Silvesterlauf von Werl nach Soest

Schöner Lauf zum Jahresabschluß

Unser Silvesterlauf von Werl nach Soest ist schon zur Tradition geworden. Nach den ganzen Futtereien in den letzten Wochen ist dies immer ein schöner Jahresausklang. So machten wir uns auch dieses Mal kein Druck irgendeine Zeit zu laufen. Nein, vielmehr genossen wir den Tag zuvor, wie es eigentlich vor einen Wettkampf für uns ungewöhnlich ist - nämlich Nachmittags mit "Fett Pommes - Currywurst mit Mayo".  Das dies nicht unbedingt ein Nachteil für Angelika war, zeigte tagsdarauf der Lauf.

Am Silvestermorgen waren wir noch skeptisch ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden wird. Leichter Eisregen machte die Straße zu einer Schlinderpartie. Zwischendurch immer leichter Nieselregen. Auch hatten wir arge Bedenken bezüglich der Parkplätze in Werl, wenn die Straßenränder ähnlich geräumt wären , wie hier. Alle Bedenken waren unbegründet. Der Parkplatz war ganz o.k. und die Strecke am Start sah auch sehr gut aus. Wie immer ein reges Treiben in der Stadthalle von Werl, wo auch eine kleine Verkaufsmesse stattfand. Wie immer war hier alles perfekt organisiert. Hier, wie immer, ein großes Lob an den Veranstalter und seine Helfer. Zwei Tage zuvor soll die Strecke noch schlimm ausgesehen haben, aber dank des großen Einsatzes der Helfer, war alles bestens. Neben einer Anmeldung für Läufer gab es auch eine für Walker (langsam), Nordic-Walker (sehr langsam), außerdem eine für Wanderer (keine Ahnung wie langsam das ist...., das diese eine extra Anmeldung bekommen) :-)

 

Wie immer heißt es nach der Abholung der Startunterlagen, Kleidersackaufgabe an den THW-Wagen, welche diese direkt nach Soest bringen. Somit sind wir eine Tragelast schon frühzeitig losgeworden und machten uns wieder in die Halle um uns noch ein wenig aufzuwärmen. Naja - so dachten auch über 3.000 andere Läufer auch und so wurde es mehr als eng. Fetzige Musik im Startbereich und die Kälte war vergessen. Auch in diesem Jahr standen wir erneut zu weit hinten und hatten auf den ersten beiden Kilometern Schwierigkeiten aufgrund des Gedränges unser Tempo zu finden. Nach Kilometer 2 zog sich das Feld zu langsam auseinander und wir pendelten uns nun auf einen Schnitt von 5:29 Min./km ein. Ein wundervolles Gefühl mal nicht auf Schnee zu laufen, ein Wohltat dieser Asphalt. :-) Immer leicht hoch und runter - ganz flach ist die Strecke nicht, aber trotzdem angenehm zu laufen. War es in den letzten Jahren oft das der eine oder andere Hügel Angelika ein wenig Kraft raumte, so war es diesmal ein wirklich lockerer Lauf. Die Currywurst-Pommes zeigte scheinbar ihre Wirkung. Immer wieder kam an einige Stimmungsnester und Musikgruppen vorbei, die einen weiter nach vorne jubelten. So war der Schnitt bei Kilometer 7 schon bei 5:27 Min./km. Eine Bestzeit für Angelika wäre also machbar gewesen. Trotzdem machten wir uns keinen Kopf darum und liefen weiter unseren Rhytmus. An den Getränkestationen ließen wir uns sogar Zeit immer einen warmen Tee zu trinken. 

 

Soest kam näher und schon bei Kilometer 10 war klar, eine locker rausgelaufene Bestzeit wird es werden, wenn nichts dazwischen kommt. Kurz vor Km 12 meinte Angelika, ich solle mal hochrechnen, was wir auf den letzten Kilometern laufen müssten um unter 1:20 zu erreich. Oha ! dachte ich, der Gedanke kommt wohl ein wenig zu spät - so viel können wir sicher nicht mehr aufholen - aber einfach versuchen, ansonsten wird`s eine gute 1:20:xx. Als km 13 nur unwesentlich schneller wurde, setzte ich mich nunmehr weit nach vorne um sie zu ziehen: Alles oder nichts !! Schön und locker war`s bis jetzt - jetzt kommt der Heidenspaß. Kräftig angezogen war Km 14 in 5:01 Min.! Viel zu wenig - also jetzt richtig Tempo und erstaunlicherweise blieb Angelika dran. Zwar war es mehr als unwahrscheinlich die Marke noch zu erreichen, aber sie biss sich mir in die Wade wie ein Terrier. Das Tempo auf den letzten Kilometer war 4:37 Min./km. Alle Achtung !! Das hätte ich nicht von ihr erwartet. Die 1:20er Marke wurde zwar um 11 Sekunden verfehlt, aber was solls - es hat Spaß gemacht. Hätten wir vielleicht einen Kilometer früher das Tempo schon erhöht - wäre die Zeit mit Sicherheit gefallen. Egal !! Als Lohn gabs wieder eine schöne Medaille, und da das "gesunde Essen" vom Vortag so eine tolle Wirkung zeigte, gabs noch am späten Nachmittag in einer Assi-Bude, eeeh Pommesbude das gleiche normal. Junge, Junge - in den Schuppen darf man einen raten alleine hereinzugehen, nüchtern ist da keiner :-) 

Und im nächsten Jahr gehts wieder nach Werl.....

 

 

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