21. Roruper Abendlauf

Auf ins Münsterland !
Zum 4. Mal waren wir in Rorup! Der letzte (?) Wettkampf vor der Sommerpause! Dieses Mal als Tempomacher für Ciaron, der eine Zeit unter 45 Minuten laufen wollte !
Rainer und Angelika gingen ebenfalls die 10 Kilometer-Distanz an ! Bis auf meine Wenigkeit wollten alle an ihre persönliche Bestzeit kommen. Für viel Erdinger war schon im Vorfeld gesorgt.
Momentan merke ich das sämtliche meiner Laufschuhe verschlissen sind: Mit so abgelaufene Schlappen dürfte man eigentlich keinen Meter mehr laufen. Vor allen Dingen die Brooks Adrenaline brachten in den letzten Tagen nach den Trainingsläufen genau die gleichen Wehwehchen wie vor dem Essen und Steinfurt-Marathon. Also ab in die Tonne damit!!! 


Wie erwähnt, dieses Mal hieß es in Rorup als Hase oder Tempomacher für Ciaron zu laufen. Pünktlich zum Start knallte die Sonne und schon beim Aufstellen lief einen der Schweiß nur so herunter. Ciaron wusste das, wenn wir uns beim Start verlieren würde, ich ihn nach einigen hundert Meter wieder einfangen würde. So war es auch nach dem Startschuss: Wie ein junger Hengst, den man auf die Weide gelassen hatte, düste er auf und davon, über Wiesenstücke und Gräben. Ich brauchte schon ein Lasso um ihn nach 500 Meter einzuholen. "Das ist zu schnell, ein wenig runterfahren!" meinte ich zu ihm. (Schnitt: 3:50 Min./km). Wir reduzierten das Tempo - trotzdem war Kilometer 1 mit 4:13 Min. eindeutig zu schnell. Kilometer 2 hielt sich zwar im Rahmen, trotzdem merkte ich schon hier - das dieser Spurt im ersten Kilometer von Ciaron eher war wie ein Endspurt. Ciaron merkte das selber spätestens bei Kilometer 3. Völlig außer Puste versuchte er an ein "Mädel" von SuS Schalke und einem älteren Herrn dranzubleiben. "Versuche es erst gar nicht, die ist schneller als wir!" meinte ich zu ihm. Bei Kilometer 5 merkte man, das heute eine Zeit unter 45 Min. für Ciaron nicht möglich war.
 Wir waren zwar nicht viel über den Vorgaben, doch es lag wohl an ein paar Kleinigkeiten (z.B. Essen/Trinken) im Vorfeld, die nicht unbedingt empfehlenswert waren für einen Tempolauf.

 

Ciaron merkte man an. das er eigentlich keine Lust hatte weiterzulaufen. Wie ermuntert man jemanden, der mittlerweile fluchend auf Strecke sich am liebsten irgendwo hinsetzen möchte ? Ich versuchte es indem meinte: Eine 46er-Zeit, wenn Du dieses Tempo hälst, ist immer noch klasse. Ciaron sehnte jede Kilometermarkierung herbei: "Sind wir erst an 7 vorbei ?" "Na wir sind fast bei 8 angekommen" flunkerte ich ein wenig als Antwort.  Ciaron lief wie das aufgezogene Duracell-Häschen mit Tunnelblick, dabei merkte er gar nicht wie oft er einen auf Wiesenstücke abdrängte. Trotzdem fand ich gut, das er weiter versuchte diesen Lauf zu Ende zu bringen. Kilometer 8,5 - Scheunenfete mit Stimmung. Ich forderte das Publikum mit Armerudern auf uns anzuheizen. Das wirkte - aber Ciaron hatte wohl nichts mitbekommen. Noch eine Kurve: "Da siehst Du schon den Sportplatz!" meinte ich, doch sicherlich zog sich dieser Kilometer für ihn wie Kaugummi. Direkt vor dem Sportplatz trafen wir auf 2 Läufer in einen ähnlichen Tempo wie wir: "Komm die beiden packst Du noch bis zum Ziel", "Ja klar, wie denn ? Ich bin platt"! Falsch gedacht, scheinbar merkte Ciaron nicht das ich die Schrittfolge den letzten Kilometer schon angezogen hatte und ich des öfteren ein wenig vor ihm lief: Er überholte die beiden tatsächlich noch. Auf den letzten Metern zog zwar einer erneut an uns vorbei - trotzdem war dieser letzte Kilometer richtig schnell, wenn man bedenkt - das jemand ab Kilometer 3 "fluchend", am liebsten keine Lust mehr gehabt hätte? Manche Sprüche während dieses Laufes werden unser Geheimnis sein (*grins, grins*) - aber eins ist klar: Das leckere Mittagessen von Ciaron war nicht gerade das Richtige vor dem Wettkampf, der 1. Kilometer eindeutig zu schnell - und noch ein paar Kleinigkeiten. Deine Bestzeit ist, wenn Du diese kleinen Fehler abstellst, auf jeden Fall am wackeln. Wenn nicht heute - dann morgen. Auch wenn es mir schwer fiel, Dich aufzumuntern - ich hoffe es hat zumindest etwas gebracht. Trotzdem hat dieser gemeinsame Lauf sehr viel Spaß gemacht und irgendwann wiederholen wir das auf jeden Fall.

 

 

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