Vorbereitung Steinfurt-Marathon:

Noch 5 Wochen !

Die entscheidene Phase hat begonnen. Die Vorfreude steigt ebenfalls. Eigentlich hatte ich geplant Anfang März "Rund um das Bayerkreuz" in Leverkusen zu laufen, doch ich entscheide mich lieber für einen langen Trainingslauf in Wittringen. Ab der Wochenmitte fühle ich mich schlapp, nach langer Zeit scheint ein Grippe in Anmarsch zu sein. Das Imunsystem wurde doch ein wenig geschwächt durch den Lauf in Bertlich.  Am Freitag und Samstag fühle ich mich schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Jahrelang blieb ich von einer Grippe verschont, jetzt hat es mich auch erwischt. Der 10 KM von Freitag und der 35 KM von Samstag fallen flach. Gerade der 35er wäre wichtig gewesen. Aber die Gesundheit geht vor. Mir bringt es nicht zu früh wieder anzufangen und dann einen Rückschlag zu bekommen.

  

Noch 4 Wochen !

5 Tage Trainingspause. Bis auf einen Husten, der langsam nervt, gehts mir gut. Jetzt nichts übertreiben. Bei dem Wetter werde ich Montag nicht laufen, sondern ein wenig auf dem "Trepper-Stepper" gehen. Statt einem Tempolauf werde ich nur einen ganz lockeren Lauf am Dienstag starten. Nichts anstrengendes um einen Rückfall vorzubeugen. 
Eine gute Abwechslung war der Trepper-Stepper. 2300 Steps in knapp 51 Minuten brachten mich ganz schön in Schwitzen, aber zeigten auch das ich mich so langsam erholt habe.
Die Trainingsläufe am Dienstag und Mittwoch waren zufriedenstellend. Auch der 35 KM-Lauf am Samstag klappte prima. Schnitt: 5:21 Min. je Kilometer. Die Erkältung ist zwar nicht hundertprozentig weg, aber es klappt schon wieder klasse.

  

Noch 3 Wochen !

Montag und Dienstag trainierte ich in Ferney in Frankreich. Da ich für 3 Tage auf dem Genfer Autosalon war sollte das Training ja nicht unbedingt ausfallen. Ich trainierte zwar nicht dem Umfang wie ich eigentlich sollte, aber zumindest ein wenig. Angenehm zu laufen war es trotzdem nicht. Entlang der Strassen von Ferney war man umgeben von den Autoabgasen des Transitverkehrs Frankreich/Schweiz. Hinzu kam der Krach des Genfer Flughafens, wo alle paar Minuten eine Maschine landete oder startete. So lief ich am Montag 13 Kilometer und am Dienstagabend, bei starkem Schneefall, lediglich 10 Kilometer.
Der letzte 35er vor dem Marathon fand unter erschwerten Bedingungen statt: Zirka 1,5 Kilometer des 4 Kilometer-Rundkurses lief man auf einer rutschigen Schnee- und Eisdecke

 

Noch 2 Wochen !

Leichte Schmerzen im linken Knie und im rechten Oberschenkel! Auch der Tempolauf am Montag fiel ins Wasser. Keine großartige Verletzung, aber es soll auch nicht schlimmer werden. Das Wetter ist eine reine Katastrophe, der Winter zieht sich dieses Jahr und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Mittwoch der Lauf in strömenden Regen durch Schneematsch und riesigen Pfützen. Freitag ging es noch einmal über 25 Kilometer, diesmal in einem ganz ruhigen Tempo. Am Samstag sind meine neuen Kayano eingetroffen, welche ich Sonntag, Dienstag und Mittwoch noch einlaufen werde. Sonntag der Lauf, nahe am Gefrierpunkt, war nicht gerade zufriedenstellend. Das ist nicht mein Wetter !!!

 

Noch 1 Woche !

Die letzten Tage! Von mir aus könnte es losgehen.
Vergleich Vorbereitung Marathon:
Ruhr-Marathon 2005 = 628 KM
Essen-Marathon 2005 = 784 KM
Steinfurt-Marathon 2006 = 840 KM
Die Trainingsläufe am Dienstag und Mittwoch verliefen sehr gut. Einzig die Lymphdrüsen sind wieder geschwollen bis zum Ohr! Meistens hat es sich wieder gelegt, hoffe es ist Samstag auch weg !

