Martinslauf Düsseldorf-Süd

Trainings-/Geburtstags-Wettkampf mit Angelika

Teil 1 meiner Herbst-Zahnbehandlung ist hinter mir. Der Weisheitszahn, der in letzter Zeit große Probleme verursacht hat, ist raus. War ganz schön heftig, hatte ich so nicht erwartet. Laut meinem Arzt soll ich 2 Tage pausieren. Ich werde freiwillig 3 Tage aussetzen, um kein Risiko einzugehen.
Trainingslauf Freitag und Samstag funktionierte ganz gut, ein leichtes Ziehen im wurzelbehandelten Zahn, aber das hält mich davon nicht ab am Geburtstagslauf teilzunehmen.

Regen, Regen und nochmals Regen!
So stellt man sich eigentlich keinen Geburtstag vor. Da der Start bereits gegen 11:45 Uhr war, hieß es für uns früh los zu fahren. Schon ein wenig dumm: Das Geschenkeauspacken war somit ein wenig unter Zeitdruck. Immer ein Blick aus dem Fenster: Was dort an Regenmassen runterkam war schon wirklich nicht mehr schön. Wir müssen echt einen "Nagel im Kopf" haben dort zu starten! Andererseits hatte man ein Funktionsshirt für 15 Euro vorbestellt und sollte man darauf so einfach verzichten ? Also hinfahren auf jeden Fall und mal schauen wie es wird. Nachdem wir Rainer und Ciaron abgeholt hatten, wurde Stimmung ein wenig besser: Sind wir denn Weicheier ??? :-) Wir wollten schon immer mal einen Schlammlauf machen :-) Auch wenn es zwischendurch immer wieder mal aufhörte zu regnen, tolle Voraussetzungen waren es nicht. Spaßlauf ja, aber macht es Spaß durch den Matsch zu laufen ? So hatte ich nunmehr dessen bewusst meine alten Laufschuhe überzogen. Kurz bevor wir starteten begrüßten wir noch Sankt Martin und seinen alten Ackergaul! Los gings! Nach meiner Zahn-OP und reduzierten Training, war es  ideal  für mich in Angelikas Tempo zu laufen. Tempo zwischen 5:45 und 6:00 Min. gut für einen ruhigen Lauf, denn auch die Beschwerden am rechten Knie waren auch noch nicht weg. Die ersten Kilometer hielten wir  ein vorgegebenes Tempo gleichmäßig. Eine schöne Strecke entlang des Sees im Benrather Forst. Wenn man auf dem See schaute, meinte man dies wäre die stürmische Nordsee. Durch Büsche und Bäume waren wir jedoch größtenteils von den Böen geschützt. Zunächst konnte man auch die eine oder andere Matschpfütze ausweichen, doch irgendwann war dies auch nicht mehr möglich. Unglückerweise war oft Ciaron neben mir und bekam die Spritzer sowie den Matsch von mir ab. Schon nach einigen Kilometern merkten wir, das dieser Lauf Angelika schwer fällt. Von der "gedachten" Zielzeit ließen wir spätestens nach Kilometer 5 ab. An der ersten Getränkestation holte ich für meinen Schatz einen Tee und ich war überrascht wie lange sie sich Zeit ließ diesen leer zu  trinken! Uiih, wenn sie das macht - dann fällt es ihr mehr als schwer! dachte ich. Das Tempo war egal, doch die Distanz sollte ja eigentlich als Spaßlauf absolviert werden.
Wenig Zuschauer an der Strecke, aber bei einem Waldlauf eigentlich normal. Die an verschiedenen Punkten standen, gaben sich jedoch sehr viel Mühe alle Teilnehmer zu applaudieren. Danke !!


Spaß mit Regen und Matsch! Wie cool !! Wir ließen Angelika immer einen Schritt vor uns laufen, sie sollte ihr "Wohlfühltempo" laufen - was es ja eigentlich schon nicht mehr war. Entlang einer Hauptstraße mit Wind und rutschigen Laub gab es ihr den Rest. Ich merkte das es ihr in keinster Weise Spaß machte, trotz langsamen Tempos. Da nutzten auch nichts mehr irgendwelche lustige Kommentare oder Sprüche.  Nach der Hauptstraße ging es wieder ins Benrather "Matschgebiet". Armer Ciaron, ich lief nunmehr durch die meisten Pfützen einfach durch, die Socken waren eh pitschnass. Bei Kilometer 16 schauerte es dann so richtig von oben. Aber das konnte uns nicht mehr schocken, ich dachte einfach: "Noch 5 Kilometer und danach gehts zu meiner Freundin - der "Pfirsich-Melba-Torte"!"
Ein versteckter Versuch auf den letzten 2 Kilometern noch einmal das Tempo leicht zu erhöhen um eine kleine pummelige Wadenbeißerin zu überholen, fiel sofort auf! Aber Berghochgehen gilt nicht, da waren wir uns einig :-) Angelika nahm ihren letzten Kräfte und absolvierte ihn tapfer. Vor uns noch ein Pärchen, wo er seine Partnerin mehr oder weniger hinter sich her schliff.
Im Ziel gab es warmen Eistee, der bei diesen Witterungsverhältnissen sehr gut tat und einen Weckmann, den ich noch im Umkleidezelt verschlungen hatte. Na, wie gewohnt - der olle Fresssack !! :-)
Ein schnelles Umziehen und ab nach Hause, denn dort wartete Angelikas Geburtstagstorte. Nach einem gemeinsamen Kaffee brachte ich schließlich Ciaron und Rainer nach Hause, die sicher auch letztlich froh waren aus den Klamotten zu kommen.
Letztlich war es mal ein ungewöhnlicher Geburtstag.

 

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