

Wie immer - in meiner Taperzeit - fühlt sich jedes Tempo irgendwie schwer an.
Selbst die 4 lockeren KM am Donnerstag trabte ich mit einer Pace 6:55/km und es
war einfach nur schwer. Ich finde es voll komisch. Man hat bereits so viele
Trainingskilometer für einen Marathon trainiert - irgendwie macht man immer
andere Erfahrungen - doch das tapern sieht bei mir immer gleich aus.

Das Wetter spielte heute dann mal mit, obwohl es auf dem Hinweg zuerst nicht
danach aussah, als würden wir im trockenem laufen. Über uns hang eine
tiefschwarze Wolke, doch diese platze nicht über Lüdinghausen *freu* Es war
also trocken, sonnig und rund 15 Grad. Ideales Laufwetter!

Als wir die Autobahn verließen, glaubten wir eigentlich irgendwann einmal
Wegweiser vom Veranstalter zu finden, doch das war ein Wort mit X. Schade, denn
damit macht ein Veranstalter eigentlich immer schon Pluspunkte bei Teilnehmern,
die noch nie vor Ort waren. Klar man findet sich auch so zurecht, aber durch so
kleine Hilfen, läuft doch alles viel einfacher. Obwohl in der Stadt alles mit
roten Bändern abgesperrt war, fanden wir ziemlich nah an Start & Ziel einen
Parkplatz. Auch hier war alles sehr schlecht ausgeschildert. Wir liefen also
einfach zuerst in eine Richtung, aus der wir einen Lautsprecher hörten. Wo
ein Sprecher zu hören ist, sollte man auch richtig sein :-) Um uns abzusichern
und unnötige Wege zu sparen, sprachen wir dann aber kurzfristig doch einen
Läufer an, der uns die Richtung bestätigte. Direkt am Zielbereich befand sich
eine große Wiese. Hier gab es Waffel, Würstchen, einen Runners-Point-Stand
sowie Zelte, an den wir unsere Startunterlagen schnell bekamen. Hier lief alles
problemlos.

Bei einen kurzen Spaziergang durch die Stadt, sahen wir dann auch das Startband
für den 10er WK. Zumindest vermuteten wir dies, da auch hier keine
Ausschilderung war. Da wir die Umkleidekabinen nicht fanden, zogen wir uns am
Auto um und schon ging es direkt ab zum warm machen. Viel Zeit zum vertrödeln
hatten wir heute nicht. 

Nach dem warm laufen, vergewisserten wir uns bei einem Helfer, ob wir
richtig damit lagen, wo wir den 10er-Start vermuteten. Da er es bestätigte,
trabten wir also in diese Richtung. Zuerst war es noch sehr leer, doch das
änderte sich dann doch recht schnell. Wenige Minuten vor dem Start stellten
Roland & ich uns auf, obwohl die meisten Teilnehmer sich noch ganz am
anderen Streckenabschnitt aufhielten. Ich wählte meinen Startplatz so ca. in
der 10. Reihe und glaubte gut zu stehen. Um so näher es in Richtung 18:00 Uhr
ging, ums so mehr Teilnehmer quetschten sich vor mir und neben mir. Schnell war
aus meiner 10. Reihe die "was weiß ich Reihe"!

