Lintorfer Citylauf

Lintorf im Nirgendwo

Nach dem das Vorhaben Bestzeit Halbmarathon in Venlo funktionierte, sollte nunmehr auch die Bestzeit im 10er fallen und somit auch die Marke 40 Minuten. Auch wenn der Zehner im vergangenen Jahr nicht unbedingt mein Ding war, so wollte ich mich auch hier wesentlich verbessern. Das Tempotraining in den vergangenen Wochen war genial. Die Crescendoläufe klappten hervorragend bis zu einem Endtempo auf 3:52 Min. und die 3 x 2000 Intervalle waren um die 8:00 Min. oder sogar drunter - ganz zu schweigen von den 4 x 1.000 Intervallen. Also war die Euphorie nicht unbegründet. Da ich meinen Blog eingestellt habe, wussten die meisten nur von der Ergebnis-Homepage, dass ich am Wochenende einen Wettkampf laufen werde.
Irgendwie ziehen wir aber in einer Wettkampf-Woche immer wieder die schlechten Geister heran, so das einige private Dinge uns viel abverlangten in den letzten Tagen. Trotzdem wollte ich von meinem Ziel nicht weichen. Erst am frühen Sonntagmorgen entschieden wir, dass ich starte.

Den Lintorfer Citylauf wählte ich spontan, da einige andere Veranstaltungen eher auf das darauffolgende Wochenende fielen. Wo liegt Lintorf, war die Frage von einigen in den letzten Tagen. Es wurde sogar angenommen in Ostfriesland. Lintorf im Nirgendwo meinte Ciaron. Alles falsche Annahmen, dabei ist der Ort noch nicht einmal so weit von uns entfernt. Lintorf ist ein kleiner Vorort von Ratingen und auch die Veranstaltung ist gar nicht so klein. Auch wenn sie erst zum 3. Mal statt fand, so waren allein beim Zehner 320 Teilnehmer. Dabei auch einige der Topläufer aus der Umgebung (z.B. der Gewinner des Duisburg-Marathons).

 

Endlich die 3 vorne....

Lintorf war ruckizucki erreicht - über die Autobahn nicht einmal 30 Minuten von uns. Schon bei der Anmeldung waren wir erstaunt wie viele Helfer hier an der Strecke standen. Fast jede Ecke oder Seitenstraße war in den Händen der Helfer. Auch die Strecke war komplett abgesperrt mit Zäunen oder Hütchen. Perfekte Organisation.
Zwei Getränkestellen in jeder Runde und das bei einem 10er ! Heftig.....
Burkhard Swara kommentierte das Geschehen und so kann man auch meistens sagen: Wo er ist, ist es zumeist eine Top-Veranstaltung. Angelika wurde somit schon neidisch, dass ich startete und sie als Groupie an der Strecke stand.
Wie geht es meistens einem Läufer vor dem Start ? Schlecht ! Mir schmerzte schon seit Tagen wieder meine Leiste und meine Rückenschmerzen waren auch nicht von schlechten Eltern. Ist man einmal gestartet ist alles vergessen.
Da bei dieser Veranstaltung, wie so üblich bei kleineren, keine Chipmessung war sondern nur die elektronische Startnummer, musste ich also schon ein bisschen schneller als 40 Minuten. Das war mir von vornherein klar.
Beim Einlaufen zwickte es an allen Stellen und mir war einfach "saukalt" (siehe Foto). Aber auch hier kann man sagen: Nach einigen hundert Metern wird`s einen meistens richtig warm.
Vom Start gut weggekommen, sollte der 1. Kilometer schon unter 4 Minuten sein, um nicht sofort eine Zeit hinterher zu laufen. 3:51 Minuten - es passte. Gut eingelaufen, pendelten sich danach die Kilometer auf knapp 4:00 ein. Nach der ersten Runde hatte ich 6 Sekunden vor dem Soll. Ich war doch ein wenig überrascht, dass ich das Tempo so gleichmäßig halten konnte - auch wenn man an einen Streckenabschnitt gut gegen den Wind lief. Man freute sich bei jeder Runde auf das Publikum in der City, die einen lautstark anfeuerten. Nach der zweiten Runde bei Kilometer 5 lag ich 8 Sekunden vor dem Soll. Irgendwie fühlte ich mich hier ein wenig zu sicher und schluderte, was zur Folge hatte, dass ich bei Kilometer 7,5 genau bei 30:00 Min. lag und es nunmehr knapp werden würde mit der Sub 40.

Die letzte Runde war eingeläutet und nun überrundete ich einige Läufer, was bei manchen 3er oder 4er Gruppen nebeneinander, einen richtig nervte. Manche können scheinbar nur nebeneinander laufen, weil sie sonst alleine verloren gehen. Kilometer 8 und 9 lagen erneut bei genau 4:00 ! Jetzt würde es sehr knapp werden. Als es auf die Zielgerade durch die City ging, konnte ich noch auf den letzten Metern Kräfte mobilisieren um genau bei 39:58 Minuten die Ziellinie zu überschreiten! Cool, endlich eine 39er Zeit, auch wenn nur knapp. Jubeltanz im Nachzielbereich *grins*. Ohne Hilfe von Greif, Röthlin oder sonst wen, habe ich mit meinen eigenen Trainingsplänen nunmehr 2 magische Marken unterschritten.

 

Schnelle Urkundenausgabe

Nach einem kurzen Auslaufen und einer leckeren Bratwurst vom Grill, dauerte es auch nicht mehr lang bis die Ergebnisse vorlagen und die schönen Urkunden ausgedruckt wurden. Was will Läufer mehr ? Das man nicht weit vom Düsseldorfer Flughafen war, merkte man nicht nur an die tief fliegenden Flugzeugen sondern auch am originellen Bubble-Blast für die ganz Kleinen. In nächster Zeit kommen nunmehr Wettkämpfe, die ich nur im Trainingstempo laufen werde. Auch beim Hermannslauf steht nur der Spaß im Vordergrund - die Zeit ist völlig egal.

117. Wettkampf Datum Distanz Zeit Gesamtplatz AK-Platz
  11.04.2010 10 km 39:58 Min. 32. von 320  

 

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