Nottulner Stiftslauf

„ganz schön knackig!“

In Nottuln waren wir bisher nie gestartet – wären wir vielleicht auch nie, wenn dieser Lauf nicht ein Wertungslauf für die Streiflichter Laufserie wäre. Nach dem Hermannslauf waren die Beine erwartungsgemäß die ersten Tage sehr schwer. Aber in Nottuln hieß es auch nicht unbedingt auf Zeit zu laufen, sondern auf Platzierung und da der derzeit 3. Platzierte in meiner AK evtl. auch starten würde, hieß es Platz 2 zu verteidigen.

Zunächst nahm ich an, dass der Nottulner Stiftslauf ein „flacher Lauf“ wäre – ganz im Gegenteil. Im Internet fand ich die Streckendaten. Neben einigen Kopfsteinpflasterpassagen, ging es über Asphalt und Waldboden.

Als wir in Nottuln ankamen, waren gerade die Schülerläufe zugange in der City rund um den Stift. Auch der Blumen- und Gartenmarkt fand heute direkt daneben statt. Nicht was riesiges, aber für so einen kleinen Ort doch etwas besonderes. Eine Bühne war aufgebaut, wo gegen Abend eine Band spielte, und natürlich die üblichen Ess- und Trinkbuden.

Christoph Peter gab uns die Startnummern und wies und ebenfalls darauf hin, dass die Strecke nicht einfach sei und es teilweise ein paar Anstiege gebe. Na prima – für die Bergflöhe genau das Richtige nach dem Hermann.

Die Umkleide-Möglichkeiten waren weiter entfernt und so zogen wir uns lieber im nahegelegenen Auto um. Da es hieß, gerade auf der 1. Streckenhälfte geht es aufwärts, liefen Angelika und ich uns an diesem Streckenabschnitt ein.

Gerade die ersten rund 500 m gingen fast ausschließlich über Kopfsteinpflaster und das sofort ansteigend. Anschließend ging es entlang eines Teiches über die Rue-de-Kack (hier gehen wohl alle Hundehalter aus Nottuln Gassi, soviel Sch…. habe ich noch nie gesehen J) zur nächsten Rampe. Eine scharfe enge Rechtskurve wo man schon erahnen konnte, das hier einen Läufer entgegen kommen werden. Und hier ging es auch richtig knackig hoch.

Pünktlich um 18.30 Uhr fiel der Startschuss für rund 180 Läufer- und Läuferinnen. Über das Kopfsteinpflaster ansteigend, links, rechts, links, rechts – immer viele Ecken zu laufen, ging es hinaus aus Nottuln in Richtung Wasserwerk. Ich kam auf dem ersten Kilometer absolut schlecht weg, mit 4:24 Min., absolut langsam – ich würde sagen, so am Hinterherlaufen war ich noch nie. Aber gerade am Anfang hieß es bei dem Profil, nicht zu überpacen. Nach der Rue de Kack kam besagte knackige Anstieg, danach kurz flach, bis es sich weiter lang hochzog bis Kilometer 2. Eigentlich lief man bisher nur bergauf. Somit war der nächste Kilometer mit 4:28 Min. sogar noch langsamer. Das deutete eigentlich auf eine 44er Zeit, aber wo es hoch geht, geht es irgendwann auch wieder runter. Mittlerweile hatte sich das Feld an den Anstiegen so auseinander gelaufen, das mich keiner überholte, ich aber auch an keinen anderen heran kam. Lediglich ein Läufer im gelben Shirt, setzte sich mal vor mir, mal setzte ich mich vor ihm. Gute gegenseitige Tempoarbeit. Nun ging es gut abwärts und mit 4:08 Min. wars endlich mal ein wenig flotter. Ein schmaler Trampelpfad, wo man nur hintereinander laufen konnte, bis es in einen Waldstück ging. Eine sehr schöne, interessante Strecke. Kilometer 4 in 4:16 Min.! Eine kleine Rampe, bevor es wieder in Richtung City ging.

In der City wieder wieder rechts und links und über Kopfsteinpflaster, die erste Runde war geschafft. Kilometer 5 in 4:08 Min. und 21:24 Min.! Mein Läufernachbar setzte sich wieder vor mir und zog am ersten Anstieg wieder an mir vorbei. Am Ende der City kamen mir die ersten Läufer entgegen, auch mein Schatz! Am schmalen Pfad am Teich war es kaum möglich zu überholen oder Tempo zu machen, man musste auf die entgegenkommenden Läufer achten. Nebeneinanderlaufen war hier gar nicht möglich. Nach dem man die Rampe hoch lief, war ich an meinen Läufernachbar herangelaufen, der wie ich ganz schön keuchte. Noch den langen Anstieg hoch, dann war das Schwierigste erreicht. Aber in der 2. Runde fiel das viel schwieriger und hier verlor ich ein paar Sekunden. Doch beim Abwärtslaufen konnte ich wieder ein paar herausholen. Es ging über den Waldboden und wie ich die Zeit überblickte, war ich gar nicht großartig langsamer als in der 1. Runde. Cool ! Unbedingt unter 43 Minuten war nun mein Ziel und auf dem letzten Kilometer gab ich noch mal richtig Gas – mit 4:02 Min. der schnellste. Endzeit 42:49 Min. (0 bis 5 km = 21:24, 5 bis 10 km = 21:25) . Erstaunlich gut bei dem Profil.

 

 

207. Wettkampf Datum Distanz Zeit Gesamtplatz AK-Platz
  03.05.2014 10 km 42:49 Min. 25. von 172 5. von 14

 

Zwischenstand nach dem 2. Lauf der Streiflichterlaufserie:

Platz 2 AK Coesfeld

Platz 2 AK Nottuln 

derzeit

13. Gesamtplatz  2. Platz AK M 50

 
 
 
 

 

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