Venloop Halbmarathon

Zum 5. Mal in Venlo....

Es gibt immer noch eine Steigerung vom Venlo-Halbmarathon. Ich war ja das erste Mal da, da steckte die Veranstaltung noch in den Kinderschuhen und selbst da war die Stimmung schon erheblich. Mittlerweile ist die Veranstaltung an ihre Grenzen gekommen. Mit rund 7.000 Teilnehmern war die Veranstaltung schnell ausgebucht. Auch wenn die Straßen überwiegend breit sind, es scheint in den Bereich zwischen 1:45 Std. und 2:00 Std. mittlerweile sehr grenzwertig zu sein.

 

Das Wetter war eher Grillwetter statt Läuferwetter. War es die Hinfahrt zunächst sehr nebelig und die Temperaturen sehr tief, so klärte es bis Mittags auf und es war wolkenlos. Nachdem wir am Stadion die Startnummer abholten, fanden wir auch wieder einen idealen Parkplatz direkt am Bahnhof. So hatten wir bis kurz vor dem Start alles griffbereit, auch wenn wir uns entschieden zumindest einen kleinen Kleiderbeutel aufzugeben. Soviel herum getrödelt und als wir auf die Uhr sahen, war kaum noch Zeit sich ein wenig einzulaufen. Aber das ist genau der Punkt, wo man sagen kann, die Veranstaltung ist an der Teilnehmergrenze angelangt: Selbst im großen Park in der Nähe des Starts war nur ein Gewühl von Läufern, die sich gegenseitig auswichen. Trotzdem muss man sagen: Auch diese hohe Teilnehmerzahl haben die Organisatoren sehr gut im Griff gehabt. Lkw-Anhänger für aufgegebene Kleiderbeutel. Genügend Dixis, wobei die in Holland fast überall üblichen Pinkelbecken für die Männer, die Schlangen vor den Dixis erheblich entzerren. Die deutschen Veranstalter kriegen das einfach nicht hin, so etwas auch aufzustellen.

Der Himmel war mittlerweile königsblau und die Sonne knallte richtig. Nach einen kurzen Einlaufen ging es in die jeweiligen Startblöcke. Ich hatte vorsorglich noch Wegwerfpullen mit Wasser mit genommen und teilte sie mit einen anderen Läufer aus Viersen. Vom Start an, Stimmung pur! Schon nach ein paar hundert Metern merke ich: Die Uhr zeigt keine Pace an, sondern km/h. Astrein! Vom Samstag Mountainbike fahren hatte ich die Uhr nicht umgestellt. Somit auch kein Autolap! Super klasse ! Umstellen im Laufen hatte ich keine Lust, da es auch in meinen Bereich die ersten Kilometer sehr eng war zu laufen. Also läufst Du dieses Mal einfach nach Gefühl und drückst jeden 5 km-Splitt zumindest. Zudem waren die Pacemaker 1:30 direkt neben mir. Dort zu laufen war jedoch nicht gerade angenehm, da sich viele an ihnen hielten und es somit um sie herum sehr voll war. Ich setzte mich darum ein paar Meter vor ihnen, was auch die richtige Entscheidung war.

 

Gab es in den vergangenen Jahren immer noch ein paar Abschnitte, wo kaum Publikum war, musste man in diesem Jahr suchen, wo keine Leute standen. Stimmung ohne Ende. Musikkapellen über Musikkapellen, Leute die wie wild mit ihren Rasseln Krach machten. Wer hier noch nie gelaufen ist, kann es sich nicht vorstellen, was hier abgeht ! Mein Lauf war es von Anfang an nicht nach meinen Geschmack. Irgendwie fehlte mir die Lockerheit und es war mir einfach zu warm. So war ich bereits nach dem ersten 5 Km-Splitt 42 Sekunden über der Vorjahreszeit. Und da ich im Vorjahr gerade so eben die 1:29:53 gepackt hatte, schminkte ich mir diese Zeit schon ab. Ich lief nur nach Gefühl und schaute kaum auf die Uhr. Vielmehr dachte ich mir: Solange die Zugläufer 1:30 knapp hinter Dir liegen, liegst Du gut in der Zeit! Dachte ich....

 

Der nächste 5er-Splitt war weitere 17 Sekunden langsamer ! Was solls - noch sind die Pacemaker hinter Dir ! Als es bei km 13 über den Deich die Brücke hochging musste ich schon arg schnaufen. Trotzdem wartete ich darauf das mich die 1:30er Gruppe einholt. Fehlanzeige !! Lieg ich noch gut in der Zeit ? Kein Autolap - nur eine Gesamtzwischenzeit. Aber wer schafft so eine krumme Zeit in irgendeinen Schnitt auszurechnen. Nach km 15 bollerte mein linker Fuß. Wie jedes Jahr, wenn es wärmer wird, bahnen sich neue Blasen an. Heute war somit für meine Füße Sommeranfang. Ich merkte das ich langsamer wurde, doch erst bei km 18 war der Zugläufer neben mir. Es war nur noch ein Einzelner, im Gepäck 2 Läufer, der Rest der Gruppe war auseinander gebrochen. Wir liefen eine Zeit nebeneinander, erst bei km 19,5 als es die Autobahnbrücke hochging stellte ich fest: Wir liegen gar nicht auf Kurs 1:30..... Auch der verbliebene Zugläufer musste dem Wetter Tribut zahlen. Jetzt war die Luft mit einen mal ganz raus. Ob jetzt 1:31 oder 32, das ist piepegal.

 

Ich ließ den Pacemaker auf den letzten Metern ziehen, er dürfte so um die 1:31:30 hereingekommen sein. Dumm gelaufen !! Aber daran lag es heute sicherlich nicht allein. Mehr ist momentan nicht drin und zudem war es mir einfach viel zu warm. Die meisten, die ich anschließend gesprochen habe, haben ihr Ziel verfehlt auf Grund der Temperaturen. Klar gibt es immer wieder Ausnahmen - es kommt nur immer darauf an, wo setze ich mein Ziel an.

Zufrieden mit der Zeit bin ich eigentlich nicht, aber auf Grund des Wetters musste ich sicher einige Abstriche machen.

 

Aber zumindest mein Schatz überraschte mich total, mit einer 1:52 und somit 2. schnellsten HM habe ich bei dem Wetter nie und nimmer gerechnet. Denn auch sie ist eigentlich keine Wärme-Läuferin.

Mit dem gestrigen Lauf habe ich mich wohl auch von dem Monschau-Marathon am 12. August verabschiedet. Falls es dort auch warm ist, und davon kann man zu diesem Datum mit großer Wahrscheinlichkeit sagen - schieße ich mich schon im Vorfeld, selbst bei einen langsamen Lauf im Vorfeld von Frankfurt schon ab. Schade....., aber das ist es nicht wert.

160. Wettkampf Datum Distanz Zeit Gesamtplatz AK-Platz
  25.03.2012 Halbmarathon 1:31:53 Std. 433. von 5.512  

 

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