Den Start bekam ich nur durch den Schuss mit - die Durchsage vom Sprecher, war
bei mir null zu hören. Also Schuss - schnell die Uhr gedrückt und los. Was auch
immer man unter los verstehen mag. Zäh - ganz zäh! Sofort war ich bedient. Das
Feld knubbelte sich so sehr, dass man höllisch aufpassen musste. 217
Teilnehmer und ich hatte das Gefühl, alle hängen auf einen einzigen Pulk.
Obwohl man eine relativ breite Strecke nach dem Startschuss zur Verfügung
hatte, so hatte ich das Gefühl, der Knubbel löst sich gar nicht. Als es kurz
nach dem Startschuss auch noch links ab geht, war extreme Vorsicht geboten.
Spontan hatte ich im Kopf: " Hauptsache hier läuft heute alles gut"! Irgendwann
glaubte ich, dass sich das Feld nun endlich ein wenig lichtet, doch schnell
wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Es ging kurz nach diesen Gedanken - über
eine Rechtskurve auf einen sehr schmalen Schotterweg. Hier war in meinem
Bereich Chaos. Eng - einfach nur eng! Diese Enge - zwischen diesen Teilnehmern
und noch dazu über so einen Streckenabschnitt - machte mich nicht wirklich
glücklich. Aber egal - nun bin ich hier und muss das Beste daraus machen -
dachte ich mir! Irgendwann signalisierte mir meine Uhr, dass KM gelaufen war.
Vorsichtig und schnell erhaschte ich mir meinen KM - Split von 5:25. Na super -
das wird dann wohl heute gar nix. Vorsichtig und weiterhin in diesem Pulk, ging
es so zäh auch über den 2. KM. An überholen war hier nicht zu denken. Mit 5:22
für diesen KM war ich zwar schon ein wenig schneller :-) - doch mit WK laufen
hatte das ganze wenig zu tun. Als es zwischen KM 2 und 3 über eine breite
Straße ging, gab ich Gas. Ich wollte einige Teilnehmer schnell hinter mir
lassen, bevor es in die 2. Runde ging. Es waren nämlich 4 Runden zu laufen. 4
Mal so wie jetzt über die ersten KM, wollte ich mir auf keinen Fall antun. Mein
Uhr piept - ich erschrak, als ich 4:58 Minuten sah. Gut ich hatte nun einige
Teilnehmer hinter mir, doch plötzlich so viel schneller, konnte auch in die Hose
gehen. Egal - zumindest war die nächste Runde ein wenig entspannter. Auch die
Splits bestätigten das. Jeder gelaufene KM wurde um ein paar Sekunden
schneller, als die ersten beiden. Bei KM 5 hatte ich 26:13 Minuten. Ich
rechnete natürlich kurz hoch, obwohl ich mir gar nicht sicher war, wie nun
meine Splits aussehen könnten, da das Feld nun deutlich freier war.
Vorsicht war trotzdem geboten, das die Strecke auch ohne viele Teilnehmer
ziemlich schwierig zu laufen war. Ab KM 6 pendelten sich ziemlich gleichmäßige
Splits von um die 5:10 ein. Zusammen mit einem Teilnehmer und einer
Teilnehmerin verliefen die restlichen KM. Wir drei hatten so ziemlich das
gleiche Tempo. Mal war der eine vorne - mal der andere. Immer wenn man in
Richtung Ziel kam, wurde man vom Publikum angefeuert. Auch Wasser wurde hier
immer gereicht. Leider nur Mineralwasser, was man als Getränk leider nicht
nutzen konnte. Also ich zumindest nicht. Kohlensäure im WK geht gar nicht. Also
nur vorsichtig ein wenig hinten im Nacken, obwohl ich schon ein wenig
Flüssigkeit gebrauchen könnte. Als es in die vierte und letzte Runde ging, war
ich froh. Die Strecke, das enge Laufen, die hohe Konzentration und diesen Spurt
von unter 5 Minuten, machten sich breit. Auch wenn meine KM-Splits am Anfang so
viel langsamer waren - als normal, so war ich trotzdem ziemlich KO. Als es zum
letzten Mal durch diesen Torbogen an der Burg ging und ich wusste jetzt gleich
geht es Richtung Ziel, wollte ich noch einmal ein wenig Tempo machen, um diese
eine Frau noch hinter mir zu lassen, doch sie hatte noch ein paar Körner mehr,
als ich. Ich kam an ihr nicht vorbei. Kurz vor dem Ziel wollte Roland mich noch
begleiten, aber ich wollte das nicht. Schließlich wusste er, welche Zeit er
getippt hat und hätte mich darauf hin ziehen können. Das wäre ja Manipulation
:-) Nein ich signalisierte ihm, ich will alleine weiter. Warum ich das wollte,
erfährt es erst, wenn er das hier liest :-) Der letzte KM war mit 5:05 dann der
zweitschnellste. Mit einer Zielzeit von 51:51 überquerte ich die Ziellinie. Ich
freute mich, dass ich die zweite Hälfte schneller laufen konnte und ich
zumindest die 2 nach der 5 weg hatte :-)

Nach dem Lauf löste sich vor Ort alles sehr schnell auf. Roland & ich
warteten aber noch mit einer Bratwurst auf die Urkunden. Da eine Ergebnisliste
erst gar nicht aufgehängt wurde, erfuhr man erst durch die Urkunde, welchen
Platz man sich erlaufen hat. 4. Platz in der AK - W40. Welchen Platz allerdings
habe ich unter den Teilnehmern aus der Laufserie ? Das erfur man erst später
durch die Ergebnisse im Internet.

Platz 1 in der AK W40 ! *FREU"! Das hieß nun für mich, dass ich mir hier
beim letzten Lauf der Serie, noch den 3. Platz in der Gesamtwertung erarbeitet
habe *FREU* Das ich noch die Chance hatte von Platz 5 auf 3 zu rutschen - damit
habe ich nun gar nicht gerechnet!

Somit hat sich die Teilnahme doch gelohnt :-)

 

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