23. Brooks Steinfurt-Marathon

Mein Haupt-Marathon dieses Jahr !!
Mein diesjähriger Haupt-Marathon findet bereits zum Jahresanfang statt. Nicht immer war die Marathon-Vorbereitung zufriedenstellend. Viele Kilometer gelaufen, aber Tempoeinheiten waren oft nicht möglich. Zum einen lag es an der Horster Strasse mit den vielen Ampeln zum anderen am Wetter. Die Marathon-Strecke führt von Steinfurt in Richtung Burgsteinfurt. Zwei Runden und wenn man den Laufberichten anderer glauben darf, alles sehr gut organisiert. Lediglich das Kopfsteinpflaster in der Steinfurter City haut mich nicht vom Hocker. Das habe ich schon beim Essen-Marathon kurz vor Werden nicht gemocht. Der Start ist am Samstag-Mittag, so kann ich wenigstens am Sonntag meine geschundenen Beine schonen. Auch wenn Steinfurt nicht gerade um die Ecke liegt, wir werden erst morgens ins Münsterland starten. In den vergangenen Jahren lag die Teilnehmerzahl zwischen 900 bis 1.000, hinzukommen die Inliner und Walker ! Dieses Mal gehe ich voll konzentriert in diesem Lauf: Jeder Marathon ist eine Herausforderung und solche Fehler wie in Bertlich passieren mir nicht noch einmal. Konsequent werde ich an jeder Wasserstation etwas zu mir nehmen! Auch die Power-Gels werden eingenommen. Hauptziel Nr. 1, die Zeit von Essen zu verbessern ! Hauptziel Nr. 2, unter 3:30 Std. ! Ziele - die aber sicherlich auch von der Verfassung an diesem Tag abhängig sind. Man kann noch so gut trainiert haben, es kann immer was dazwischen kommen. Ob es das Wetter ist ! Der Marathon 2004 in Steinfurt litt unter Orkanböen !! Ob es die gesundheitliche Verfassung ist ! Mit Schmerzen in den Beinen oder mit einer Grippe sollte man gar nicht erst starten, denn man spricht hier von einem Marathon und nicht von einem 5 Kilometer-Wettkampf. Auch wenn man ein intensive Vorbereitung hatte und sich auf diese Veranstaltung freut, so sollte der Verstand einen sagen, wie gefährlich ein Marathon sein kann mit gesundheitlichen Einschränkungen. Man sollte immer den nötigen Respekt vor dieser Strecke haben und sich nicht überschätzen. In den Medien werden nur immer die Finisher gezeigt, die Anzahl derjenigen die einen Marathon jedoch nicht zu Ende bringen aus welchen Gründen auch immer, ist nicht ohne. Wie gesagt, es ist jedes Mal eine neue Herausforderung an den "inneren Schweinehund" und an seinen Körper. Im Ziel fühlt man glücklich das man es geschafft hat, aber auch elendig und denkt: "Nie wieder!" "Warum tust Du dir das an?". Doch die Gedanken verschwinden schnell und man sucht die nächste Teilnahme. Wer bisher keinen Halbmarathon oder Marathon gelaufen ist, kann dies sicherlich nicht nach empfinden. Es sind Glückgefühle und Emotionen an dem Publikum vorbeizulaufen. Jedes Zurufen und Klatschen bringt Kräfte hervor, die ab einer gewissen Kilometerzahl eigentlich nicht mehr da sind.

Anspruchsvolle Strecke ! Persönliche HM-Bestzeit beim Marathon (!!)
Vor dem Start war ich ein wenig nervös! Zunächst lass ich das unser Spitzenläufer aus Gladbeck Tim Terluisen (Bestzeit 2:40 Std.) die Strecke vor kurzen getestet hatte und mit dem Fahrrad abfuhr. Sein Meinung: Sehr hügelig und windig. In der offiziellen Programmzeitung des Veranstalters die gleiche Überschrift "Anspruchsvolle Strecke". Naja, mal sehen was das wird, dachte ich mir und war trotzdem zuversichtlich. Nach dem Start vor der malerischen Kulisse des Schlosses durchzog ein kalter Wind die gesamte Strecke. War ich richtig gekleidet ? Ich verzichtete auf eine Jacke und begnügte mich mit einem kurzen Shirt und Funktionsunterhemd. Es war letztlich die richtige Entscheidung. Schon nach einigen Kilometern merkte man das Tim recht hatte: Sehr hügelig!! Bei Kilometer 6,5 kam ein dicker Anstieg, der vor allen Dingen in der 2. Runde sehr weh tat. Auch in Borghorst ging es hoch und runter durch mehrere Unterführungen. Dies kostete Kraft! In der ersten Runde konnte ich meinen Schnitt von 4:40 Min. hervorragend halten und fühlte mich auch sehr gut. Ein Power-Gel beim Start, ein bei KM 13 und ein bei 22 plus ein Gel-Chip. Mir war klar das ich dieses schnelle Tempo nicht halten konnte. Nach der ersten Runde verbesserte ich meine Halb-Marathon-Bestzeit und das bei einen Marathon. Die nächsten Kilometer gingen zunächst noch. Erst bei Kilometer 29 als es erneut diesen kräftigen Anstieg hochging, verließen mich langsam die Kräfte. Ich drosselte das Tempo, ließ mir Zeit an den Verpflegungsstationen und konnte das Tempo teilweise immer noch bei 5:30 Min. je Kilometer halten. Nach Kilometer 32 kam dann ein Punkt wo ich dachte, jetzt baust Du total ab. Aber dies war nur eine Phase von 3 Kilometer (naja, diese 3 Kilometer haben sich aber auch gezogen). Ausschlaggebend das ich mich doch noch gut erholte war eine Trinkpulle bei Kilometer 34 sowie ein Elektrolyte-Getränk und Cola bei Kilometer 35. Bei Kilometer 40 war ich sogar wieder bei 5:10 Min.! Auf der Zielgeraden kamen mir schon Angelika und Daniel entgegen. Daniel begleitete mich die letzten Meter ins Ziel wo leckeres Rollinck-Bier auf mich wartete. So gut hat mir Bier schon lange nicht mehr geschmeckt. Die ganze Strecke tickte meine Uhr im Kopf und rechnete mir die Zeiten selbst aus, denn dusseliger Weise habe ich mich bei meiner Stoppuhr bei den Zwischenzeiten mindestens 2 mal verdrückt. Trotz anspruchsvoller Strecke kann man den Steinfurt-Marathon nur empfehlen, denn die Organisation ist topp. Neben den vielen Verpflegungsständen reichten einen die Anwohner Obst und Getränke. Trotz der Strecke, Kälte und des Windes sprang meine neue persönliche Bestzeit von 3:28:43 Stunden heraus. Um 9:10 Minuten verbesserte ich mich gegenüber den Marathon in Essen, welcher sicherlich flacher war als dieser. "Fast perfekt" war alles organisiert, vom reduzierten Training in den letzten Tagen, der richtigen Ernährung in der letzten Woche, die  richtige Entscheidung der Laufkleidung, den richtigen Laufgürtel bis hin zur rechtzeitigen Einnahme von Powergels und Getränke. Auch ein großer Vorteil waren die neuen Kayano XII, welche leichter als der die Vorgänger sind und angenehm zu laufen sind.
Am Sonntag nach dem Lauf begleitete ich Angelika mit dem Fahrrad bei ihrem Lauf. Anschließend Tanzschule! Das merkte ich Montag umso extremer. Mein rechtes Knie schmerzt und das Gehen fällt mir schwer. Habe mir jetzt erstmal selbst eine Laufpause bis mindestens Donnerstag verordnet. Aber wer fühlt sich nach so einem Lauf am übernächsten Tag fit ? Wohl nur wenige !!

37. Wettkampf Datum Distanz Zeit Geamtplatz AK-Platz
  18.03.2006 Marathon 3:28:43 Std.  188. von 770  
1. Hälfte     1:38:59 Std.      
2. Hälfte     1:49:44 Std.     
ein Bier im Ziel trotz der Kälte
ein Bier im Ziel trotz der Kälte

 

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